Bernhard Peter
Historische heraldische Exlibris (80)

Exlibris von Lorenz Rheude:
Das dreifarbig gedruckte Exlibris für einen Freiherrn von Falkenstein hat Lorenz M. Rheude (17.12.1863-1.5.1939) im Jahre 1912 angefertigt. Ein Geäst aus Eichenzweigen rahmt das über einer Hügellandschaft mit Burg schwebende Vollwappen ein. Als Wappen sehen wir in Gold eine rote, hermelingestulpte Mütze, deren Spitze nach hinten übergeschlagen ist und mit einem Busch goldener Hahnenfedern besteckt ist, auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein roter, hermelingestulpter hoher Hut (Spitzhut), oben mit einem Busch goldener Hahnenfedern besteckt (Siebmacher Band: Reu Seite: 3 Tafel: 2, Jahrbuch des Deutschen Adels, Bd. 1, 1896, Westfälisches Wappenbuch). Einziger Unterschied zur Literatur sind im Exlibris die goldenen, ansonsten als schwarz angegebenen Hahnenfedern.

Von den vielen Adelsfamilien des Namens ist hier die vogtländische Familie gemeint, die zum Meißnischen Uradel gehörte. Ihr Stammsitz ist die Burg Falkenstein im sächsischen Vogtlandkreis, die von den Vögten von Weida und Plauen errichtet worden war und den von Falkenstein zu Lehen gegeben worden war. Im Vogtländischen Krieg verlor der Landesherr einen Großteil seines Besitzes an die Wettiner und Kaiser Karl IV. aus dem Geschlecht der Luxemburger. Von dieser Niederlage ihres Landesherrn waren auch die Herren von Falkenstein betroffen, denn sie mußten Karl IV. das Öffnungsrecht für die Burg einräumen. Mit dem weiteren Niedergang der Vögte ging Ende des 14. Jh. die Landesherrschaft auf die Wettiner über. Burg Falkenstein ging an die Herren von Trützschler, die sich dann Trützschler von Falkenstein nannten, aber eine gänzlich andere Familie waren. Im 16. Jh. war die Burg schon verfallen, schließlich wurde sie 1618 von Georg Abraham von Trützschler ganz abgebrochen.

Die Herren von Falkenstein saßen da längst auf anderen Gütern, zu denen die Rittergüter Magwitz und Planschwitz bei Oelsnitz (Vogtlandkreis) gehörten. Weiterer Besitz lag in Röhrenhof, Schnarchenreuth, Döhlau, Köditz und Moschendorf. Keines der Herrenhäuser läßt sich als die Burg auf dem Exlibris identifizieren. Einige Linien breiteten sich nach Vorpommern (Gut Consages), Ostpreußen, Oldenburg, Sachsen (Schloß Frohburg), Württemberg und Niedersachsen aus.

Heinrich Gottfried Karl Reichsfreiherr von Falkenstein (-1780) aus dem Hause Köditz war königlich-britischer und kurfürstlich-hannoverscher Oberst der Reiterei und Ritter des brandenburg-kulmbachischen Roten-Adler-Ordens; er erwarb das Rittergut Moschendorf bei Hof. Von seinen vier Söhnen wurde Louis General in russischen Diensten; Sigismund ging nach Westfalen, Wilhelm würde Offizier in österreichischen Diensten, und Friedrich (-1829) trat in preußische Militärdienste und wurde aufgrund einer Heirat in Vorpommern ansässig und begründete die dortige Linie. Zu dieser Familie gehören im 19. Jh. u. a. der großherzoglich-oldenburgische Hauptmann Max Carl Wilhelm Freiherr von Falkenstein aus der oldenburgischen Linie, der preußische Oberst-Leutnant Louis Freiherr von Falkenstein (27.6.1811-14.11.1888, Sohn des oben erwähnten Friedrich) und seine Brüder, der preußische Rittmeister Friedrich von Falkenstein sowie der preußische Oberst-Leutnant Rudolf von Falkenstein, alle drei aus der Linie in Vorpommern, sowie der kursächsische Oberst-Leutnant und Flügel-Adjutant Adolf Wilhelm Julius von Falkenstein und der kursächsische Oberst und Kommandant der Leib-Infanterie-Brigade Ludwig August Heinrich von Falkenstein (1802-8.9.1861), beide aus der sächsischen Linie. Der Stammherr aller sächsischen Mitglieder war Reichsfreiherr Heinrich August Erdmann Wilhelm von Falkenstein aus dem Hause Köditz, Bruder des eingangs genannten Heinrich Gottfried Karl. Der Exlibris-Eigner selbst wurde noch nicht identifiziert.

 

Exlibris von Georg Otto:
Der Graphiker Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) hat im Jahre 1900 dieses Exlibris für Hermann Graf Arnim gestaltet. Sein Wappen sieht man im unteren Drittel des Blattes, etwas nach optisch rechts verschoben. Darüber bildet ein großer Rundbogen den Rahmen für einen Ausblick auf Schloß Muskau mit Blick über den Schloßteich, der von der Hermannsneiße gespeist wird. Prominent im Vordergrund ist der Turm der Südwestecke zu sehen, links daneben liegt die Westseite mit dem Altan und den drei Giebeln, ganz links ist noch der Turm an der Nordwestecke zu sehen. Der Bogen wird gerahmt von zwei angeschnittenen Bücherregalen, die ganz außen von zwei an den Seiten hochwachsenden Eichen begrenzt werden, die oben in den beiden Zwickeln ihr Astwerk mit Lauf und Eicheln entfalten. Oben steht auf dem sich entlang des Bogens hinziehenden Schriftband noch "Muskauer Schloßbibliothek". Auf dem Bogenscheitel sitzt eine neunperlige Rangkrone eines Grafen, die Kronen der beiden Eichen voneinander trennend und etwas über den oberen Begrenzungsrand hinausragend. Neben dem Wappen sind als zusätzliche Acessoires ein Globus und ein Tisch mit Tintenfaß, Schreibfeder und mehreren Papierbögen abgebildet.

Die zum brandenburgischen Uradel gezählten von Arnim wurden in drei Linien gegraft, die von Arnim-Boitzenburg am 2.10.1786 (preußisches Grafendiplom), die anderen 1841 und 1870. Das gräfliche Wappen der 1786 in den Grafenstand erhobenen Linie der von Arnim ist geviert, Feld 1 und 4: in Silber ein schwarzer, königlich gekrönter Adler, golden bewehrt sowie mit goldenen Kleestengeln belegt (Gnadenwappen, der königlich-preußische Adler, doch ohne Zepter, Schwert und FR-Monogramm), Feld 2 und 3: in Rot zwei silberne Balken (Stammwappen Arnim). Dazu werden zwei Helme geführt, Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein schwarzer Adlerflug, mit goldenen Kleestengeln belegt (Kleinod zum preußischen Gnadenwappen), Helm 2 (links): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken zwei rote, mit je zwei silbernen Binden umlegte Büffelhörner (Stammkleinod Arnim). Als Schildhalter dienen zwei widersehende, schwarze Adler wie in Feld 1. Das vermehrte Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Pr Seite: 1 Tafel: 1; eine weitere Abbildung ist in den Tyroffschen Wappenbüchern zu finden. Der mit der Standeserhebung für sich und seine Nachkommen Begünstigte war Friedrich Wilhelm von Arnim (31.12.1739-21.1.1801), Herr auf Boitzenburg, Zichow, Kleinow und Falkenwalde, königlich-preußischer Geheimer Justiz-Oberapellations- und Kammer-Gerichts-Rat und nachmals Kriegsminister. Zu seiner Nachkommenschaft gehören neben dem Haus von Arnim-Boitzenburg auch die gräflichen Häuser Arnimshain, Zichow-Blumberg (erloschen), Zichow, Groß Sperrenwalde, Muskau (altes Haus, erloschen), Muskau (neues Haus). Und genau hierhin, also zum alten Haus Muskau, gehört sein Urenkel Hermann Graf von Arnim, der Exlibris-Eigner. Gemäß Grafendiplom ruht noch eine Grafenkrone auf dem oberen Schildrand, das wurde hier im Sinne künstlerischer Freiheit und vor allem guter heraldischer Gestaltung (entweder Rangkrone oder Oberwappen, nie beides) weggelassen.

Traugott Hermann Graf von Arnim (20.6.1839-22.1.1919) war der Sohn von Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg (10.4.1803-8.1.1868), Oberpräsident von Posen und Innenminister, und dessen Frau, Anna Caroline Gräfin von der Schulenburg (17.11.1804-1.1.1886). Seine Großeltern väterlicherseits waren Friedrich Abraham Wilhelm Graf von Arnim-Zichow (13.6.1767-31.1.1812), königlich-preußischer Kammerherr und Gesandter am kursächsischen Hofe, und Georgine Charlotte Auguste von Wallmoden-Gimborn (1.1.1770-13.8.1859). Seine Urgroßeltern in väterlicher Linie waren Friedrich Wilhelm Graf von Arnim (31.12.1739-21.1.1801), königlich-preußischer wirklicher Geheimer Staats- und Kriegsminister, der am 2.10.1786 den preußischen Grafenstand erlangte, und Friederike Antoinette von Cramm (27.11.1747-18.12.1817). Noch eine Generation weiter zurück kommen wir zu Abraham Wilhelm von Arnim (24.3.1712-16.10.1761), preußischer Geheimer Justiz-Oberappellations- und Kammer-Gerichts-Rat sowie Kriegsminister, und Anna Elisabeth von der Schulenburg (-12.12.1741). Traugott Hermann Graf von Arnim wurde in Merseburg geboren. Er heiratete zweimal, in erster Ehe Laura von Lotzbeck (27.9.1852-11.9.1886), in zweiter Ehe Caroline Gräfin von Bismarck-Bohlen (31.3.1851-12.10.1912). Er hatte keine Kinder. Bis 1875 war er im diplomatischen Dienst als Legationssekretär in St. Petersburg, Paris, Konstantinopel und Washington. 1875 nahm er den Abschied aus dem Staatsdienst; der Hintergrund war sein Protest gegen den Landesverrats-Prozeß gegen einen Verwandten. Danach kümmerte er sich um seine Güter und war 1887-1907 Abgeordneter im Deutschen Reichstag. 1909-1918 gehörte er dem Preußischen Herrenhaus an.

 

Schloß und Park Muskau in Bad Muskau werden hauptsächlich mit Hermann Ludwig Heinrich Graf bzw. seit 1822 Fürst Pückler (30.10.1785-4.2.1871) in Verbindung gebracht, der wohl am meisten prägenden Persönlichkeit an diesem Ort, doch die Geschichte der Standesherrschaft Muskau, der größten der vier Freien Standesherrschaften der Oberlausitz, ist weit komplexer. Vor den Pückler gehörte Muskau den von Callenberg. Aus der Callenberg-Zeit stammt noch der Torbau, der später "Altes Schloß" benannt wurde. Die Mutter des späteren Fürsten war Clementine von Callenberg (1770-1850), und diese heiratete Ludwig Carl Hans Erdmann von Pückler (1754-1811) und brachte das damals bereits hochverschuldete Muskau so in die Familie Pückler, noch zu Lebzeiten des letzten von Callenberg. Fürst Pückler wurde auf Schloß Muskau geboren. Die Pückler-Zeit dauerte nur von 1798 bis 1845, erst gehörte Muskau bis 1811 Ludwig Carl Hans Erdmann Reichsgraf von Pückler, Erbherr auf Branitz, dann dem berühmten Landschaftsarchitekten, Schriftsteller und Weltreisenden Fürst Pückler, der das Schloß und den Park in Muskau umgestalten ließ. Dabei hatte er sich jedoch finanziell etwas verhoben: Die Schuldenlast betrug das Sechsfache des jährlichen Gesamtertrages. Nach Abzug von Tilgung und Zinsen verblieben dem fürstlichen Haushalt nur 12% des Gesamtertrages der Standesherrschaft. Die Lage war finanziell so schlecht, daß er 1845 die Standesherrschaft Muskau verkaufte und sich auf Schloß Branitz bei Cottbus zurückzog, wo er nun seinen zweiten Park anlegen ließ. Pückler wurde zwar in den Fürstenstand erhoben, die Standesherrschaft wurde dadurch aber nicht zum Fürstentum.

Muskau wurde 1845 zunächst an einen Grafen von Nostitz und einen Grafen von Hatzfeld verkauft, kam dann in schnellem Wechsel an Prinz Friedrich der Niederlande, der das Neue Schloß 1863-1866 im Stil der Neorenaissance umgestalten ließ, dann an seine Tochter, Marie Fürstin zu Wied. Diese veräußerte die Standesherrschaft Muskau zwei Jahre nach dem Tod des Vaters 1883 an Traugott Hermann Graf von Arnim-Muskau. Dem kam es gerade recht: Kurz zuvor hatte ein Brand das Schloß in Holzendorf in Schutt und Asche gelegt, entweder durch eine Lockenbrennschere oder durch einen Christbaumbrand, je nach Quelle. Wiederaufbau war keine Option, weil der Schock für Ehefrau Laura zu tief saß, sie hätte sich nie mehr dort wohlfühlen können. Deshalb griff der Ehemann zu, als ein Gütermakler ihn auf Muskau aufmerksam machte. Dann blieb Muskau über drei Generationen im Besitz der von Arnim, bis zur Vertreibung und Enteignung am 11.7. 1945. Während Fürst Pückler nur 34 Jahre hier lebte, saßen die von Arnim hier 62 Jahre. Auf den Erwerber folgte 1919 der Kavallerist und Pferde- und Jagdliebhaber Adolf Graf von Arnim-Muskau (1875-1931), dann 1931 der sparsamere Hermann Graf von Arnim-Muskau (1903-1997), der 1934 das Kavaliershaus zum Witwensitz seiner Mutter Sophie umbauen ließ. Weitere Baumaßnahmen aus der Arnim-Zeit waren 1888 die Errichtung eines neugotischen Mausoleums östlich der Neiße, 1900 der Anbau des Altans an der Westseite des Neuen Schlosses, der Bau des Schloßvorwerkkomplexes mit Reithalle und 1934 der Anbau eines Tanzsaales und eines Küchentraktes an seiner Nordseite. In der Zeit unter den von Arnim hielt die Industrialisierung Einzug in der Herrschaft Muskau. Moderne Wirtschaftspolitik, intensivere Forstbewirtschaftung, Kauf und der Aufbau neuer Betriebe und Ausbeutung der Bodenschätze wie Kohle, Ton und Sand machten aus der bisher eher traditionell bewirtschafteten Herrschaft ein rentables Wirtschaftsunternehmen. Am Wirtschaftserfolg beteiligt waren die Glashütte Jämlitz, eine Dampfziegelei, ein Sägewerk, eine Papier- und Pappenfabrik, der Braunkohlebergbau, der Kurbetrieb und die alles verbindende "Gräflich von Arnimsche Kleinbahn", die bis zur evangelischen Kirche Weißwasser reichte. Dennoch mußte Graf Adolf ein Herrenhaus in Berlin verkaufen, weil die Finanzsituation zeitweise wieder sehr angespannt war. 1944 wurde Muskau schuldenfrei, wenige Monate vor der Zerstörung. Am 16.4.1945 eroberte die Rote Armee Muskau und richtete schwere Schäden an Schloß und Park an. Die komplette Inneneinrichtung des Schlosses wurde geplündert, dann wurde im Mai das Neue Schloß angezündet. Mit der Enteignung fielen Schloß und der deutsche Teil des nun geteilten Parks an die Stadt Muskau. 1992 wurden Park und Schloß Besitz des Freistaates Sachsen. Das nur noch aus den Außenmauern und einigen Gewölben bestehende Neue Schloß wurde erst 1990-1995 gesichert und 1995-2011 wiederhergestellt. 2004 wurde der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau UNESCO-Weltkulturerbe. 2018 fand im Schloß eine Ausstellung "Die Grafen Arnim als Muskauer Standesherren" statt.

Die andere, 1841 in den Grafenstand erhobene Linie Heinrichsdorf-Werbelow führt nur das Stammwappen, aber zwei rote Greifen als Schildhalter. Der Begünstigte war Heinrich Friedrich von Arnim (1791-1859) auf Werbelow, Milow und Schwaneberg, königlich-preußischer Kammerherr, Wirklicher Geheimer Rat, Gesandter in Brüssel, Paris und Wien, 1849 kurzzeitig königlich-preußischer Außenminister. Von gräflicher Linie zu sprechen ist eigentlich übertrieben, denn der Erhobene verstarb ohne Nachkommen, deshalb hat sich auch das Wappen nach einer Generation erledigt.

Die Linie Golm-Güstrow erhielt am 28.7.1870 ein Grafendiplom. Es blieb beim Stammwappen, bereichert durch eine Rangkrone und zwei Schildhalter, rechts der mit Königskrone und goldenem Monogramm "FR" für Fridericus Rex auf der Brust versehene schwarze (preußische) Adler, links der mit Kurhut und mit goldenem Zepter im blauen Brustschild versehene rote (brandenburgische) Adler. Die Devise lautet: Non cantu, sed actu. Der Begünstigte war Harry von Arnim (3.10.1824-19.5.1881) aus dem Hause Suckow, Herr auf Golm und Güstow, ab ca. 1870 auch auf Nassenheide, königlich-preußischer Kammerherr, Wirklicher Geheimer Rat, Gesandter in Rom, nachmals Botschafter in Paris. Der Grafenstand war an den Besitz von Golm und Güstow gebunden und wurde nur in der Primogenitur weitergegeben. Diese Linie ist erloschen.

Auch die Freiherren von Arnim aus dem Hause Golm-Güstow führten das Wappen genau so soeben wie für den gräflichen Zweig Golm-Güstrow beschrieben, mit dem einzigen Unterschied, daß auf den Schild keine Grafen-, sondern eine Freiherrenkrone gesetzt wurde. Ein entsprechendes Wappen wurde durch Allerhöchste Kabinettsorder vom 25.9.1874 festgelegt. Dieses Wappen führten die Nachkommen des o. g. Harry Graf von Arnim, die nicht die Bedingungen der Erstgeburt und des Besitzes von Golm und Güstow erfüllten. Nachkommen der freiherrlichen Linie leben heute in den USA.

Exlibris von Georg Otto:
Das hier gezeigte Exlibris ist eine Arbeit von Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) aus dem Jahre 1900 für die Bibliothek des Grafen und der Gräfin Baudissin geb. Türk. Das betreffende Eignerehepaar waren Wolf Ernst Hugo Emil Graf von Baudissin (30.1.1867-4.10.1926) und Eva Fanny Bernhardine Türk (8.10.1869-11.2.1943). Oder das Blatt war für Freiherr von Schlicht und seine Frau, oder für Graf Günther Rosenhagen und seine Frau Bernhard von Brandenburg, denn das waren die von den beiden Eheleuten jeweils verwendeten schriftstellerischen Pseudonyme. Wolf Ernst Hugo Emil Graf von Baudissin war der Sohn von Adelbert Heinrich von Baudissin (25.1.1820-28.3.1871) und dessen zweiter Frau, Louisa Wilhelmine Johanne del Strother (28.7.1830-11.5.1910), die er am 18.6.1852 in New York geheiratet hatte. Der Vater war Deichgraf und Schriftsteller, und auch der Sohn war Schriftsteller, Verleger und Journalist. Seine Frau Eva war die Tochter von Carl Türk (28.9.1838-22.11.1890), Stabsarzt und später Stadtphysicus von Lübeck, und dessen Frau, Emmy Eschricht (18.12.1834-25.10.1900), Schriftstellerin. Das hier ist ein Exlibris aus glücklichen Tagen, denn die Ehe mit Eva Türk wurde am 7.11.1906 geschieden. Danach heiratete Wolf Ernst Hugo Emil Graf von Baudissin noch zweimal, erst am 8.9.1908 Marie Elisabeth Flössel (8.9.1864-), verwitwete Hammer, von der er sich am 15.4.1921 scheiden ließ, und dann in dritter Ehe am 14.1.1926 Helene Berger (15.3.1895-).

Wolf Ernst Hugo Emil Graf von Baudissin trat am 16.5.1886 in die Armee ein, wurde 1888 Fähnrich, 1890 Seconde-Lieutenant, 1897 Premier-Leutnant und nahm 1899 seinen Abschied. Er lebte 1890-1891 in Lübeck, 1895-1896 in Hamburg, 1897-1898 in Schleswig, 1899-1906 in Dresden und 1908-1909 in Berlin, bis er ab 1909 in Weimar lebte, wo er auch verstarb, an einer Überdosis Schlaftabletten. Je nachdem, wo er gerade wohnte, war er Mitglied des Dresdner Schriftstellerclubs "Symposion", des Allgemeinen Schriftsteller-Vereins Berlin und des Dresdener Schriftsteller-Vereins, dessen Vorsitzender er war. Seine anfänglichen Humoresken waren erfolglos, dann wandte er sich seinem Kernmetier zu, Satiren im Bereich Militär, Beamtentum, Obrigkeitsstrukturen, Standesprivilegien. Das lief im Kaiserreich, war aber nach 1918 out, so daß seine wirtschaftliche Grundlage schlechter wurde. Lesungen aus seinen Werken und Auftritte in Kabaretts bildeten den Abgesang seiner literarischen Karriere. Seine Frau Eva war eigentlich ausgebildete Lehrerin, ehe sie heiratete und sich der Schriftstellerei zuwandte. Nach der Scheidung ging sie zunächst auf Reisen und lebte dann in München, wo sie Romane und Erzählungen, ein paar Humoresken, Sachbücher, ein Lustspiel und eine Autobiographie veröffentlichte.

 

Die Familie von Baudissin stammt ursprünglich aus der Meißener Gegend und der Oberlausitz. Der Name hat die gleiche Wurzel wie derjenige der Stadt Bautzen, die bis 1868 Budissin hieß. Von da breitete sie sich nach Schleswig und Holstein aus. Den Reichsgrafenstand erlangte die Familie am 28.2.1741 (sächsisches Vikariatsdiplom, weil der sächsische Kurfürst als Reichsvikar handelte). Der Begünstigte war der kursächsische Kabinettsminister und General im Großen Nordischen Krieg, Wolf Heinrich von Baudissin (1.9.1671-24.7.1748). Das Wappen der Grafen Baudissin zeigt in Blau drei (2:1) golden beschlagene, silberne Hifthörner ohne Schnüre, dreipaßförmig mit den Mundstücken zusammengestellt, auf dem gekrönten Helm mit blau-silbernen Decken drei Straußenfedern, eine blaue zwischen zwei silbernen. Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: SH Seite: 3 Tafel: 2 und im Band: NÖ1 Seite: 26 Tafel: 14.

Es gibt noch ein vermehrtes Wappen für die Familie nach dem Grafenstandsdiplom: geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Rot oben ein goldener sechszackiger Stern zwischen einem silbernen Adlerflug, Feld 2 und 3: in Rot ein angewinkelter, silberner, gerüsteter Rechtsarm mit Säbel in der Hand, Herzschild: Stammwappen, Grafenkrone, drei gekrönte Helme: Helm 1 (Mitte): Stammhelm, Helm 2 (rechts): zu rot-silbernen Decken Stern und Flug wie in Feld 1, Helm 3 (links): zu rot-silbernen Decken Arm mit Säbel wie in Feld 2. Als Schildhalter dienen zwei schwarze, widersehende, silbern bewehrte und rot gezungte Greifen. Ein weiteres Diplom aus dem Jahre 1811/1816 vereinigt in gespaltenem Schild die jeweiligen vermehrten Wappen der von Zinzendorf und Pottendorf (unrichtigerweise rechts) und der von Baudissin (unrichtigerweise links, mit Schwertern anstelle der Säbel) für die Grafen Baudissin-Zinzendorf. Dieses Wappenungetüm trägt 8 Helme. Diese Linie benutzt auch ein einfacheres Wappen, wie das gräfliche Wappen Baudissin, Herzschild aber gespalten, rechts Stammwappen Baudissin, links das gevierte Stammwappen der von Zinzendorf. Der Begünstigte war Heinrich August Graf von Baudissin (1795-1834), der von seinem Großonkel Graf Karl von Zinzendorf dessen niederösterreichische Herrschaften Karlstetten, Doppel und Wasserburg erbte.

Das Wappen der bürgerlichen Familie Türk zeigt eine durchgehende, zinnen- und fensterlose, schwarzgefugte Zinnenmauer, darüber hervorwachsend ein nach vorn gekehrte Türke, in der Rechten einen Säbel, in der Linken einen Schild haltend, auf dem Helm ein gestulpter hoher Hut, oben an der Spitze mit dem türkischen Halbmond (liegende Mondsichel) besteckt. Diese Darstellung weicht ab von Siebmacher "Türk", "Türck" in Band: Pr Seite: 420 Tafel: 465, Band: PrE Seite: 174 Tafel: 151, Band: PrGfE Seite: 48 Tafel: 32, Band: Sa Seite: 51 Tafel: 59, Band: SchlA3 Seite: 115 Tafel: 73, dort überall blaues Feld, silberne Zinnenmauer, rot gekleideter Türke, als Helmzier aber ein bewaffneter Türke wachsend, vermutlich dienten diese Wappen als "Anregung" für die bürgerliche Familie Türk; im wesentlichen wurde das Wappen der anderen Türk übernommen, aber die Mauer wurde vereinfacht, und das Kleinod wurde ausgetauscht gegen ein anderes, das aber genauso redend ist.

 

Zwischen den beiden einander zugewandten Wappen steht eine Pallas Athene mit hochgeschobenem griechischem Helm auf dem Kopf, Brustpanzer mit Gorgonenhaupt (normalerweise auf dem Schild, aber den hat sie hier nicht), in der Rechten ein Speer, auf der erhobenen Linken ein Steinkauz als Symbol der Weisheit und Klugheit sitzend. Über der Athene schwebt eine neunperlige gräfliche Rangkrone unter dem oberen Blattrand zwischen den Kronen zweier Fruchtbäume, deren Stämme den seitlichen und deren Wurzelwerk den unteren Binnenrand der Komposition bilden. Neben den Füßen der Pallas Athene weist ein Tintenfaß mit Schreibfeder auf die schriftstellerische Profession der Exlibriseigner hin. Den dunklen Hintergrund des Blattes bildet ein Bücherregal.

Exlibris von Lorenz Rheude:
Lorenz M. Rheude (17.12.1863-1.5.1939) ist der Urheber dieses kreisrunden Exlibris für Carl Clemens von Braunmühl, das er im Jahre 1920 anfertigte. Die im Rund umlaufende Schrift lautet: "EX LIBRIS CAROLI CLEM / NOBILIS DE BRAUNMUEHL". Das linksgewendete Vollwappen zeigt in Blau ein goldenes Mühlrad, auf dem ein golden gekrönter, schwarzer Mohrenkopf mit silbernem Bruststück liegt, auf dem gekrönten Helm mit rechts blau-goldenen und links blau-silbernen Decken ein silbern gekleideter, golden gekrönter, schwarzer Mohrenrumpf zwischen einem rechts golden-blau und links blau-silbern geteilten Paar Büffelhörner. Das durch den "braunen" Mohren redende Wappen wird im Siebmacher Band: Bay Seite: 70 Tafel: 78, beschrieben, mit leichten Abweichungen: Die Decken werden dort als blau-silbern angegeben, mit dem Hinweis, daß blau-golden richtiger sei; die Hörner werden als golden-blau übereck angegeben. Die meisten anderen Quellen, auch Kneschke, stimmen mit der durch entsprechende Schraffur angegebenen Tingierung des Exlibris-Wappens überein. Der Familie wurden von Kaiserin Maria Theresia 6.10.1759 der rittermäßige Reichsadelsstand und der erbländisch österreichische Adelsstand als Edle von Braunmühl gewährt. Die Familie besteht noch heute. Der Begünstigte war Johann Georg Ignaz Braunmüller, Jurist, kaiserlicher Rat und Oberamtmann des Reichsgotteshauses Wettenhausen. Seine drei Söhne Johann Baptist Georg, Franz Joseph und Franz Xaver von Braunmühl setzten die Familie fort. 1813 wurde die Familie in die bayerische Adelsmatrikel eingetragen.

 

Exlibris von Georg Otto:
Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) hat dieses Bücherzeichen im Jahre 1904 angefertigt, wobei bei römische Jahreszahl mit CMMIV falsch geschrieben ist, es wäre entweder MDCCCCIV oder MCMIV korrekt. Über dem mit einer siebenperligen Rangkrone versehenen Wappenschild steht ein sparrenförmig gefaltetes Schriftband mit der Eignerzuweisung: "EX LIBRIS BURHGARDI LIB. BARONIS DE CRAMM`". Es handelt sich hier um Burghard von Cramm (16.2.1874-17.3.1936), der am 6.12.1905 in Brüggen (Leine) Jutta Charlotte von Steinberg (20.11.1885-28.12.1972) geheiratet hatte. Er war Offizier, promovierter Jurist, Rittergutsbesitzer auf Oelber und Nettlingen, herzoglich-braunschweigischer Hofjunker und Kammerherr.

Burghard von Cramm, mit vollem Namen Adalbert Carl Adolf Thedel Burghard Freiherr von Cramm, war der Sohn von Edgar von Cramm (11.11.1846-7.12.1909), Rittergutsbesitzer, Herr auf Oelber und herzoglich-braunschweigischer Kammerherr, und Anna von Wrede (15.1.1854-25.1.1946) und wurde in Nettlingen geboren. Seine Ehefrau war die Tochter von Ernst Graf von Steinberg (8.8.1848-29.12.1911), Offizier, Rittergutsbesitzer und Mitglied des Preußischen Herrenhauses, und sie war die letzte Namensträgerin dieser Familie, und aus dem Erbe des letzten männlichen von Steinberg brachte sie das Majorat Brüggen an die Familie von Cramm.

 

Zu Burghards und Juttas sieben Söhnen gehören Gottfried Alexander Maximilian Walter Kurt von Cramm (7.7.1909-8.11.1976, Tennissportler), Berno Julius Ernst Kurt Burghard von Cramm (12.9.1911-1992), Aschwin Ludwig Edgar Ernst Paul Jobst von Cramm (13.10.1906-29.8.1962), Thedel Burghard Götz Georg Albrecht von Cramm (15.2.1908-30.10.1988), Siegfried Bodo Friedrich Franz-Heinrich von Cramm (22.11.1915-29.11.1979), Wilhelm Ernst August Bernhard Adolf Martin von Cramm (30.9.1917-) und Adalbert Hildemar von Cramm (5.9.1913-20.3.1940). Der Exlibrisbesitzer war Herr auf Nettlingen (Landkreis Hildesheim, seit 1909 in Familienbesitz), Oelber am weißen Wege (Landkreis Wolfenbüttel, Schloß Oelber, ab 1274 anteiliger Besitz, 1766 Alleinbesitz) und Dingelbe (zu Schellerten, Landkreis Hildesheim). Er starb in Hannover.

Die Familie nennt sich nach dem Dorf Kramme bei Saldern. Die Familie teilte sich im 16. Jh. in einen Bockenemer und einen Lippoldsberger Stamm, und der Bockenemer Stamm teilte sich in einen Volkersheimer und einen Ober-Samblebener Ast. Das Wappen der von Cramm zeigt in Rot drei (2:1) silberne Lilien. Die hier nicht dargestellte Helmzier wäre zu eine rote, oben mit einem Pfauenstoß (fünf natürliche Pfauenfedern) besteckte Säule, beiderseits von einer silbernen Lilie besteckt (Band: Pr Seite: 110 Tafel: 146, Westfälisches Wappenbuch, Grote). Die Familie erlangte am 8.5.1891 im Ober-Samblebener Ast den Freiherrenstand im Herzogtum Braunschweig. Der Begünstigte war der Vater des Exlibriseigners, Edgar von Cramm. Ihre Mitglieder waren Erbkämmerer des Herzogtums Braunschweig.

Hier ist das Stammwappen mit dem achtspitzigen Kreuz der Johanniter geviert worden, weil der Eigner Ritter des Johanniterordens war. Auch sein Schwiegervater Ernst von Steinberg war seit dem 27.6.1886 Ritter des Johanniterordens. Das Wappen steht im Exlibris auf einem Bücherstapel, auf dem der untere Teil der um den Schild herum drapierten Ordenskette gelegt ist.

Bei diesem Orden handelt es sich um den Herzoglich Braunschweigischen Orden Heinrichs des Löwen. Dieser Orden wurde erst am 25.4.1834 von Wilhelm August Ludwig Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel (25.4.1806-18.10.1884) gestiftet. Es war ein Zivil- und Militärverdienstorden. Das an drei kleinen goldenen Kettchen von der Collane herabhängende Kleinod ist ein blaues, golden bordiertes achtspitziges Kreuz mit goldenen Kugelenden. In den Winkeln zwischen den Kreuzarmen befinden sich vier radial gestellte goldene Initialen "W" (für den Stifter, Herzog Wilhelm), jeweils herzoglich gekrönt. Im senkrecht nach unten gerichteten Kreuzarm ist ein golden gekrönter, silberner Bügelhelm. Sein Kleinod, das silberne schreitende Pferd vor einer silbernen Säule zwischen den silbernen, gezähnten Sicheln ragt in die rot unterlegte Mitte des Kettenkleinods, und die Pfauenfedern von Sicheln und Köcher ragen in die drei freien Kreuzarme hinein. Der senkrecht nach oben gerichtete Kreuzarm hat zwischen seinen beiden je mit einer Kugel abgeschlossenen Spitzen einen goldenen schreitenden Leoparden auf rotem Untergrund zwischen zwei grünen Lorbeerzweigen, darüber eine weitere herzogliche Krone. Die hier nicht sichtbare Rückseite des Ordenskreuzes hätte im Zentrum die Devise des Ordens "IMMOTA FIDES" ("unverrückbare, unerschütterliche Treue"), dazu umlaufend die römische Jahreszahl MDCCCXXXIV als Erinnerung an das Jahr der Stiftung. Die Kette hat abwechselnd größere und kleinere Glieder. Das größere Glied besteht aus einem aus den Wappen für Braunschweig und Lüneburg gespaltenen Schild, darüber ein goldener, herzoglich gekrönter Löwenkopf zwischen insgesamt sechs Fahnen mit abwechselnd dem braunschweigischen und dem lüneburgischen Wappenbild. Rechts und links des Wappenschildes dienen goldene, schreitende, hersehende Löwen (Leoparden) als Schildhalter. Das kleinere Kettenglied ist ein kreisrundes medaillonartiges Element. Die Mitte ist weiß emailliert mit einem goldenen, gekrönten Monogramm "W" (für den Stifter, Herzog Wilhelm). Der Bord ist rot und golden gesäumt, und darauf steht die Devise des Ordens "IMMOTA FIDES" ("unverrückbare, unerschütterliche Treue"). Aufgrund der geringen Größe sind hier viele der genannten Details nicht aufgelöst.

Exlibris von Alexander von Dachenhausen:
Alexander von Dachenhausen (5.9.1848-3.11.1916) ist der Urheber dieses bis auf die qualitätvolle Wappendarstellung minimalistisch ausgestatteten Exlibris, das nur die Eignerkennzeichnung und Datierung "Aus den Büchern des Wolf und des Hans Freiherren von Dachenhausen 1901" trägt. Wo alles andere, was möglich wäre, fehlt, kann die ganze gestalterische Energie in die Helmdecken mit ihren verwirrenden Windungen gesteckt werden, die ein unregelmäßiges Mosaik beider Tinkturen bilden und grenzwertig komplex sind. Das Wappen der von Dachenhausen ist unter einem roten Schildhaupt silbern-schwarz in vier Reihen geschacht, auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helm mit ebensolchen Decken ein wie der Schild bezeichneter Flug (Siebmacher Band: Han Seite: 19 Tafel: 21 und PrE Seite: 45 Tafel: 37, alter Siebmacher von 1605, Grote). Exakt den gleichen Wappenaufriß gibt es auch nur mit dem Text "Freiherren von Dachenhausen"; vermutlich wurde die allgemeine Vorlage, die auch im Genealogischen Taschenbuch des Uradels abgebildet ist, entweder vom Künstler oder den Eignern umgearbeitet zum Exlibris, wofür der unterschiedliche Druck der Zeile mit dem Familiennamen und der beiden Zeilen mit Vornamen und Jahreszahl sprechen. So beeindruckend der Aufriß auch ist, für die Exlibris von Familienangehörigen der engeren Umgebung wurde mehr Aufwand in individuelle und einzigartige Gestaltung gesteckt. Dennoch scheint diese Umarbeitung äußerst selten zu sein, denn, wie ein handschriftlicher Vermerk auf der Rückseite des Blattes verzeichnet, es wurden nur 50 Stück davon gedruckt.

 

Exlibris von Georg Otto:
Georg Otto (6.9.1868-17.5.1939) hat dieses Exlibris im Jahre 1905 entworfen. Hauptinhalt ist ein großes Medaillon mit einer Schiffsdarstellung, umgeben von einem breiten Schriftrand des Inhalts "EX LIBRIS GRAF UND GRÄFIN OSKAR PLATEN ZU HALLERMUND". Darunter wird ein Ehewappen dargestellt mit zwei unter einer gemeinsamen Krone zusammengestellten, einander zugeneigten Wappenschilden, heraldisch rechts für Oskar Rudolf Karl Marius Graf von Platen-Hallermund (18.3.1865-14.4.1957), links für seine Frau, Armgard Gräfin zu Stolberg-Wernigerode (1.6.1877-18.2.1912). Darunter ist auf einem mehrfach gefalteten Schriftband die Devise "MENS AGITAT MOLEM" angebracht, der Geist bewegt die Materie - Vergil, Aeneis 6, 727.

Das auf dem Meer unter vollen Segeln fahrend abgebildete Schiff ist dem Typ nach ein Konvoischiff der Freien Reichsstadt Hamburg. Es handelt sich von der Konstruktion her entweder um die Leopoldus Primus (1668 gebaut, 1705 abgewrackt) oder um die baugleiche Wapen von Hamburg (1669 gebaut, 1683 in Cadiz abgebrannt), wobei das große, von zwei Löwen gehaltene Hamburger Stadtwappen auf dem Heckspiegel sie als letztere identifiziert, denn erstere hatte dort eine Darstellung des Kaisers Leopold I. zwischen zwei Putten. Der Aufbau mit den beiden hochgelegenen kleinen Fenstern, der Verlauf der Decks etc. ist aber bei beiden gleich. Beide Schiffe wurden 1667 von der Hamburgischen Admiralität und der Kaufmannschaft in Auftrag gegeben, um die Übersee-Handelsschiffe zu begleiten und vor Nordafrikas Piraten zu schützen, die damals der Hamburger Kaufmannschaft durch Beschlagnahmung der Prisen, Versklavung der Besatzungen und Lösegeld-Erpressungen hart zusetzten. Deren Aktivität hatte der Kaufmannschaft so schweren Schaden zugefügt, daß sich der Bau der Konvoi-Begleitschiffe unter dem Strich rechnete. Das Vorbild beider Schiffe war vermutlich die niederländische, 1632 erbaute Aemilia, und die Bauleitung hatte ein nicht überlieferter niederländischer Schiffbaumeister. Die Schiffsdarstellung auf dem Exlibris weist bis ins Detail sehr große Ähnlichkeiten mit einem zeitgenössischen, von Peter Hessel angefertigten Kupferstich beider Schiffe auf (Hertzfließende Betrachtungen / Von dem Elbe-Strom, 1675), der damit als Vorlage identifiziert werden kann. Die hier gezeigte Wapen von Hamburg machte insgesamt nur 11 Konvoifahrten mit, ehe sie im Hafen von Cadiz endete.

 

Zum Ehepaar: Oskar Rudolf Karl Marius Graf von Platen-Hallermund (18.3.1865-14.4.1957) war der Sohn von Carl Ernst Felix Graf von Platen-Hallermund (3.9.1810-9.11.1887) und dessen zweiter Frau, Luise Freiin von Hollen (19.12.1833-29.4.1895). Seine erste Frau, Armgard Gräfin zu Stolberg-Wernigerode (1.6.1877-18.2.1912), war die Tochter von Udo Graf zu Stolberg-Wernigerode (4.3.1840-19.2.1910), Fideikommißherr zu Kreppelhof, Dönhoffstädt und Groß Cammin, Präsident des Deutschen Reichstags, preußischer Generalmajor, preußischer Wirklicher Geheimrat, Oberpräsident, 1907 erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses, und seiner Frau, Marie Henriette Elisabeth Gräfin von Arnim (13.6.1849-31.3.1917). Die beiden hatten fünf Kinder, Wilhelm Karl Udo Viktor Oskar (1.6.1906-11.3.1949), Armgard Luise Elisabeth (2.7.1907-24.11.1985), Marie Gabrielle (26.8.1908-), Elisabeth Antonia Feodora (27.7.1910-7.7.1979) und Rudolf (18.2.1912-28.8.1940). In zweiter Ehe heiratete Graf Oskar drei Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahre 1915 Sophie Gräfin zu Solms-Wildenfels (9.2.1877-4.12.1956); diese Ehe wurde 1922 geschieden.

Graf Oskar wurde in Sehlendorf (Kreis Plön in Schleswig-Holstein) geboren. Mit 17 Jahren meldete er sich bei der Kaiserlichen Marine und wurde Kadett. Die Grundausbildung machte er auf dem Schulschiff Niobe (nicht die 1913 gebaute und 1932 gesunkene, sondern die 1849 gebaute und 1919 abgewrackte). Dann folgten bis 1898 verschiedenste Marineschiffe, während er bis zum Kapitänleutnant (1895) aufstieg. 1898 wurde er Flügeladjutant des Kaisers, ein Jahr später Militärgouverneur der beiden jüngsten Kaisersprößlinge im Plöner Prinzenhaus, wo er bis 1901 blieb. Danach ging er wieder bis 1903 zur See. 1905, als dieses Exlibris entstand, war er zwischenzeitlich zweieinhalb Jahre Adjutant bei der Inspektion des Bildungswesens der Marine, ehe er zum Fregattenkapitän befördert wurde und den Kleinen Kreuzer Hamburg befehligte. Noch einmal ging er 1906-1911 zur See, zuletzt im Rang eines Kapitäns zur See und als Kommandant der kaiserlichen Yacht Hohenzollern. Danach schied er als Konteradmiral zur Disposition aus und wechselte in den Hofdienst: Er wurde Hofmarschall des Kaisers Wilhelm II. in Berlin und Potsdam. 1916 wurde ihm der Rang eines Vizeadmirals verliehen. Er folgte seinem Dienstherrn ins Exil und blieb bis zur Entbindung von seinen Dienstpflichten 1935 im Amt eines Hofmarschalls. Diese Karriere im Dienst der Marine erklärt die Verwendung des historischen Kriegsschiffes im Exlibris, wobei er sogar einmal auf einem Schiff namens Hamburg im Einsatz war, allerdings auf einem reinen Dampfschiff, dem Kleinen Kreuzer Hamburg (1903 erbaut, 1904 in Dienst gestellt, 1944 im Hamburger Hafen gesunken, 1949 gehoben, 1956 abgewrackt). Dieses Schiff wurde u. a. als Begleitschiff der kaiserlichen Yacht Hohenzollern eingesetzt.

Das Wappen der Grafen von Platen und Hallermund ist geviert mit Herzschild, Feld 1: in Blau drei (2:1) silberne Sterne, Feld 2: in Gold ein doppelschwänziger, gekrönter roter Löwe, Feld 3: in Silber zwei schwarze, gegenübergestellte Flügel, deren Spitzen in sich gegenseitig anschauende Katzen- oder Meerkatzenköpfe auslaufen (Stammwappen; die Flügel haben sich vermutlich aus dem Halsfell der abgerissenen Tierköpfe entwickelt), Feld 4: in Blau drei (1:2) silberne Sterne, Herzschild: in Silber drei (2:1) goldenbebutzte rote Rosen (Grafschaft Hallermund). Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Bay Seite: 18 Tafel: 12, Band: Gf Seite: 32-33 Tafel: 64-66, Band: PrGfE Seite: 12 Tafel: 8, Band: SH Seite: 13 Tafel: 5 und bei Grote. Hier wird nur der Schild verwendet, zur Vollständigkeit sei das aus drei gekrönten Helmen bestehende Oberwappen erwähnt: Helm 1 (Mitte): zu rot-goldenen Decken zwei schräggekreuzte silberne Fahnen, belegt mit je einer roten Rose, an goldenen Stangen (Grafschaft Hallermund), Helm 2 (rechts): zu rot-goldenen Decken drei Straußenfedern rot-blau-schwarz, umgeben von einem Kranz von sechs abwechselnd silbernen und schwarzen Rosen (modifizierter Stammhelm Platen), Helm 3 (links): zu rot-goldenen Decken drei goldene, mit einer blauen Schleife zusammengebundene Pfeile mit den Spitzen aufwärts, einer aufrecht, zwei schräggekreuzt. Und dann wäre noch die Möglichkeit, als Schildhalter zwei doppelschwänzige, golden gekrönte rote Löwen zu verwenden, die auf der Brust jeweils den Herzschild (Grafschaft Hallermund) tragen.

Das Wappen der Grafen von Stolberg ist geviert, Feld 1 und 4: in Gold ein schreitender schwarzer Hirsch (Stammwappen, Grafschaft Stolberg), Feld 2 und 3: in Silber zwei rote, pfahlweise gestellte und in der Mitte nach außen gekrümmte Fische (Forellen) nebeneinander (Grafschaft Wernigerode). Die hier nicht dargestellte Helmzier wäre zu schwarz-goldenen Decken ein natürlicher (grüner) Pfauenstoß zwischen zwei silbernen Federn (Grafschaft Stolberg).

Noch ein Wort zur Abstammung der jüngeren Linie der Grafen von Platen-Hallermund: Der Vater des Exlibriseigners war Carl Ernst Felix Graf von Platen-Hallermund (3.9.1810-9.11.1887), der Großvater war Graf Georg Wilhelm Friedrich von Platen-Hallermund (6.11.1785-13.1.1873), der Urgroßvater war Graf Ernst Franz von Platen-Hallermund (7.11.1739-17.2.1818), der Ururgroßvater war Graf Georg Ludwig von Platen-Hallermund (14.2.1704-18.7.1772), der Urururgroßvater war Graf Ernst August von Platen-Hallermund (3.8.1674-20.9.1726), und bei dessen Vater wird es spannend: Dessen offizieller Vater ist Graf Franz Ernst von Platen (1631-14.6.1709), Prinzenerzieher, Kammerjunker des Königs bzw. Kurfürsten, Oberhofmarschall und hannoverscher Minister, der die Vaterschaft auch anerkannte. Doch der echte Vater, der des letztgenannten Ehefrau Clara Elisabeth von Meysenbug (14.1.1648-30.1.1700) als Mätresse benutzte, war Ernst August von Braunschweig-Calenberg (20.11.1629-23.1.1698), 1679 Fürst von Calenberg und 1692 erster Kurfürst von Hannover. Die Ernennung von Franz Ernst von Platen zum Ministerpräsidenten und die Erhebung in den Grafenstand 1689 hat damit zu tun, daß er die Vaterschaft für die beiden unehelichen Welfen-Kinder übernahm, denn Ernst August von Platen hatte auch noch eine Schwester Sophie Charlotte vom selben Vater. Die Mätresse und Mutter Clara Elisabeth verheiratete von Platen war durch ihre Rolle zeitweise die mächtigste Frau in Hannover. Somit sind die von Platen-Hallermund genetisch eine uneheliche Linie der Welfen.

Diese Linie erwarb 1704 die Grafschaft Hallermund, das war eine kleine, nur 55 km2 große Reichsgrafschaft im Fürstentum Calenberg. Die alten Grafen von Hallermund waren eine Seitenlinie der Grafen von Kefernburg. Der Name kommt daher, daß hier der Fluß Haller in die Leine mündet. Dabei war Springe ein Allod, der Rest waren Lehen vom Hochstift Minden. Im Kleinen Deister lag die Burg Hallermund, die 1435 bei einer Fehde mit den umliegenden Städten zerstört und nie wieder aufgebaut wurde, heute besteht sie nur noch aus wenigen Resten innerhalb des Sauparks Springe. Die Braunschweiger Herzöge hatten die eine Hälfte der Grafschaft mit der Burg bereits 1282 durch Verpfändung bzw. Pfandnahme (an Braunschweig-Lüneburg) und die andere Hälfte mit Springe 1411 durch Kauf vom letzten Grafen (an Braunschweig-Wolfenbüttel) erworben. Der letzte Graf von Hallermund starb 1436. Die Grafschaft war damit de facto untergegangen, wurde aber nach der 1704 erfolgten Belehnung von Franz Ernst von Platen mit dem Territorium 1706 wiedererrichtet und gehörte bis 1866 zum niederrheinisch-westfälischen Reichskreis, danach fiel sie an Preußen.

Exlibris von Carl Roschet:
Carl Roschet (1867/1868-25.1.1925) ist der Künstler, der dieses undatierte Bücherzeichen für Hans Conrad Escher angefertigt hat. Das Exlibris besitzt einen Rand aus zwei Stäben, die sich oben in den beiden Zwickeln zu blattartigen Ornamenten entfalten, in die links ein nach außen blickender Pelikankopf, rechts ein ebensolcher Adlerkopf eingearbeitet ist. Das Wappen zeigt in Blau ein silbernes Noppenglas (Buckelglas, Warzenglas), von einem goldenen, sechszackigen Stern überhöht, auf dem Helm mit blau-silbernen Decken die Figuren aus dem Schild. Das Wappen wird im Rietstap wie folgt gelistet: "d'azur à un verre à boire d'argent en forme de vase ayant à l'extérieur plusieurs excroissances, ledit verre surmonté d'une étoile d'or. Casque couronné. Cimier les meubles de l'écu. Lambrequin d'argent et d'azur". Andere Quellen bilden das Wappen mit einem goldenen Bord ab. Das Wappen ist nicht im Siebmacher aufgeführt.

Die Familie stammt ursprünglich aus Kaiserstuhl, wo sie erstmals im Jahre 1190 mit Jacob Escher auftaucht, einem habsburgischen Ministerialen. Einige Familienmitglieder waren im 13. Jh. Schultheißen von Kaiserstuhl. Im 14. Jh. erwarben die Söhne eines dieser Schultheißen in Zürich das Bürgerrecht. In Zürich gehörte die Familie recht schnell zu den bedeutenden Kaufleuten mit hoher sozialer Stellung und großem Einfluß, saß im kleinen und im großen Rat der Stadt und stellte mehrere Bürgermeister und Züricher Landvögte. Die Familie kommt auch in Bern und Basel vor. Im 14. Jh. kam es zu einer Abspaltung eines Familienzweiges mit anderem Wappen. Die ursprünglichen Escher wurden fortan zur Unterscheidung nach ihrem Wappenbild Escher vom Glas oder Escher au verre genannt wird, im Gegensatz zu der ebenfalls in Zürich und auch in Bern vorkommenden Abspaltung der Escher vom Luchs oder Escher au lynx mit dem gleichen Namen, aber mit unterschiedlichem Wappen, dem Luchs über einer Schrägteilung. Ein Zweig gab mit Niclaus Escher das Züricher Bürgerrecht auf, zog nach Basel und nannte sich nach der Heirat mit Ursula Grieb von und zu Binningen fortan Escher von Binningen (1711 erloschen). Die in Zürich verbliebenen Escher vom Glas teilten sich im 17. Jh. in verschiedene Linien, die sog. Pfauen-Escher-Linie, die Heinrichsche Linie und die Escher-Rahn-Linie in Frankreich. Im 19. und 20. Jh. kamen aus der Familie zahlreiche Handeltreibende, Industrielle im Textilgewerbe, Wissenschaftler und Ingenieure in der Maschinenindustrie.

 

Exlibris von Alexander von Dachenhausen:
Dieses Exlibris wurde vom Künstler Alexander von Dachenhausen (5.9.1848-3.11.1916) im Jahre 1900 gestaltet. Das Blatt ist optisch rechts unten mit der typischen AD-Ligatur im Druck monogrammiert und oben beiderseits der oberen Helmdeckenzipfel datiert. Das zentrale Allianzwappen, das aus zwei unter der gemeinsam genutzten Helmzier des Ehemannes einander zugeneigten Schilden beider Ehepartner besteht, wird umgeben von einem äußerst kunstvoll gefalteten Schriftband, das aus zwei Teilen und sechs Schriftabschnitten besteht, des Wortlautes "Bücherzeichen / der Josepha / Freifrau von / Schönberg / Tham(m)enhain / geborenen von Savigny". Heraldisch rechts steht der gewendete Schild der Freiherren von Schönberg, in Gold ein rot-grün geteilter Löwe, auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Decken ein wachsender roter Löwenkopf mit Hals (ein ursprünglich meißnisches Geschlecht, Siebmacher Band: AnhA Seite: 55 Tafel: 31, Band: Erg Seite: 48 Tafel: 30, falsch in Band: Sa Seite: 16 Tafel: 15).

Links steht der Schild der lothringischen Familie von Savigny, durch ein silbernes Andreaskreuz von Rot und Blau schräggeviert, in den seitlichen Plätzen und im oberen Platz jeweils ein silberner sechszackiger Stern, unten eine liegende silberne Mondsichel (Siebmacher Band: Pr Seite: 346 Tafel: 400, dort Sterne fünfzackig und Mondsichel gesichtet, nur mit Rangkrone). Nach Rietstap: "Écartelé en sautoir en chef de gueules à une étoile (5) d'or en flancs d'azur chargé à dextre et à senestre d'une étoile (5) d'or en pointe de gueules à un croissant figuré d'argent. Au sautoir d'argent brochant sur le tout". Ein Kleinod wird nicht beschrieben. Diese Familie stammt ursprünglich aus Metz. Paul de Savigny (6.5.1622-27.4.1685) kam im 17. Jh. als Kind zur Erziehung an den Hof von Graf Ludwig Eberhard von Leiningen-Westerburg und verpflanzte so die Familie nach Deutschland. Er wurde Rentmeister des Grafen und Kommandant zu Alt-Leiningen. Er hatte 1651 eine ebenso aus Metz stammende und aus Glaubensgründen geflohene Frau geheiratet, Ursula de Grobart. Die Nachkommen standen in Diensten verschiedener Fürstenhäuser, neben Leiningen-Westerburg auch Nassau-Weilburg, Nassau-Saarbrücken, Pfalz-Neuburg, Isenburg. Der berühmteste unter den Nachfahren wurde Rechtsgelehrter, Staatsrat im preußischen Justizministerium und Minister, das war Friedrich Carl von Savigny (21.2.1779-25.10.1861), Begründer der Historischen Rechtsschule, nach dem auch der Savigny-Platz in Berlin benannt ist.

 

Hier bei dem Exlibris handelt es sich um Josepha von Savigny (26.8.1874-9.12.1945), die Tochter von Karl Friedrich von Savigny (19.9.1814-11.2.1875), preußischer Diplomat und Politiker, Mitbegründer des Zentrums, und Marie Gräfin von Arnim (3.11.1831-9.8.1905). Die in Frankfurt am Main geborene Josepha heiratete am 31.1.1900 in Heidelberg Adolf Freiherr von Schönberg (14.2.1864-1.3.1927), Fideikommißherr auf Niederzwörnitz. Josepha war die Enkelin des oben erwähnten berühmten preußischen Juristen, denn ihre vier Großeltern waren Friedrich Carl von Savigny (1779-1861) und seine Frau Kunigunde Brentano (1780-1863, Schwester des Schriftstellers Clemens Brentano und der im selben Metier tätigen Bettina von Arnim), Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg (1803-1868) und seine Frau Caroline Gräfin von der Schulenburg-Wolfsburg (1804-1886). Josephas acht Urgroßeltern waren Christian Karl Ludwig von Savigny (1726-1791), geheimer Regierungsrat des Fürsten von Isenburg, Henriette Philippine Groos (1743-1792), Tochter des Geheimen Rates Groos aus Zweibrücken, Peter Anton Brentano (1735-1797), Maximiliane von La Roche (1756-1793), Friedrich Graf von Arnim-Zichow (1767-1812), Georgine Gräfin von Wallmoden (1770-1859), Werner Graf von der Schulenburg (1777-1806) und Caroline von Friesen (1781-1856). Josepha hatte zwei berühmte Brüder, Leo von Savigny (19.6.1863-10.5.1910), Professor für Staats-, Verwaltungs-, Völker- und Kirchenrecht in Marburg und Münster, und Karl von Savigny (25.5.1855-6.11.1928), Majoratsherr, Politiker der Zentrumspartei, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses und des Reichstages.

Das auf dem Exlibris genannte Thammenhain ist ein Schloß nordöstlich von Wurzen zwischen den Hohburger Bergen und der Dahlener Heide, zur Gemeinde Lossatal gehörig. Das Herrenhaus ist aus einer spätmittelalterlichen Wasserburg hervorgegangen. 1462 belehnte der Kurfürst die Brüder Dietrich und Hans von Körbitz. Dann folgten als Besitzer 1495 Albrecht von Breitingen und 1504 Bernhard von Stentzsch. Zwischen 1522 und 1612 besaßen die von Lindenau Thammenhain. Dann folgten 1611 Nikolaus von Loss, 1622 Heinrich von Brederlohe und dann Donat von Freywald. Nach dem Tode von Christian Donat von Freywald (Besitzer 1654-1666) wurde Joachim Loth von Schönberg auf Gelenau 1666 mit Ober- und Nieder-Thammenhain belehnt. Später fiel Thammenhain an das Haus Bieberstein aus dem Sachsenburger Zweig, 1788 an Kaspar Heinrich Dam aus dem Hause Pfaffroda (Besitzer 1790-1797). Unter August Caspar Ferdinand Dam von Schönberg (Besitzer 1797-1850) wurde 1849 das Herrenhaus aufgestockt. Adolf Caspar Ferdinand Dam Freiherr von Schönberg (Besitzer 1880-1927), also Josephas Ehemann, der Begründer der Quarzporphyr AG und der Kaolingruben, ließ Schloß Thammenhain 1890-1891 von Adolf Leyn aus Hannover im Stil des Historismus umbauen. Dabei wurde ein Turm mit barocker Haube an der Südseite angebaut, weiterhin eine geschwungene Terrasse mit doppelläufiger Freitreppe zum Park hin, und das Äußere und Innere wurde im Stil der Neorenaissance überformt, wobei auch 4 neue Giebel entstanden. Der letzte Besitzer vor Einmarsch der Roten Armee war Karl Friedrich Freiherr von Schönberg (Besitzer 1927-1945). 1945 wurde die Familie enteignet und vertrieben. Das Anwesen kam 1946 an das Bistum Dresden-Meißen, das hier ein Kinderheim betrieb. 1970-2000 verwendete die Caritas das Gebäude als Altenheim. Die Familie ist seit 2000 wieder auf dem Schloß wohnhaft, nachdem Dr. Rüdiger und Friedrich von Schönberg Teile des alten Familienbesitzes wieder zurückerworben und das Schloß saniert haben. Sie betreiben hier wieder Land- und Waldwirtschaft. Neben dem Schloß erstreckt sich ein Landschaftspark mit öffentlich zugänglichem Park und Schwanensee. Am Kutschergebäude gibt es auf der südlichen Stirnseite genau das gleiche Ehewappen wie auf dem Exlibris. 

Exlibris von Otto Hupp:
Der Künstler hinter diesem undatierten Bücherzeichen ist Otto Hupp (21.5.1859-31.1.1949), erkennbar an den beiden weit auseinandergesetzten Initialen über den beiden Ecken der Konsole. Auf dieser steht zu lesen: "AUS DER FREIHERRL: V: STUMM'SCHEN BIBLIOTHEK AUF SCHLOSS RAMHOLZ". Ungewöhnlich sind die beiden schwarzen Bracken als Schildhalter, sich gegenseitig überkreuzend und mit einer kurzen Kette an ihren Halsbändern aneinander fixiert. Ansonsten glänzt dieses Blatt durch die beiden opulent gezeichneten Teile des Allianzwappens, mit einander zugeneigten Einzelwappen beider Eheleute und sich in der Mitte verschränkenden Helmdecken. Die beiden Wappen können Hugo Rudolf von Stumm (23.12.1845-31.7.1910) und seiner Frau Ludovica von Rauch (-27.7.1945) zugeordnet werden.

Das auf dem Blatt genannte Schloß Ramholz liegt im Osten der Stadt Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) und gehört zum Stadtteil Vollmerz, in der Nähe von Sinntal und Sannerz. Das Anwesen war früher Besitz der von Hutten, die hier 1501 ein Schloß errichten ließen. Im Nordosten auf dem Hügel liegen die Ruinen der Burg Steckelberg. 1698 wechselte der Besitz von den von Hutten auf die Grafen von Degenfeld, dann kam das Anwesen 1790 an das Haus Ysenburg-Büdingen. Schließlich erwarb Hugo Rudolf von Stumm, der Exlibris-Besitzer, 1883 das Anwesen. Der baute das alte Huttenschloß um und ließ 1893-1896 senkrecht zu ersterem einen historistischen Neubau und eine Gruppe von Wirtschaftsgebäuden hinzufügen. Das alte Huttenschloß bildet nur noch einen kleinen Teil der Gesamtanlage, einen kleinen, übereck stehenden Seitenflügel. Genau so wie Hugos Brüder die Schlösser Rauischholzhausen und Halberg bewohnten, so wollte auch er einen adäquaten Landsitz haben. Und der von den Münchener Architekten Emanuel und Gabriel von Seidl ausgeführte Neubau wurde genau so ein historistisches Geschmacks-Monstrum wie die beiden anderen Stumm-Schlösser, mit 80 Zimmern, aber ohne erkennbaren einheitlichen Stil, vielmehr ein buntes Gemisch aus Mittelalter, Gotik, Neorenaissance, Tudor-Fachwerk-Giebeln und Barock-Elementen, und mit einem 80 ha großen Park mit Brunnen, Bachlauf, Weihern, Forsthaus, chinesischem Teehaus (nicht erhalten), Treppenanlagen, Parterreanlage, Skulpturen, Kübelpflanzen, Lindenallee, Gruftkapelle, Orangerie und anderen Bauten. Hugo von Stumm kaufte sogar in Würzburg einen Balthasar-Neumann-Pavillon und baute ihn hier wieder auf. Als Anregung dienten die von Fürst Pückler-Muskau 1834 herausgegebenen "Andeutungen über Landschaftsgärtnerei". Schloß Ramholz blieb über vier Generationen in den Familien von Stumm bzw. Kühlmann-Stumm. Dann wurde es 2014 verkauft, nachdem es bereits 8 Jahre lang auf dem Immobilienmarkt für 7 Mio. € angeboten worden war und die Immobilie unter Zwangsverwaltung stand. Renovierungsstau, teurer Unterhalt und fehlende Einnahmen hatten die Immobilie zu einem Sanierungsfall werden lassen. Versteigerung von Mobiliar im großen Umfang und Teilverkäufe von Wald, Grund und Bauwerken sollten eine Entschuldung bewirken, doch es blieb finanziell ein Faß ohne Boden. Die obere Hälfte des Parks samt der Steckelburg, dem See und dem Försterhaus wurde bereits um 2000 verkauft. Die Rettung ist seitens der Familie dennoch nicht gelungen, und beinahe wäre es zur Zwangsversteigerung weiterer Teile des Ensembles gekommen. Heutiger Eigentümer von Schloß, Gutshof und Orangerie ist ein Chinese, ein Unternehmer aus Shanghai.

 

Zum Exlibris: Das heraldisch rechte, vollständig gewendete Wappen ist das der Freiherren von Stumm, in Silber ein blauer Schräglinksbalken, belegt mit einem nach der Figur gelegten goldenen Schmiedehammer, oben rechts begleitet von einem schwarzen Kammrad, unten links von einer schwarzen, rot brennenden Öllampe, auf dem gekrönten Helm mit rechts schwarz-silbernen und links blau-silbernen Decken drei Straußenfedern, eine blaue zwischen zwei silbernen. Das Wappen wird beschrieben im Deutschen Wappenkalender 1922 von Closs. Bei dieser Familie handelt es sich um Industrieadel: Karl Ferdinand Stumm, geb. 30.3.1836 in Saarbrücken, Sohn des Hüttenbesitzers Karl Friedrich Stumm und Bruder des Exlibriseigners, übernahm 1858 die Leitung des Eisenwerks Gebr. Stumm in Saarbrücken und brachte es aufwärts. Am 5.5.1888 verlieh ihm Kaiser Friedrich III. zu Charlottenburg (und zugleich seinen Kindern) den preußischen Freiherrenstand, am 16.11.1891 gewährte ihm Kaiser Wilhelm II. die Führung des Beinamens Halberg in der Form "Frhr. von Stumm-Halberg", solange wie das Gut in Halberg bei Saarbrücken in seinem Besitze sei. Da er nur Töchter hatte und der einzige Sohn früh verstorben ist, erlosch bei seinem Tod am 8.3.1901 der kombinierte Name wieder. Sein hier für das Exlibris relevanter Bruder Hugo Rudolf von Stumm hingegen, der nicht im Betrieb arbeitete, wurde von der Erhebung in den Adelsstand mit erfaßt, nicht aber von dem kombinierten Namen. Hugo Rudolf starb an den Folgen eines Reitunfalls.

Das Wappen gegenüber ist dasjenige der Ehefrau von Hugo Rudolf von Stumm, Ludovica von Rauch (-27.7.1945): In Blau eine goldene flache Henkelschale mit Standfuß, der Henkel auf der linken Seite, auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken die goldene Henkelschale zwischen einem blauen Adlerflug (abweichend Siebmacher Band: Pr Seite: 317 Tafel: 371 mit blauem Flug und Rauch aus dem Topf qualmend, zwei Henkel, auch abweichend die Ergänzung in Band: PrE Seite: 149 Tafel: 128 mit schwarzem Flug). Vielleicht soll eine Rauchschale gemeint sein, dann wäre es ein redendes Wappen.

Stammvater der Familie von Rauch war Bonaventura von Rauch, der aus Bayern als bürgerlicher Vollwaise (seine Mutter war 1742 gestorben, sein Vater, ein Lehrer und Mesner, 1745) kam, von verschiedenen Adeligen ausgebildet und gefördert wurde und 1756 als Page an den Hof von Braunschweig-Wolfenbüttel kam. Danach machte er eine Militärkarriere und wechselte 1777 in die preußische Armee. Er brachte es bis zum Generalmajor. Es gibt aufgrund seiner Herkunft keine angestammten Familienbesitzungen. Das Adelsprädikat führt die Familie seit dem Wechsel nach Preußen zwar ohne formelle Erhebung, aber unangefochten. Preußische Adelsbescheinigungen gab es 1857 und 1879 für den k. k. Oberleutnant Adalbert von Rauch, bzw. seinen Bruder, den k. k. Rittmeister i. R. Franz von Rauch. Vom 5.2.1927 datiert ein Nichtbeanstandungsbeschluß der Abteilung für adelsrechtliche Fragen Berlin für die preußischen von Rauch. Auch nachfolgende Generationen dienten beim preußischen Militär, bzw. die weiblichen Nachkommen als Hofdamen an den Hohenzollern-Höfen. Die auf dem Exlibris durch ihr Wappen vertretene Ludovica von Rauch war die Tochter von Adalbert von Rauch, preußischer Premierlieutenant und k. u. k. Oberst, die Enkelin von Leopold von Rauch (27.2.1787-26.11.1860), preußischer Generalmajor, und die Urenkelin des eingangs erwähnten Bonaventura von Rauch.

Genealogie der Montanunternehmerfamilie Stumm:

Literatur, Quellen und Links:
Siebmachers Wappenbücher wie angegeben
Herren von Falkenstein: Jahrbuch des Deutschen Adels, Bd. 1, 1896
Max von Spießen (Hrsg.): Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Zeichnungen von Professor Ad. M. Hildebrandt, 1. Band, Görlitz 1901 - 1903.
Burg Falkenstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Falkenstein_(Vogtland)
Herren von Falkenstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Falkenstein_(vogtländisches_Adelsgeschlecht)
Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Perthes, Gotha 1863, S. 238-239 -
https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10620157_00272.html - https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10620157_00273.html
Louis von Falkenstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_von_Falkenstein
Trützschler von Falkenstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trützschler_(Adelsgeschlecht)
Familienseite der von Arnim:
https://vonarnim.com/
Standesherrschaft Muskau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Standesherrschaft_Muskau
Sebastian Hennig: Die Epoche der Arnims auf Schloß Muskau, Artikel im Meißner Tageblatt vom 20.7.2018:
https://meissnertageblatt.de/kultur/1941-die-epoche-der-arnims-auf-schloss-muskau
Hermann von Arnim:
https://de.wikipedia.org/wiki/Traugott_Hermann_von_Arnim-Muskau
Hermann von Arnim in der Datenbank der Abgeordneten:
http://zhsf.gesis.org/biorabkr_db/biorabkr_db.php?id=52
Regina Weiß: Arnims zurück im Muskauer Schloß, Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 10.6.2018:
https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/muskauer-park-arnims-zurueck-im-muskauer-schloss-38116694.html
von Arnim auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Arnim_(Adelsgeschlecht)
Wappen der von Arnim:
https://vonarnim.com/wappen/
die von Arnim im Adelslexikon:
https://adelslexikon.com/?adel=277&such=Arnim
Literatur zur Familie v. Arnim:
https://vonarnim.com/literatur/
Stammtafeln der von Arnim:
https://vonarnim.com/wp-content/uploads/2018/07/StT006_p.pdf - https://vonarnim.com/wp-content/uploads/2018/07/Arnim_tafeln_Zehdenick-1.pdf - https://vonarnim.com/wp-content/uploads/2018/07/Arnim_tafeln_Brandenstein.pdf - https://vonarnim.com/wp-content/uploads/2018/07/Arnim_tafeln_Zichow-1.pdf - https://vonarnim.com/wp-content/uploads/2018/07/Arnim_tafeln_Gerswalde-1.pdf
Das Geschlecht von Arnim, Teil V, Stammtafeln, herausgegeben vom Vorstand des von Arnim'schen Familienverbandes, Degener Verlag, Neustadt/Aisch, 2002
Deutsches Familienarchiv, Band 137-140
Genealogie der Familie von Arnim bei Christoph Graf von Polier:
https://gw.geneanet.org/cvpolier?lang=de&n=von+arnim&oc=0&p=traugott+hermann
Genealogie der Familie von Arnim auf Geni.com:
https://www.geni.com/people/Traugott-Hermann-Graf-von-Arnim/6000000002188464490
Fürst Pückler:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_Pückler-Muskau
Schloßpark Muskau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fürst-Pückler-Park_Bad_Muskau
Schloß Muskau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Muskau
Webseite des Muskauer Parks:
https://www.muskauer-park.de/
Grafen von Baudissin auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Baudissin_(Adelsgeschlecht)
Wolf Ernst Hugo Emil Graf von Baudissin auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Ernst_Hugo_Emil_von_Baudissin
Wolf Ernst Hugo Emil Graf von Baudissin:
http://www.karlheinz-everts.de/schlicht.htm
Bibliographie Baudissin:
http://www.karlheinz-everts.de/schlichb.htm
Familie von Baudissin:
https://de.wikipedia.org/wiki/Adelbert_Heinrich_von_Baudissin
Eva Türk auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eva_von_Baudissin, Carl Türk: https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Türk, Emmy Türk: https://de.wikipedia.org/wiki/Emmy_Türk
von Braunmühl auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Braunmühl_(Adelsgeschlecht)
Ernst Heinrich Kneschke: Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Familien. Band 1, T. O. Weigel, Leipzig 1855, S. 60 -
https://books.google.de/books?id=BRBLAAAAYAAJ
Burghard von Cramm auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Burghard_von_Cramm
Familie von Cramm auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Cramm
Genealogie des Burghard von Cramm:
https://de.rodovid.org/wk/Familie:208612 - https://de.rodovid.org/wk/Person:857690
Max von Spießen (Hrsg.): Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Zeichnungen von Professor Ad. M. Hildebrandt, 1. Band, Görlitz 1901 - 1903
H. Grote: Geschlechts- und Wappenbuch des Königreichs Hannover und des Herzogtums Braunschweig
Closs, Deutscher Wappenkalender 1936
Genealogische Datenbank des Christoph Graf von Polier:
https://gw.geneanet.org/cvpolier?lang=en&n=von+cramm&oc=0&p=berno+julius+ernst+curt+burghard und abhängige Seiten
Schloß Oelber:
https://www.schloss-oelber.de/historie/
Orden Heinrichs des Löwen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Orden_Heinrichs_des_Löwen
Schiff Wapen von Hamburg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wapen_von_Hamburg_(1669)
Schiff Leopoldus Primus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leopoldus_Primus
Kupferstich beider Schiffe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wapen_von_Hamburg_(1669)#/media/Datei:Leo+Wapen.JPG
Clara Elisabeth von Platen:
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von Platen bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Platen_(pommersches_Adelsgeschlecht)
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https://de.wikipedia.org/wiki/Stolberg_(Adelsgeschlecht)
Graf Oskar von Platen-Hallermund:
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Rietstap, Rolland
Felix Friedrich Hürzeler: Wappenbuch der burgerlichen Geschlechter der Stadt Bern, Zeichnungen von Paul Bösch, hrsg. von der Burgergemeinde Bern, 1932
Schweizerische Familienwappen:
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http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/urn/urn:nbn:de:hbz:061:1-469841 - Bd. 1: http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/download/pdf/8183420?name=1 - Bd. 2: http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/download/pdf/8183644?name=2
Escher vom Glas:
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Katja Hürlimann: Escher, in: Historisches Lexikon der Schweiz -
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023794/2012-04-05/
Friedrich Karl von Savigny:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Carl_von_Savigny
Karl Friedrich von Savigny:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich_von_Savigny
Genealogie von Josepha von Savigny:
https://geneee.org/josepha/von+savigny?lang=de, Genealogie von Adolf von Schönberg: https://geneee.org/adolf/von+schonberg?lang=de
Schloß Thammenhain:
http://www.schloss-thammenhain.de/ - Geschichte: http://www.schloss-thammenhain.com/Thammenhain/index.php/schloss-thammenhain/geschichte
Schloß Thammenhain auf der Familienseite der von Schönberg:
http://www.familie-von-schoenberg.de/geschichte/thammenhain.htm
Schloß Thammenhain:
http://www.historisches-sachsen.net/thammenhain.htm
Schloß Thammenhain:
https://www.architektur-blicklicht.de/schloesser-herrenhaeuser/schloss-thammenhain-leipzig/
Familienverband von Schönberg:
http://www.familie-von-schoenberg.de/home/home.htm
Schloß Thammenhain:
http://www.schloss-thammenhain.com/Thammenhain/index.php/schloss-thammenhain/geschichte
Klaus Dufner: umfangreiches Bildmaterial zur Familie Stumm: http://www.dufner-genealogie.de/stumm/frameset.htm
Familie von Rauch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rauch_(Adelsgeschlecht)
Familie Stumm / von Stumm
http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/familie-stumm-i/DE-2086/lido/57c958bac0d772.40188700
Familie Stumm / von Stumm, insbesondere auch einzelne Familienmitglieder:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Eduard_von_Stumm - https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Ferdinand_von_Stumm-Halberg - https://de.wikipedia.org/wiki/Gebrüder_Stumm - https://de.wikipedia.org/wiki/Stumm_(Montanunternehmer)
Hugo Rudolf von Stumm:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Rudolf_von_Stumm
Genealogie der von Stumm auf Geneanet:
https://gw.geneanet.org/cvpolier?lang=de&n=von+stumm&oc=0&p=ferdinand+eduard - https://gw.geneanet.org/pmlhennings?lang=de&n=von+stumm&oc=0&p=carl+ferdinand - https://gw.geneanet.org/pmlhennings?lang=de&iz=0&p=hugo+rudolf&n=von+stumm
Leopold von Rauch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Rauch - Bonaventura von Rauch: https://de.wikipedia.org/wiki/Bonaventura_von_Rauch
Schloß Ramholz:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Ramholz
Schloß Ramholz:
https://www.schluechtern.de/freizeit-tourismus/sehenswuerdigkeiten/schloss-ramholz.html - https://www.schluechtern.de/freizeit-tourismus/sehenswuerdigkeiten/schlosspark-ramholz.html
Regine Seipel: Artikel "Marodes Märchenschloß" in der Frankfurter Rundschau in der Version vom 21.1.2019
https://www.fr.de/rhein-main/marodes-maerchenschloss-11387999.html
Tradition und Gegenwart - Das märchenhafte Schloß Ramholz, Artikel in Osthessen News vom 23.7.2017:
https://osthessen-news.de/n11565222/tradition-und-gegenwart-das-marchenhafte-schloss-ramholz.html
Zwangsverwalter für Schloß Ramholz - Wer zahlt 7 Mio. Euro zum Kauf? , Artikel in Osthessen News vom 14.1 2013
https://osthessen-news.de/n1225414/schl-chtern-zwangsverwalter-f-r-schloss-ramholz---wer-zahlt-7-mio-euro-zum-kauf-.html
Es war einmal: Ramholz wurde lt. Medienvermutungen von Chinesen gekauft, Artikel im Hessenmagazin vom 5.9.2014
https://www.hessenmagazin.de/news-ticker/1-aktuelles/736-es-war-einmal-ramholz-wurde-lt-medienvermutungen-von-chinesen-gekauft

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