Bernhard Peter
Wappen der Würzburger Fürstbischöfe

Die Geschichte der Wappen der Würzburger Fürstbischöfe
Teil (3): AD 1683 - 1729

Konrad Wilhelm von Wernau 1683-1684

Eltern: Georg Ludwig von Wernau, Veronica Ursula Schenk von Stauffenberg. Großeltern: Konrad von Wernau, Margarete von Aschhausen, Wilhelm Schenk von Stauffenberg, Margarete von Stadion.

Photobeispiel: Stift Haug, Würzburg

Das Wappen ist geviert:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Johann Gottfried von Guttenberg 1684-1698

Eltern: Gottfried Wilhelm von Guttenberg (1623-1683), zu Steinenhausen und Leuzenhof, bambergischer Rat und Oberamtmann, Maria Kunigunda Ursula von Guttenberg (1623-1681). Großeltern: Wolf Achaz von Guttenberg (1591-1644), bambergischer Rat, Amtmann und Pfleger, Anna Maria von Wernau,  Johann Gottfried von Guttenberg (-1669), zu Kirchlauter, Anna Elisabeth von Eltz.

Photobeispiel: Stift Haug, Würzburg

Das Wappen ist geviert:

Über der barocken Wappenkartusche der Fürstenhut, hinter dem Schild schräggekreuzt Schwert und Krummstab. Seltener ist eine Darstellung mit drei Helmen und Schwert und Krummstab zusätzlich:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Wappen des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths (1699-1719)

Eltern: Georg Philipp von Greiffenclau zu Vollraths (20.8.1620-6.7.1689), kurmainzer Geheimrat, Oberamtmann der Grafschaft Königstein, 7.5.1664 Reichsfreiherr, Rosina von Oberstein (1623-20.5.1658). Großeltern: Heinrich Freiherr von Greiffenclau zu Vollraths (30.10.1577-29.5.1638), kurmainzischer Geheimrat, Oberamtmann zu Bischofsheim an der Tauber, Orb, Hausen und Altzenau, später zu Steinheim, Vicedom im Rheingau, Anna Maria Gräfin zu Eltz (1575-27.1.1640), Jörg (Georg) Rudolf von Oberstein, Maria Barbara Vogt von Hunolstein.

Photobeispiel: Pfarrkirche in Rannungen, Unterfranken

Das Wappen ist geviert:

Das Wappen wird mit hinter dem Schild schräggekreuztem Krummstab und Schwert geführt, dazu entweder mit Fürstenhut (siehe oben) oder alternativ mit drei Helmen und Schwert und Krummstab zusätzlich (siehe unten) abgebildet:

Bildbeispiel: Karlstadt am Main, Landratsamt.

Bildbeispiel: Aura im Sinngrund, Grundschule. Das Wappen wird hier in einer besonders opulenten Form geführt mit vollständigem, aus drei Helmen bestehenden Oberwappen und mit zwei widersehenden Greifen als Schildhaltern, hinter denen noch die fürstbischöflichen Insignien zu sehen sind, schrägrechts der Krummstab, schräglinks das Schwert.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Wappen des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (1719-1724)

Eltern: Melchior Friedrich von Schönborn (16.3.1644-19.5.1717), Reichshofrat, kurmainzischer Geheimer Rat und Obermarschall, 5.8.1701 Reichsgraf, Maria Anna Sophia Johanna Freiin von Boineburg und Lengsfeld (16.10.1652-11.4.1726). Großeltern: Philipp Erwein Freiherr von Schönborn (1607-4.11.1668), Reichshofrat, kurmainzischer Geheimer Rat, Maria Ursula Freiin von Greiffenclau-Vollraths (15.7.1612-28.8.1682), Johann Christian Freiherr von Boineburg (1622-1672), Anna Christina Schütz von Holzhausen.

Photobeispiel: Pfründnerspital in Arnstein, Unterfranken

Das einfache Wappen von Johann Philipp Franz von Schönborn (1719-1724) ist geviert:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:

Bildbeispiel: Würzburg, Kirche St. Peter

Das komplexe Wappen von Johann Philipp Franz von Schönborn (1719-1724) hat wesentlich mehr Elemente:

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Wappen des Würzburger Fürstbischofs Christoph Franz von Hutten (1724-1729)

Eltern: Johann von Hutten zu Stolzenberg (17.10.1629-19.5.1690), Anna Maria von Hagen zur Motten und Büschfeld (1649-18.1.1698). Großeltern: Friedrich von Hutten, Anna Maria Amalia von Diemantstein, Johann Adam von Hagen zur Motten, Anna Catharina Ursula Ulner von Dieburg.

Photobeispiel: Pfründnerspital in Arnstein, Unterfranken

Das Wappen ist geviert:

Das Wappen wird mit hinter dem Schild schräggekreuztem Krummstab und Schwert geführt, dazu entweder mit Fürstenhut (siehe oben) oder alternativ mit drei Helmen (siehe unten) abgebildet:

Bildbeispiel: Gemünden am Main, Huttenschloß. Cave: Feld 4 ist falsch tingiert.

Beispiele für das Vorkommen dieses Wappens:


Literatur:
Siehe zusätzlich allgemeines Quellenverzeichnis bzw. die bei den jeweiligen Objekten angegebenen Quellen.
Eugen Schöler, Historische Familienwappen in Franken, Verlag Degener 3. Aufl. 1999
Siebmachers Wappenbücher, Band Bistümer
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648-1803, hrsg. von Erwin Gatz, von Clemens Brodkorb, Reinhard Heydenreuter und Heribert Staufer, Schnell & Steiner Verlag 2007, ISBN 978-3-7954-1637-9
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974. 192 Seiten.
Herrn Peter Kolb ein herzliches Dankeschön für wertvolle Hinweise.
Herrn Fabian König ein herzliches Dankeschön für wertvolle Hinweise.

Die Entwicklung der Wappen der Fürstbischöfe von Würzburg - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
Der Fränkische Rechen - Das Rennfähnlein

Die Entwicklung des Wappens der von Schönborn

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