Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 526
Bischofsstadt Eichstätt

Eichstätt: Das Mortuarium - Teil (5): Deckenfelder 24-28

Gewölbefeld 24:

Die Identifizierung des Domherrn und die Aufklärung der Ahnenprobe sind noch offen; Hinweise willkommen.


Gewölbefeld 25:

Das Wappen paßt zu Johann Georg von Werdenstein (8.1.1542-3.11.1608), der erst in Augsburg 1563 und dann 1567 in Eichstätt Kanoniker wurde und der berühmt ist wegen seiner großen, mehrere Tausend Bände umfassenden Bibliothek, die später an die Herzöge von Bayern verkauft wurde und jetzt Teil der Bayerischen Staatsbibliothek ist. Er war der Sohn von Lorenz Hildebrand von Werdenstein (-1570) und seiner Frau, Elisabeth von Grünenstein.


Gewölbefeld 26:

Diese Ahnenprobe paßt zu Johann Conrad von Gemmingen, welcher 1595-1612 Eichstätter Fürstbischof war. Seine Eltern waren Dietrich IX. von Gemmingen (1517-24.4.1586), Herr zu Tiefenbronn und Neuhausen, augsburgischer Rat und Statthalter zu Dillingen, und Lia (auch Leia) von Schellenberg (-6.8.1564). Die Großeltern väterlicherseits waren Dietrich VIII. von Gemmingen (-1542), Herr zu Tiefenbronn und Neuhausen, und Katharina von Neuhausen (1481-1563). Die Großeltern mütterlicherseits waren Hans von Schellenberg, Herr zu Huefingen und Stauffen, und Clara von Randegg.


Gewölbefeld 27:

Vermutlich handelt es sich um Johann Henrich Hübschmann von Biberbach (-11.4.1631/1641), der im Mortuarium begraben liegt. Er war Kanoniker, Scholaster und Senior des Kapitels. Der Domherr war mit dieser Wappenkonstellation wohl ein Sohn von Markus Hübschmann von Biberbach und Christine Pfaffenlapp, während die Mutter von Markus Hübschmann von Biberbach eine von Wallbach war und die Mutter von Christine Pfaffenlapp eine von Landsberg.


Gewölbefeld 28:

Die Identifizierung des Domherrn und die Aufklärung der Ahnenprobe sind noch offen; Hinweise willkommen.


Linke Abb: Detail der "Schönen Säule", rechte Abb.: Innenhof des Kreuzgangs von Südosten


Literatur, Quellen und Links:
Siebmachers Wappenbücher, bes. Band Bistümer
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Aschaffenburger Wappenbuch
Otto Gruber: Wappen des mittelrheinisch-moselländischen Adels, Trier 1962-1965, incl. Nachtrag Trier 1967, ebenfalls veröffentlicht in verschiedenen Jahrgängen der "landeskundlichen Vierteljahresblätter".
persönliche Mitteilung von Herrn Ph. Frhr. v. Hutten, ein herzliches Dankeschön
persönliche Mitteilung von Herrn Thomas Kaltenbach, ein herzliches Dankeschön
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Dr. Claudia Grund, Der Dom zu Eichstätt, Hrsg. Domkapitel Eichstätt, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg, 2007, ISBN 978-3-89870-293-5
http://www.bistum-eichstaett.de
http://www.bistum-eichstaett.de/dom/domfuehrung/mortuarium.htm
Johann Heinrichs von Falckenstein: Antiquitates Nordgavienses oder Nordgauische Alterthümer und Merckwürdigkeiten, aufgesucht in der Aureatensischen Kirche, oder Hochfürstl. Hochstifft Eichstett, 2. Teil, Lochner, Frankfurt und Leipzig 1733 -
https://books.google.de/books?id=fwZDAAAAcAAJ
Wenn eine Wappenbeschreibung als "ohne Beleg" bezeichnet ist, ließ sich bis zum gegebenen Zeitpunkt kein Literaturbeleg in den mir zur Verfügung stehenden Quellen finden. Wer hierzu eine Quelle oder einen anderen Nachweis oder sonstige Hinweise hat, schreibe mir bitte.

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Veröffentlichung der Innenaufnahmen aus dem Mortuarium mit freundlicher Erlaubnis des Herrn Domkapitular Manfred Winter, Summus Custos, als Vertreter des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt, vom 07.05.2007, wofür ihm an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

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