Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 2936
Arnstein (Landkreis Main-Spessart, Unterfranken)

Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Sondheim, Epitaph für Wilhelm von Hutten (-1554),
Eva von Heßberg (-1541) und Anna von Selbitz (-1599)

Dieses Epitaph ist eines der größeren und überragt die benachbarten Monumente. Es ist eine Arbeit des Würzburger Bildhauers Peter Dell d. J. (-1557). Es ist dreizonig aufgebaut, mit einer Sockelzone, in der sich ein zweispaltiger Inschriftenblock befindet, eine Hauptzone und einen Aufsatz. Die Hauptzone zeigt den Verstorbenen und seine beiden Ehefrauen einander gegenüber in Anbetung der hl. Dreifaltigkeit im Wolkenkranz, der dreifach gekrönte Gottvater mit Christus, flankiert von zwei Engeln, oben links die Taube des Heiligen Geistes. Sechs weitere geflügelte Engelsköpfe bereichern den Wolkenkranz, der die Dreifaltigkeit umgibt. Der Aufsatz ist wie eine Aedicula gestaltet, mit einem Inschriftenfeld in einer rechteckigen Kartusche mit Rollwerkelementen am Rand, die Pilaster mit je drei Wappenschilden belegt, seitlich zwei S-förmige Voluten als Übergang zum breiteren Unterbau, und oben der Dreiecksgiebel ist mit einem Muschelornament ausgefüllt. Der Verstorbene Ehemann ist vollständig gerüstet, nur den Helm hat er abgelegt, der befindet sich zu Füßen der Ehefrauen und wird von einem auf der anderen Seite kauernden Löwen bewacht. Wilhelm von Hutten trägt Schwert und Dolch. Weiterhin sind an diesem Epitaph etliche Kinder dargestellt, zwei Jungs hinter Wilhelm zwischen Dolch und Unterschenkel, fünf Töchter vor den beiden Ehefrauen, von denen die linke die Hände übereinander gelegt hat, die rechte ein aufgeschlagenes Buch hält.

 

Die Inschrift oben im Aufsatz ist für den Protagonisten dieses Epitaphs, für den zweifachen Ehemann Wilhelm von Hutten zu Birkenfeld: "An(n)o 1554 auff Ursula / Ist der Edel und E(h)r(e)nvest / Wilhelm vo(n) Hutten zu / Bircke(n)felt zu Coburckg in / Gott verschi(e)den de(m) Got(t) / gn(a)edig sein wolle a(men)." Die Lesung bei Hanna ist nicht präzise. Wilhelm wurde in Lauringen (Oberlauringen) geboren und wurde am kurfürstlich-sächsischen Hof erzogen. Entsprechend war seine Prägung protestantisch. Im Jahre 1539 übernahm er den Birkenfelder Besitz und führte dort die protestantische Lehre ein. Wilhelm hatte insgesamt 6 Geschwister. Davon waren drei Mädchen, Anna (23.4.1499-1554), vermählt mit Siegmund Fuchs von Burgpreppach, Katharina und Gertraud starben jedoch als Kind. Er hatte drei Brüder, von denen Moritz eine geistliche Laufbahn machte, Johann als Kind gestorben war und Philipp als Konquistador in Venezuela weilte. Entsprechend kritisch wurde es bei Wilhelms schwerer Erkrankung 1541. Er hatte noch keine Nachkommen, und der Fortbestand des Familienzweiges stand auf Messers Schneide. Wilhelm machte am 29.9.1541 sein Testament und setzte seinen Bruder Philipp als Erben ein. Moritz von Hutten, der Eichstätter Fürstbischof, versuchte diesen zu überreden, in die Heimat zurückzukehren und die Familie fortzusetzen, vergeblich. Zum Glück genas Wilhelm, heiratete 1543 erneut und zeugte mit seiner zweiten Frau viele Kinder, von denen Bernhard von Hutten den Stamm fortsetzte. Das Schicksal wollte es anders: Sein Bruder Philipp starb vor Wilhelm (siehe im Kapitel zu Philipp von Hutten), und Wilhelm erbte von ihm dessen Lehensanteile an Schloß und Dorf Walchenfeld. Wilhelm hatte ferner umfangreichen Besitz in Oberlauringen. Insgesamt hatte Wilhelm zehn Kinder, Anna (vermählt mit  Werner von Thüngen), Ursula (vermählt mit Georg Siegmund von Adelsheim), Helena (vermählt mit Johann Sebastian von Biberehren), Georg Ludwig (kurpfälzischer Hofmeister), Bernhard (kaiserlicher Rat und Hofmarschall, setzte die Familie fort), Amalia (vermählt mit Heinrich Wilhelm von Stockheim), Margaretha (vermählt mit Sebastian von Rödern), Gertraud (starb jung), Katharina (starb jung) und Hans (starb jung). Auf dem Epitaph sind sieben Kinder dargestellt, das sind diejenigen, die zum Zeitpunkt der Anfertigung noch lebten. Wilhelm von Hutten verstarb in Coburg, wo es einst in der Morizkirche ein bronzenes Epitaph für ihn gab.

Die Inschrift für die erste Ehefrau steht unten in der Sockelzone optisch rechts und lautet: "Und Im Ja(h)r 1541 auff / S(ankt) Walbare obent starb / Die Edele und Tugent/hafftige Fraw Eva von / Hutten Gebor(e)ne vo(n) Hes/perck Erste obgedachts / Junckere(n) E(he)gema(h)el d(er) Got(t) / gnad(e) amen". Die Lesung bei Hanna ist nicht präzise. Mit der Datumsangabe ist nicht der hl. Waldebert von Luxeuil, auch Walbert, Gaubert oder Waldebertus gemeint, der am 2.5.670 starb, sondern die hl. Walburga, deren Gedenktag am 1. Mai, dem Tag ihrer Heiligsprechung, gefeiert wird und nach der die Nacht davor als Walpurgisnacht bezeichnet wird. Gewißheit gibt uns der Vergleich mit der Grabplatte (s. u.), bei der eine andere Datumsbezeichnung gewählt wurde.

Die Inschrift für die zweite Ehefrau optisch unten links lautet: "An(n)o 15 ..... / ...... verschi(e)d / Die Edele und Tugentha/fftige Fraw Anna Von Hutten Gebor(e)ne Von Selbicz der Got(t) ein frö(h)/liche Urstent verleihe Ame(n)". Als dieses Epitaph angefertigt wurde, war sie noch am Leben, deshalb wurde der Bereich für ihre Lebensdaten offengelassen. Wie so oft versäumte man das im Falle ihres Ablebens nachzutragen. Die Lesung bei Hanna ist nicht präzise.

Wilhelm von Hutten (19.10.1509-12.10.1554) war ein Bruder des Eichstätter Fürstbischofs Moritz von Hutten (25.11.1503-6.12.1552), des Gründers des Pfründnerspitals in Arnstein, und er war der Bruder des Philipp von Hutten (18.12.1505-17.5.1546), Konquistador, Entdecker, kaiserlicher Generalkapitän sowie militärischer Oberbefehlshaber der spanischen Überseeprovinz Venezuela und letzter Statthalter der dort im Handel tätigen Welser. Wilhelm von Hutten war derjenige der Brüder, der zweimal heiratete und den Stamm fortsetzte, und dessen Söhne den Besitz in Frankenberg nach dem Erlöschen des dort ansässigen Zweiges übernahmen. In erster Ehe hatte Wilhelm von Hutten am 21.12.1530 Eva von Heßberg geheiratet und in zweiter Ehe 1543 Anna von Selbitz.

 

Insgesamt sind an diesem Epitaph 24 Wappenschilde angebracht, die es aufzuklären und zuzuordnen gilt. Es ist kein Hauptwappen des Verstorbenen dargestellt, das Modell wurde zugunsten der figürlichen Darstellung aufgegeben und vermeidet Redundanzen. Beginnen wir mit der Ahnenprobe von Wilhelm von Hutten: Er war der Sohn von Bernhard von Hutten (1474-8.5.1539) aus der Linie zu Birkenfeld, würzburgischer Amtmann in Königshofen, und dessen Frau, Gertraud von Ebersberg gen. Weyhers (-2.2.1544). Entsprechend sehen wir in der waagerechten Reihe auf dem Gebälk in der Mitte die Wappen von Hutten (in Rot zwei goldene Schrägbalken) und von Ebersberg gen. Weyhers (in Blau eine silberne Lilie).

Seine Großeltern waren väterlicherseits Konrad von Hutten (-1513), Ritter, Amtmann zu Arnstein und Trimberg und Gründer der Linie Birkenfeld, und dessen Frau Ursula von Bibra, und die Großeltern mütterlicherseits waren Eberhard von Ebersberg gen. Weyhers und Elisabeth Margareta von Hutten. Entsprechende Schilde finden wir in der waagerechten Reihe auf dem Gebälk, wenn wir von der Mitte weiter nach außen gehen, heraldisch rechts der gewendete Schild der von Bibra (in Gold ein aufspringender, schwarzer Biber mit geschupptem Schwanz, im folgenden Bild ganz rechts zu sehen), links gegenüber erneut der Schild der von Hutten (wie oben, im übernächsten Bild ganz links zu sehen).

Die Urgroßeltern waren väterlicherseits Konrad von Hutten (-1502), Ritter, würzburgischer Amtmann zu Trimberg, Würzburger Rat und Oberhofmeister, und dessen erste Frau, Anna von Rechberg, dann nach Salver Georg von Bibra und Anna Fuchs von Burglemnitz. Entsprechend sehen wir in der waagerechten Reihe auf dem Gebälk auf dem zweiten Schild von optisch links gezählt das Wappen der von Rechberg, in Gold zwei aufspringende Löwen Rücken an Rücken (Linie Hohenrechberg, im oberen Bild in der Mitte), und optisch ganz links außen das Wappen der von Fuchs, in Gold ein aufspringender roter Fuchs (im oberen Bild ganz links).

Die Urgroßeltern waren mütterlicherseits Hans von Ebersberg gen. Weyhers und seine Frau Barbara von Steinau gen. Steinrück sowie Lorenz von Hutten und Elisabeth von Thüngen. Wir sehen entsprechend in der waagerechten Reihe auf dem Gebälk auf dem siebten Schild von optisch links gezählt das Wappen der von Steinau genannt Steinrück (in Silber drei (2:1) schwarze, fünfspeichige Wagenräder, im oberen Bild in der Mitte)) und auf dem achten und letzten Schild das Wappen der von Thüngen (in Silber ein fünfmal rot-golden im Wellenschnitt gespaltener Balken, im oberen Bild ganz rechts). Diese Horizontale ist also komplett durch die Ahnenprobe des Wilhelm von Hutten belegt, sich von innen nach außen entwickelnd, also nach dem Schema 7 - 5 - 3 - 1 - 2 - 4 - 6 - 8. Hier sind auch keine Unstimmigkeiten zu finden wie beim Epitaph seiner Eltern (siehe dort). 

Nun zu der Ahnenprobe seiner ersten Ehefrau, Eva von Heßberg (-1.5.1541). Diese bildet eine Vertikale, beginnt auf der Spindelseite (heraldisch links, optisch rechts) oben am Aufsatz mit den ersten drei Schilden (Abb. unten links), setzt sich unter dem Gebälk und der hier querenden Ahnenprobe ihres Mannes mit weiteren drei Schilden fort (Abb. unten mittig), läßt dann eine größere Lücke, um dem Relief ausreichend Platz zu geben, und endet in der Sockelzone mit den beiden letzten Schilden (Abb. unten rechts). Sicher identifizieren läßt sich der Startschild der Reihe, das Wappen der von Heßberg, gespalten, rechts in Silber drei rote Rosen pfahlweise, links fünfmal silbern-rot geteilt. Eva von Heßberg gilt als die Tochter von Claus von Heßberg jr. zu Eishausen, ansbachischer Amtmann zu Windsbach. Nach Biedermann war dieser mit Anna von Muhr verheiratet, und es wird keine zweite Frau angeboten. Nach dieser Ahnenprobe kann das aber nicht die Mutter von Eva gewesen sein, denn das Wappen zeigt einen Balken mit einer Rose belegt, wie ihn die von Aufseß führen (in Blau ein silberner, mit einer roten Rose belegter Balken). Die von Muhr hatten ein völlig anderes Wappen. Damit wird Biedermann schon in der ersten Generation zurück unbrauchbar. Vielmehr ist eine andere Genealogie korrekt: Die Eltern der Eva von Heßberg waren in Wirklichkeit Wilhelm von Heßberg und dessen Ehefrau Brigitte von Aufseß. Belegt wird das durch ein Dokument, in dem davon die Rede ist, daß dieser Wilhelm von Heßberg zu Evas im Jahre 1530 gefeierten Hochzeit mit Wilhelm von Hutten 1000 fl. Heiratsgut beitrug. Die Großeltern mütterlicherseits waren Otto von Aufseß und dessen Frau Margarete von Witzleben. Biedermanns Genealogie und die all jener, die letztendlich davon abschreiben, ist damit widerlegt.

       

Auch in der nächstzurückliegenden Generation ist Biedermann unbrauchbar, denn der dritte Schild zeigt eine Melusine, wie sie z. B. die nürnbergischen Rieter von Kornburg führen (in von Schwarz und Gold geteiltem Schild eine rotgewandete und golden gekrönte zweischwänzige silberne Meerjungfrau). Sicher identifizieren läßt sich der Schild der von Lichtenstein mit der rot-silbernen Quadrierung im Zackenschnitt. Damit wird die Anknüpfung an verläßliche genealogische Daten erreicht: Ritter Sebald Rieter von Kornburg hat 1443 in Nürnberg Margarete von Lichtenstein geheiratet. Deren gemeinsame Tochter, Veronica Rieter von Kornburg, heiratete Dietz von Heßberg, und diese beiden müssen Großeltern der Eva von Heßberg gewesen sein. Der vierte Schild der Ahnenprobe ist derjenige der von Witzleben (in Silber zwei rote gestürzte Sparren), was der Großmutter mütterlicherseits entspricht (s. o.). Darunter folgt das Wappen der von Redwitz (oder Wappen- und Stammesgenossen wie Marschall von Ebnet, Marschall von Kunstadt), siebenmal silbern-blau geteilt, darüber ein roter, schrägrechter Wellenbalken. Fazit: Die bisher getroffene, stets für Verbesserungen offene Zuordnung ist von oben nach unten: von Heßberg, von Aufseß, Rieter von Kornburg, von Witzleben, evtl. von Schaumberg oder von Westerstetten, von Lichtenstein, von Redwitz oder Marschall von Ebneth oder Marschall von Kunstadt, zuletzt unbekannt. Das Wappen mit dem Pfahl ist so oft vorhanden, daß es hier ohne verläßliche Genealogie sinnlos ist, zu spekulieren, Hinweise stets willkommen.

       

Auch die zweite Ehefrau, Anna von Selbitz (1516-1599), ist hier mit einer Ahnenprobe vertreten. Diese ist genau wie die der ersten Ehefrau angeordnet, nimmt aber die Schwertseite des Epitaphs ein. Sicher identifizieren läßt sich der Startschild der Reihe, das Wappen der von Selbitz, von Rot, Silber, Schwarz, Silber und Rot viermal geteilt. Dann folgt der Schild der von Lichtenstein mit der rot-silbernen Quadrierung im Zackenschnitt, dann folgt der Schild der Fuchs von Bimbach (in Gold ein aufspringender roter Fuchs, hier einwärts gewendet), dann von Sternberg, in Blau ein silberner Schrägbalken, dann erneut das Wappen der Fuchs, gefolgt vom Wappen der von Bibra, kenntlich an dem geschuppten Schwanz und den Schwimmhäuten an den Hinterfüßen. Dann folgt ein Wappenschild mit einem Flug, vielleicht von Münster oder von Wenkheim, zuletzt erkennt man das gewendete Wappen der Rotenhan, in Silber ein schrägrechter roter Wellenbalken, oben links begleitet von einem roten sechszackigen Stern. Nach den Recherchen von Hanna war Anna die Tochter des Hans von Selbitz zu Waldsachsen, Gompertshausen und Hellingen, und sie war die Witwe des Dietrich von Haßlach. Das steht auch so bei Biedermann, der als Mutter Anna von Lichtenstein angibt. Nach Biedermann waren die vier Großeltern Erasmus von Selbitz und seine Frau Barbara Fuchs von Bimbach, sowie Hans von Lichtenstein zu Geyersberg, Stein und Seßlach und dessen Frau Anna von Sternberg. Fuchs, Lichtenstein und Sternberg passen. Die fränkischen von Sternberg führten in Blau einen silbernen Schräglinksbalken, erloschen aber bereits 1287. Bei den Vorfahren Annas dürfte es sich vielmehr um die Ministerialenfamilie handeln, die bis 1588 bestand. Auf Urgroßeltern-Ebene listet Biedermann väterlicherseits Adam von Selbitz jr., Cunegunda Fuchs von Schweinshaupten, Georg Fuchs von Bimbach und Anna von Bibra. Diese Namen würden zu den Wappenschilden passen. Gänzlich offen ist die Ahnenabfolge mütterlicherseits. Demnach hätten wir von oben nach unten die Wappenabfolge von Selbitz, von Lichtenstein, Fuchs von Bimbach, von Sternberg, Fuchs von Schweinshaupten, von Bibra, unsicher, Rotenhan. Auch hier sind Hinweise zur Genealogie höchst willkommen, die mir verfügbare Datenlage ist gering und fußt größtenteils auf dem stets unsicheren Biedermann. Den erneuten Witwenstand verbrachte Anna von Selbitz in Oberlauringen und widmete sich den Kindern.

Zur Übersicht: Eltern des Wilhelm von Hutten:
  • Bernhard von Hutten (1474-8.5.1539) aus der Linie zu Birkenfeld, würzburgischer Amtmann in Königshofen
  • Gertraud von Ebersberg gen. Weyhers (-2.2.1544)

Großeltern des Wilhelm von Hutten:

  • Konrad von Hutten (-1513), Ritter, Amtmann zu Arnstein und Trimberg und Gründer der Linie Birkenfeld
  • Ursula von Bibra
  • Eberhard von Ebersberg gen. Weyhers
  • Elisabeth Margareta von Hutten

Urgroßeltern des Wilhelm von Hutten:

  • Konrad von Hutten (-1502)
  • Anna von Rechberg
  • Georg von Bibra
  • Anna Fuchs von Burglemnitz
  • Hans von Ebersberg gen. Weyhers
  • Barbara von Steinau gen. Steinrück
  • Lorenz von Hutten
  • Elisabeth von Thüngen
Zur Übersicht: Eltern der Anna von Selbitz:
  • Hans von Selbitz zu Waldsachsen, Gompertshausen und Hellingen
  • Anna von Lichtenstein

Großeltern der Eva von Heßberg:

  • Erasmus von Selbitz
  • Barbara Fuchs von Bimbach
  • Hans von Lichtenstein zu Geyersberg, Stein und Seßlach
  • Anna von Sternberg

Urgroßeltern der Eva von Heßberg:

  • Adam von Selbitz jr.
  • Cunegunda Fuchs von Schweinshaupten
  • Georg Fuchs von Bimbach
  • Anna von Bibra
  • Pankratius von Lichtenstein
  • unbekannt (Biedermann: Anna Marschall von Pappenheim, das ist unzutreffend)
  • Erasmus von Sternberg
  • Anna von Rotenhan
Zur Übersicht: Eltern der Eva von Heßberg:
  • Wilhelm von Heßberg
  • Brigitte von Aufseß

Großeltern der Eva von Heßberg:

  • Dietz von Heßberg
  • Veronica Rieter von Kornburg
  • Otto von Aufseß
  • Margarete von Witzleben

Urgroßeltern der Eva von Heßberg:

  • N. N. von Heßberg
  • unbekannt, evtl. von Schaumberg oder von Westerstetten?
  • Sebald Rieter von Kornburg
  • Margaretha von Lichtenstein
  • N. N. von Aufseß
  • unbekannt, von Redwitz oder Marschall von Ebneth oder Marschall von Kunstadt?
  • N. N. von Witzleben
  • unbekannt, viele Möglichkeiten?
 

Neben diesem Epitaph gibt es auch noch eine Grabplatte für Eva von Heßberg (-1.5.1541), die nun auch einem Epitaph gleich an der Wand bei den anderen Grabmonumenten aufgereiht ist. Die Platte ist nicht rechteckig, sondern oben im flachen Bogen gerundet. Die umlaufende Inschrift lautet: "An(n)o D(o)m(ini) 1541 am / obent Phillipi und Jacobi starb die edel und Tugenthafte / fraw eva vo(n) hutten ei(ne) / gebor(ene) vo(n) hedpergk der got(t) genat amen". Interessant ist hier die völlig andere Datumsbezeichnung, es handelt sich aber rechnerisch um den gleichen Tag, denn früher war der 1. Mai der Gedenktag der Apostel Philippus und Jacobus. Es ist also nach wie vor der Abend des 1. Mai. Die Platte ist figürlich und stellt Eva frontal,, aber mit dem Kopf und den Händen leicht rechtsgewendet dar. Aus den vor der Brust zusammengelegten Händen fällt ein Rosenkranz mit runder Kapsel am Ende herab.

Unten befindet sich auf den Gewandfalten ein Schild der von Hutten für den Ehemann mit linksgewendeten Schrägbalken (Abb. oben), und die vier Wappenschilde der Ahnenprobe in den vier Ecken der Platte wiederholen die bereits vom Epitaph bekannten Wappenschilde der von Heßberg (oben rechts), der von Aufseß (oben links), der Rieter von Kornburg (unten rechts, völlig zerstört, bei der Restaurierung und Ergänzung des rechten Unterecks nicht verstanden, statt des korrekten Motivs wie am gemeinsamen Epitaph ist nur ein scharrierter Kreis zu sehen) und der von Witzleben (unten links).

Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung auf Google Maps: https://www.google.de/maps/@49.9733188,9.9627368,19z - https://www.google.de/maps/@49.9733188,9.9627368,162m/data=!3m1!1e3
Pfarreien-Gemeinschaft "Um Maria Sondheim":
https://www.pg-um-maria-sondheim.de/ - https://www.pg-um-maria-sondheim.de/gemeinden/arnstein
Wallfahrtskirche Maria Sondheim:
https://wallfahrt.bistum-wuerzburg.de/wallfahrtsorte/region-main-spessart/maria-sondheim/
Verwendung der Innenaufnahmen mit freundlicher Erlaubnis von Herrn Pfarrer Christian Ammersbach vom 23.5.2022, wofür ihm an dieser Stelle herzlich gedankt sei.
Genealogie von Hutten: Johann Gottfried Biedermann, Geschlechtsregister Der Reichsfrey unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken Löblichen Orts Baunach
http://books.google.de/books?id=ayZRAAAAcAAJ ab Tafel 72 ff.
von Hutten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hutten_(Adelsgeschlecht)
Georg-Wilhelm Hanna: Die Ritteradeligen von Hutten, ihre soziale Stellung in Kirche und Staat bis zum Ende des Alten Reiches, Dissertation, Fakultät für Geschichts- und Geowissenschaften, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2006,
https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/105 - Download: https://fis.uni-bamberg.de/bitstream/uniba/105/1/Dokument_1.pdf - S. 487-489
Ebersberg gen. Weyhers:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ebersberg_genannt_von_Weyhers
von Bibra:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bibra_(Adelsgeschlecht)
von Rechberg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechberg_(Adelsgeschlecht)
von Frankenstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Frankenstein_(oberrheinisches_Adelsgeschlecht)
von Thüngen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Thüngen_(Adelsgeschlecht)
von Steinau gen. Steinrück:
https://de.wikipedia.org/wiki/Steinau_genannt_Steinrück
ein herzliches Dankeschön an Herrn Peter Kolb für wertvolle Hinweise zur Heßberg-Genealogie
zur Rieter-Heßberg-Genealogie:
http://geneal.lemmel.at/Ritr-24e.html
zur Rieter-Genealogie: Peter Fleischmann, Rat und Patriziat in Nürnberg. Nürnberger Forschungen, Einzelarbeiten zur Nürnberger Geschichte, herausgegeben vom Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg. Bände 31/1, 31/2, 21/3 (Stammbäume) und 31/4. VDS Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch. ISBN 978-3-87191-333-4.

Pfarrkirche Maria Sondheim: Grabdenkmäler außen - Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Sondheim, Hans von Hutten (-1515) - Catharina Zobel von Giebelstadt (-1533) - Wolff von Hutten (-1517) - Anna von Rosenberg (-1528) - Agapitus von Hutten (-1520) - Ludwig von Hutten d. Ä. (-1517) - Ludwig von Hutten d. J. (-1548) und Agatha von Liebenstein (-1547) - Bernhard von Hutten (-1539) und Gertraud von Ebersberg gen. Weyhers (-1544) - Philipp von Hutten (-1546) - Konrad von Hutten (-1502), Anna von Rechberg (-1471) und Elisabeth von Sickingen (-1479) - Bartholomäus von Hutten d. J. (-1495) - Stephan Zobel von Giebelstadt (-1597) und Cordula Echter von Mespelbrunn (-1599) - Johann Julius Zobel von Giebelstadt (-1585) - Konrad von Hutten (-1556) - Jobst von Hutten (-1483) - Amalia von Berlichingen (-1570) - Bartholomäus von Hutten d. Ä. (-1452) und Elisabeth (Else) von Thüngen (-1458) - Konrad von Hutten (-1447) - weitere Wappendarstellungen

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