Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 2530
Gotha (Thüringen)

Schloß Friedenstein in Gotha, Teil 5: Hofarkaden der Südgalerie

Der Südflügel besitzt insgesamt 11 Arkaden zum Hof hin, und jede Position ist mit einem Wappen besetzt. Wir haben hier, relativ weit von der Herzogstreppe als Fokus des Arrangements entfernt, etliche seltene und hochinteressante Inhalte, die normalerweise nicht in Komplexwappen der sächsischen Herrscherfamilien auftauchen. Nur vier der Wappen sind aktuell (2018) farbig gefaßt, auch hier gibt es noch großen Renovierungsbedarf, zudem sind einige Steine in sehr schlechtem Zustand, insbesondere Torgau, Salza und das nur noch bruchstückhafte Arnshaugk.

Im einzelnen sind von links nach rechts (vom Hof aus gesehen), also von Osten nach Westen zu sehen: Herrschaft Torgau, Grafschaft Gleichen, Grafschaft Arnshaugk, Grafschaft Stolberg, Grafschaft Beichlingen, Grafschaft Orlamünde, Grafschaft Mansfeld, Burggrafschaft Kirchberg, Grafschaft Reinstein, Herrschaft Tautenburg und Herrschaft Salza.

 

Abb. links: Wappen der Herrschaft Torgau ("Herrschafft Torgau") über der ersten Arkade von links. Das Motiv taucht normalerweise nicht in vermehrten ernestinischen Wappen auf. Im Sächsischen Stammbuch wird ein anderes Motiv abgebildet ("Torgaw"), es zeigt dort in Gold einen in vier Reihen rot-silbern nach der Figur geschachten Schrägbalken. Dieses Wappen findet sich auch in anderen Quellen, aber mit zwei Reihen Schach (Siebmacher Band: BraA Seite: 96 Tafel: 58, Band: SaA Seite: 169 Tafel: 109). Ebenso wird es in den Unterlagen der Forschungsbibliothek Gotha dargestellt, dazu rot-silberne Helmdecken und ein roter, silbern aufgeschlagener Turnierhut, darauf eine Krone, aus der fächerförmig drei Pfauenwedel mit goldenem Schaft und naturfarbenen Pfauenfederbüscheln hervorkommen. So ähnlich ist das Wappen auch im Wappensaal Lauf zu sehen. Hier sind in stark verwittertem Feld jedoch zwei Löwen übereinander zu sehen; das Kleinod ist gänzlich verlorengegangen. Beschriftung (viel besser erhalten als das Wappen, vermutlich nachgearbeitet) und Inhalt bilden kein plausibles Paar, offensichtlich ist hier eine unzutreffende Vorlage verwendet und das Motiv verwechselt worden. Burg und Stadt Torgau kam 1289 an die Wettiner, unter Friedrich dem Freidigen. Die Herren von Torgau sind 1348 ausgestorben, und ihr einstiges Herrschaftsgebiet fiel komplett an die Wettiner. 1485 kam Torgau in der Leipziger Teilung an die Ernestiner; und Schloß Hartenfels wurde zu einer der wichtigen Residenzen ausgebaut, neben Coburg, Wittenberg und Gotha einer der Eckpfeiler der ernestinischen Landesherrschaft. Nach der Niederlage im Schmalkaldischen Krieg kam Torgau 1547 an die Albertiner. 1815 kam Torgau an Preußen. Der Wappenstein wurde in der Mitte des 18. Jh. neu geschaffen und wirkt gegenüber den älteren Steinen in seiner Formgebung etwas barocker. Was ist aber nun wirklich als Vorlage verwendet worden? Die Herren von Torgau kannte niemand mehr so richtig in der Mitte des 18. Jh., also fiel man vermutlich auf ein namensähnliches Wappen herein. Zum einen gibt es zwei Löwen im Wappen von Turgau, schrägrechts geteilt von Silber und Blau mit zwei Löwen in verwechselter Tinktur (lt. Siebmacher SouvAd, heute andere Farben). Zum anderen ist ein Wappen der süddeutschen Grafen von Turgow überliefert mit zwei silbernen Löwen übereinander in blauem Feld, Helmzier ein wachsender silberner Löwe zu blau-silbernen Decken. Die Helmzier war verloren gegangen; der Rest der Helmkrone wurde 1999 zu einer Art Mini-Hut ummodelliert. Fazit: In jederlei Hinsicht falsches Wappen.

Abb. rechts: Wappen der Grafschaft Gleichen ("Gravschaft Gleichen") über der zweiten Arkade von links. Das Stammwappen der Grafen von Gleichen zeigt in Blau einen silbernen, rotbewehrten und ebenso gezungten Löwen, dessen goldene Krone mit 3 Straußenfedern geschmückt ist, einer silbernen zwischen zwei blauen. Die Straußenfedern sind aber kein Muß und werden häufig weggelassen, so auch hier. Das Oberwappen zeigt auf dem gekrönten Helm mit blau-silbernen Decken einen wachsenden silbernen Löwen, dessen goldene Krone mit 3 Straußenfedern geschmückt ist, einer silbernen zwischen zwei blauen. Im Kleinod tauchen die Straußenfedern in der Krone regelmäßig auf; diese Kombination aus Löwe und Straußenfedern ist typischer als die anderen Merkmale. Abweichend trägt der Löwe im Scheiblerschen Wappenbuch auf einer roten Krone einen ganzen Busch silberner Straußenfedern, ebenso in mehreren anderen historischen Wappenbüchern. Der Löwe der Helmzier wird auch sitzend dargestellt, so auch hier. Der Löwe im Schild und in der Helmzier wird auch doppelschwänzig abgebildet; die Variationsbreite ist groß. Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Souv4 Seite: 82 Tafel: 76, im Band: SchwA Seite: 10 Tafel: 6 und im Band: Bö Seite: 192 Tafel: 82, ferner im Aschaffenburger Wappenbuch Tafel 37 Seite 155. Dieses Motiv ist ein Standardfeld in vermehrten sächsischen Wappen seit "Abwicklung" der Grafschaft. Der letzte Graf von Gleichen war Johann Ludwig Graf von Gleichen-Tonna (1565-17.1.1631). Als nun das Grafenhaus Gleichen-Tonna völlig verschuldet im Mannesstamm erlosch, nahmen die Grafen von Hohenlohe, an die gemäß dem Vertrag von 1621 die Obergrafschaft Gleichen gefallen war, zusätzlich den Titel eines Grafen von Gleichen an. Beide Linien, die zu Neuenstein und die zu Langenburg, übten die Herrschaft und Verwaltung gemeinsam aus. Erst 1665 fand eine Realteilung der Territorien zwischen beiden Hohenloher Linien statt. Fürst Hermann zu Hohenlohe verkaufte 1869 das Schloß, die Stadt und die Grafschaft an den gothaischen Staat. Die Grafen von Schwarzburg-Arnstadt (später im Erbwege an die Grafen von Schwarzburg-Sondershausen) erhielten bei der Teilung der Gebiete der Grafen von Gleichen im Jahre 1631 entsprechend dem am 12.3.1623 geschlossenen Vertrag die 2,5 Quadratmeilen große Untergrafschaft. Die Herrschaft Tonna kam gemäß dem Vertrag vom 1.5.1621 an Christian Schenk von Tautenburg. Die Schenken von Tautenburg starben aber 1640 mit dem Genannten in der thüringischen Linie aus, danach ging die Herrschaft Tonna an die Grafen von Waldeck und danach durch Verkauf am 4.10.1677 an Herzog Friedrich von Sachsen-Gotha und Altenburg. Die Grafen von Waldeck bekamen die Grafschaften Pyrmont und Spiegelberg, die ihnen Graf Johann Ludwig von Gleichen-Tonna bereits 1625 abgetreten hatte. Sie behielten die Herrschaft Tonna aber nur 37 Jahre lang, denn am 4.10.1677 verkauften sie diese an Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha und Altenburg. Die Burg Gleichen fiel mit dem Ort Wandersleben als erledigtes Lehen zunächst an das Erzstift Mainz zurück, ebenso Blankenhain. Mainz belehnte 1639 die Grafen von Hatzfeld damit. Die Ernestinischen Herzogtümer hatten also sowohl unmittelbaren Besitz aus der Erbmasse als auch die Landeshoheit über die ehemalige Grafschaft Gleichen. Unmittelbarer Besitz war die Herrschaft Tonna. Sie gehörte 1640-1677 den Grafen von Waldeck, dann wurde sie an Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg verkauft. Die ehemalige Herrschaft wurde als Amt weitergeführt. Er ließ ab 1677 in Gräfentonna das neue Schloß am Markt erbauen, ein riesiger, dreistöckiger Bau von 84 m Länge und 12 m Tiefe, in dem heute die Gemeindeverwaltung ihren Sitz hat. Ab 1826 lag die Landeshoheit über das Amt Tonna beim Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Die Herrschaft Remda kam an Sachsen-Altenburg, desgleichen die Dörfer Böseleben und Trommlitz. Sülzenbrücken kam 1640 an Sachsen-Gotha. Blankenhain kam nach dem Aussterben der Grafen von Hatzfeld-Gleichen 1794 an das Herzogtum Sachsen-Weimar, zu dem es bis 1920 gehörte. Parallel dazu beanspruchte Sachsen-Weimar (bzw. die entsprechenden Unterlinien) die Landeshoheit über das gesamte Gebiet der ehemaligen Grafschaft Gleichen. Erst lag die Landeshoheit über die Ober- und Untergrafschaft Gleichen beim Gesamthaus Sachsen-Weimar. Ab 1657 lag sie alleine bei der Linie der Herzöge von Sachsen-Gotha, und ab 1672 beim Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg. So blieb es auch nach dem "Gothaer Hauptrezeß" des Jahres 1680. Erst als nach dem Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg im zu Hildburghausen am 12.11.1826 geschlossenen Teilungsvertrag die Ernestinischen Herzogtümer territorial neu gegliedert wurden, kamen die Grafschaften Ober- und Untergleichen an das Herzogtum Sachsen-Gotha bzw. zum vereinten Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, dessen beide Landesteile in Personalunion regiert wurden. Erst 1848 wurde die Obergrafschaft Gleichen formal aufgelöst, indem die Patrimonialgerichtsbarkeit aufgehoben und durch das staatliche Justizamt Ohrdruf ersetzt wurde. Auch die Untergrafschaft wurde in juristischem Sinne aufgelöst, indem Günthersleben dem Justizamt Gotha zugeteilt wurde und das Justizamt Ichtershausen nun für die Orte Ingersleben, Stedten und Sülzenbrücken zuständig war. Weitere Neugliederungen folgten in den Jahren 1858 und 1879, wobei die ehemals eigenständigen Territorien immer mehr eingegliedert wurden und mit der Verwaltungsstruktur des Gesamtlandes verschmolzen. Der Wappenstein wurde bereits in den 1980er Jahren vom VEB Denkmalpflege Erfurt restauriert und farbig gefaßt.

 

Abb. links: Wappen der Grafschaft Arnshaugk ("Gravschaft Arnshaugk") über der dritten Arkade von links. Das ist das am schlechtesten erhaltene Wappen vom ganzen Zyklus, es ist nur das untere Viertel mit der Inschrift vorhanden; im Schild kann man noch einen Löwen erkennen. Das Wappen im Sächsischen Stammbuch zeigt dort für Arnshaugk ("Arnshawck") in Silber einen roten Schrägbalken, ein Wappen der Herren von Lobdeburg, das für die Herrschaft Arnshaugk verwendet wird. Das Bild hier hat auch nichts zu tun mit der Wappenkomponente für die Herrschaft Neustadt-Arnshaugk, denn diese ist von Silber und Rot gespalten, je ein Schrägrechtsbalken in verwechselter Tinktur, Helmzier ein wachsender Pfau oder nur Pfauenfedern, Helmdecken rot-silbern. Das ist ein anderes Wappen für eine weitere, 1289 erloschene Linie der Dynasten von Lobdeburg. Das hier verwendete Wappen für die Grafschaft Arnshaugk ist eine weitere der vielen dieser Familie und ihren Linien zugeschriebenen Wappen; auch Johann Heinrich von Falckenstein erwähnt ein Löwenwappen in seiner Thüringischen Chronicka. Nach den Unterlagen der Forschungsbibliothek Gotha ist das Wappen ein goldener Löwe in blauem Feld, auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein goldener Schaft, oben mit einem naturfarbenen Pfauenfederbusch besteckt. Über die Farben kann man streiten, weil eigentlich alle Lobdeburger Linien die Farben Rot und Silber verwendeten und das Farbschema auch hier zu erwarten gewesen wäre. Tatsächlich gibt es aus der Zeit um 1650 mindestens sieben unterschiedliche Varianten des Wappens, offensichtlich wußte man es damals schon nicht mehr so genau und probierte Varianten aus. Eigentlich hatte man als Vorlage nämlich nur ein Siegelbild ohne Tinkturen. Ihren Namen trägt das Territorium nach einer ehemaligen Burg, die sich heute auf dem Stadtgebiet von Neustadt (Orla, Saale-Orla-Kreis) befindet. Es handelt sich um eine Gründung der Herren von Lobdeburg, und der hier ansässige Zweig nannte sich nach der Burg. Einen Grafentitel besaßen sie jedoch nie, deshalb ist die Bezeichnung Grafschaft hier hochgegriffen. Die Linie Lobdeburg-Arnshaugk erlosch 1289 im Mannesstamm. Die anderen Linien wollten den Besitz übernehmen, aber das scheiterte an zwei Ehen: Die Wettiner kamen an die Herrschaft Arnshaugk, indem Elisabeth Gräfin von Orlamünde (-22.8.1331), verwitwete von Lobdeburg-Arnshaugk, Albrecht II. den Entarteten, Landgraf von Thüringen, heiratete, und Albrechts Sohn Friedrich I. der Freidige wiederum die Erbtochter Elisabeth von Arnshaugk. 1302 war die Herrschaft Arnshaugk endgültig bei den Wettinern angekommen. Arnshaugk verblieb 1485 bei der ernestinischen Linie, kam 1567/1660 als Folge der Grumbachschen Händel aber an die albertinische Linie, 1656-1718 an Sachsen-Zeitz, 1815 an Sachsen-Weimar-Eisenach, wo es bis 1918 blieb. Der Wappenstein war, wie eine historische Photographie belegt, 1856 noch vorhanden, aber bei einer Bestandsaufnahme 1981 schon bis auf dieses Bruchstück zerstört. 1999 montierte man das Bruchstück auf eine viel zu große und daher unpassende Platte. Anhand der historischen Photographie könnte man das Wappen rekonstruieren, mit dem Vorbehalt, daß wir auch heute keine verläßliche Quelle für die echten Tinkturen haben, uns allenfalls an der um 1650 getroffenen Entscheidung orientieren können.

Abb. rechts: Wappen der Grafschaft Stolberg ("Gravschaft Stolbergk") über der vierten Arkade von links. Das Motiv taucht normalerweise nicht in vermehrten ernestinischen Wappen auf. Wir sehen hier als Wappen in Gold einen roten Adler, auf dem Helm mit rot-goldenen Decken einen golden-rot gespaltenen Hut mit Aufschlag in verwechselten Farben. Das ist weder das Wappen der Grafen von Stolberg im Südharz noch das der Herrschaft Stollberg (Burggrafen von Starkenberg) im Erzgebirge. Eine mögliche Erklärung ist, daß man hier das komplexe Wappen der Grafen von Stolberg im Harz genommen hat und die wichtigste Komponente nicht im Herzschild bzw. in Position 5 des zweimal gespaltenen und zweimal geteilten Wappens gesucht hat, sondern in Position 2, in der Mitte der oberen Reihe. Dort befindet sich nämlich das Feld für Alt-Rochefort alias Montaigu, in Gold ein roter Adler. Dieser Besitz, eine wallonische Grafschaft, liegt in den belgischen Ardennen. Diese Tinktur wurde auch hier für die farbliche Neufassung gewählt. Ein Nebenfeld wurde hier offensichtlich fälschlicherweise als Hauptfeld interpretiert - in der Tat wäre bei einschichtigem Aufbau des Wappens hier auch der wichtigste Inhalt zu finden, nicht aber, wenn dieser in einer zweiten Ebene den Herzschild bildet. So wurde der damalige Irrtum zur heutigen Verwirrung. Was hat jetzt Ernst der Fromme mit den souveränen Grafen von Stolberg zu schaffen? Sie hatten auh wettinische Lehen, nämlich Ebersburg, Frohndorf, Kelbra, Oberröblingen, Ostramondra, Questenberg, Rettgenstedt, Roldisleben und Roßla im Südharz. Die Stolberger Grafen hatten schon 1392 Roßla dem Thüringer Landgrafen Balthasar zu Lehen aufgetragen. Als sie wieder einmal knapp bei Kasse waren, versetzten sie diesen Teil ihrer Besitzungen zeitweise an Kurfürst August von Sachsen. Dieser beugte die Lage zu seinen Gunsten um, definierte Roßla kurzerhand als heimgefallenes Lehen und machte es 1558 zu einem kursächsischen Amt. Da die Grafen von Stolberg die Schwächeren waren, verhalten ihre Proteste ohne Wirkung. Und die Sachsen sahen sich berechtigt, die Grafschaft Stolberg-Roßla in ihr heraldisches Portfolio aufzunehmen, auch dies ohne jede Berechtigung. Nun, das war eigentlich nicht so tragisch, weil sie vom Motiv her kräftig daneben gegriffen haben. Die Sachsen gaben ihrerseits das Territorium wieder an Dritte weiter. Erst 1685 lag die Grafschaft wieder in den Händen der Linie Stolberg-Roßla. Der Wappenstein wurde 2010 dank einer Spende von Klaus und Helene Kleinsteuber farblich neu gefaßt.

Es gab früher ein mittlerweile verschollenes Wappen für die Grafschaft Hohnstein. Es hing unterhalb des mittleren Südarkadenbogens über dem Ausgang der unterirdischen Zufahrt. 1835 wurde der Wappenstein noch erwähnt, aber als beschädigt gekennzeichnet. Seit Mitte des 19. Jh. ist er aber nicht mehr nachweisbar. Das Kuriose an diesem Stein aber ist, daß dafür als Vorlage der schwarze Hirsch auf goldenem Grund in der Forschungsbibliothek Gotha nachweisbar ist, also das richtige Wappen der Grafen von Stolberg und nicht das rot-silberne Schach der Grafschaft Hohnstein. Dies nur zur Erwähnung am Rande, weil es mit dem Stolberg-Problem korrespondiert.

 

Abb. links: Wappen der Grafschaft Beichlingen ("Gravschaft Beuchlingen") über der fünften Arkade von links, links des Durchganges. Das Motiv taucht normalerweise nicht in vermehrten ernestinischen Wappen auf. Wir sehen hier einen fünfmal geteilten Schild, auf dem gekrönten Helm ein ebenso bezeichneter hoher Schaft oder hoher Hut, aus dessen Krone an der Spitze ein Pfauenfederbusch hervorkommt. Die Farben sind Rot und Silber, die Anzahl der Teilungen variiert sehr stark: Im Aschaffenburger Wappenbuch ist der Schild von Silber und Rot siebenmal geteilt, im Berliner Wappenbuch ("greff von büchlingen") ist er von Silber und Rot nur dreimal geteilt. Weitere historische Abbildungen befinden sich im Donaueschinger Wappenbuch, in Conrad Grünenbergs Wappenbuch ("grauff von bichlingen in türingen"), im Stuttgarter Wappenbuch, im Armorial de Nicolas de Lutzelbourg, im Armorial Lyncenich (Gymnich), in Jörg Rugens Wappenbuch, im Pfälzer Wappenbuch ("here von bichlingen") und im Wappenbuch St. Gallen. Weitere Beschreibungen im Siebmacher Band: SchlA3 Seite: 70 Tafel: 43, Band: SchwA Seite: 4 Tafel: 2. Die Grafschaft Beichlingen, ursprünglich ein Reichslehen, wurde bereits im Mittelalter der Lehenshoheit der Landgrafen von Thüringen unterstellt. Die Grafen von Beichlingen hatten ihren Besitz-Schwerpunkt in der Nähe des thüringischen Kölleda. Weiterhin besaßen sie Gebiete am Kyffhäuser und im Südharz, in der Goldenen Aue und an der Hainleite. 1308 ließ sich Friedrich der Freidige noch einmal das Lehen bestätigen, nur zur Absicherung, denn das Abhängigkeitsverhältnis bestand da schon mindestens ein halbes Jahrhundert. Ab 1330 ging es mit den Beichlingern wirtschaftlich bergab: Das Ende der Grafschaft waren Schulden, die hauptsächlich durch den sächsischen Bruderkrieg entstanden waren. Immer mehr Gebiete mußten verpfändet werden, in so großem Umfang, daß der Herzog Wilhelm III. der Tapfere, Landgraf von Thüringen, zustimmen mußte, denn er war oberster Lehnsherr. 1347 wurde die Reichsburg Kyffhausen an die Grafen von Hohnstein verpfändet, später an die Grafen von Schwarzburg. Günther und Hans von Beichlingen verpfändeten weite Teile ihrer Stammgrafschaft im Wert von für 22550 Rheinischen Gulden an Botho von Stolberg und Heinrich von Schwarzburg, die dann nach dem Tod von Günther von Beichlingen 1454 die entsprechenden Gebiete, die natürlich nicht eingelöst worden waren, einstecken konnten: 1457 wurden sie offiziell von Herzog Wilhelm III. von Sachsen damit belehnt. 1519 war das Ende der Grafschaft besiegelt, als Graf Adam von Beichlingen seine mittlerweile völlig heruntergekommene Burg und den kläglichen Rest seines Stammterritoriums an Hans von Werthern aus Wiehe verkaufte. Die Grafschaft war als eigenständiges Territorium de facto aufgelöst und ging im Kurfürstentum Sachsen auf. 1567 starben die Herren von Beichlingen aus. Ab 1547 galt den Wettinern die Grafschaft als heimgefallenes Lehen, weshalb sie sich zur Führung des Wappens berechtigt sahen. Die Grafen von Werthern, seit 1722 von Werthern-beichlingen, ließen sich jedoch 1553 vom Reichstag die alten Rechte der Grafen von Beichlingen bestätigen, ein kurzes und wirkungsloses Aufbegehren. 1815 kam das Gebiet an Preußen.

Abb. rechts: Wappen der Grafschaft Orlamünde ("Gravschaft Orlamünde") über der sechsten Arkade von links, über dem Südeingang. Dieses Motiv ist ein Standardfeld in vermehrten sächsischen Wappen. Es taucht auch als Kartusche im Dresdner Fürstenzug auf. Das Wappen wird auch im Sächsischen Stammbuch abgebildet ("Orlamünde"), es zeigt dort wie hier in goldenem, mit roten Herzen bestreutem Feld einen schwarzen Löwen (Siebmacher Band: Souv3 Tafel: 19). Das Wappen der askanischen Grafschaft von Orlamünde ist eine alte Erinnerung an Dänemark: Ursprünglich waren es drei blaue schreitende Löwen, die durch die Heirat von Sophia von Dänemark mit Siegfried von Orlamünde ins Spiel kamen. Die Anzahl der Löwen wurde auf 1 reduziert. Beim Verkauf der Grafschaft an Meißen wechselte die Farbe des Löwen von Blau auf Schwarz. Die zugehörige Helmzier ist ein roter (nicht violetter wie hier), silbern gestulpter niederer Hut (Turnierhut), in dessen Stulp zwei auswärts geneigte, eigentlich goldene, hier abweichend silberne Stäbe mit je zwei natürlichen Pfauenfederbüschen übereinander stecken (hier fehlt eine "Etage", die Wedel sind oben stumpf abgebrochen oder von vornherein falsch rekonstruiert). Als einzelnes Vollwappen kommt es auch am Roten Schloß in Weimar vor. Die abgewandte Darstellung des Löwen ist hier grundlos und nicht korrekt. Die Grafen von Orlamünde waren einst ein mächtiges thüringisches Grafengeschlecht. Benannt ist die Grafschaft nach der um 900 von den Grafen von Weimar erbauten Burg Orlamünde an der Mündung des Flusses Orla in die Saale. Die Grafen von Weimar waren 1046-1067 auch Markgrafen von Meißen. Ab 1062 wurden die beiden Grafschaften Weimar und Orlamünde zu einer Grafschaft Weimar-Orlamünde verbunden. 1112 starb die ältere Linie der Grafen von Weimar-Orlamünde mit Ulrich II. aus, und eine erste Verbindung zu den Askaniern wurde hergestellt, denn die Erbtochter Adelheid von Weimar-Orlamünde war mit Adalbert II. von Ballenstedt aus dem Hause der Askanier verheiratet. Adalbert II. von Ballenstedt war der Vater von Siegfried von Ballenstedt, an den die Grafschaft schließlich nach Streitigkeiten fiel, und der Großvater von Albrecht dem Bären. Nach Albrecht des Bären Tod 1170 bildete sich eine jüngere Linie der Grafen von Orlamünde, die zuerst zu einer kurzen Blüte der Grafschaft als Gegenpol zur sich ausbreitenden Macht der Wettiner führte, dann aber im Zuge von Teilungen und Verkäufen Stück für Stück unterging, während die Wettiner sich das askanische Gebiet Scheibchen für Scheibchen einverleibten. Ein klägliches Ende für ein einst mächtiges Geschlecht. 1247/48 teilte sich die Grafschaft wieder in eine Weimaraner und eine kurzlebige Orlamünder Linie, eine thüringische und eine osterländische Linie. 1347 mußte die Weimarer Linie die Landesherrschaft der Markgrafen von Meißen anerkennen. Das bis dahin askanische Weimar fiel unter die Wettiner Landeshoheit, nachdem Friedrich den Wettinern im Thüringer Grafenkrieg 1342-1346 unterlag. Er war gezwungen, Weimar den Wettinern als Lehen aufzutragen und Vasallenstatus anzunehmen. Nach dem Aussterben der Weimarer Linie im Jahre 1373 fiel das Gebiet als erledigtes Lehen heim an den Lehnsherrn, und seitdem ist es Wettiner Gebiet. Weimar wurde später im Zuge der Teilungen Hauptort einer eigenen Linie. Andere Linien der Grafen von Weimar-Orlamünde lebten erst noch fort, 1467 ging ihr letzter Territorialbesitz an die Wettiner über, und 1486 waren sie ausgestorben. Orlamünde gehörte 1672-1826 zu Sachsen-Gotha-Altenburg. Die Stadt Weimar wurde Sitz und Hauptort der Linie Sachsen-Weimar-Eisenach. Die Stadt Orlamünde im Landkreis Saale-Holzland-Kreis führt den Wappenschild alleine als Kommunalwappen (Siebmacher Band: St Seite: 45 Tafel: 81). Auch die Wappen der Städte Weimar und Magdala orientieren sich daran. Der Wappenstein ist eine Kopie des VEB Denkmalpflege Erfurt, weil 1981 nur noch Bruchstücke des Wappensteines vorhanden waren.

 

Abb. links: Wappen der Grafschaft Mansfeld ("Gravschaft Mannsfelt") über der siebten Arkade von links, rechts des Durchganges. Das Motiv taucht normalerweise nicht in vermehrten ernestinischen Wappen auf. Der Schild der Grafen von Mansfeld ist geviert, Feld 1 und 4: siebenmal von Silber und Rot geteilt (Querfurt, die Anzahl kann von 5-7 variieren), Feld 2 und 3: in Silber 6 (3:3) rote Rauten (Mansfeld, hier in Feld 2 eine Raute zu wenig). Das hier verlorengegangene Querfurter Kleinod wären zu rot-silbernen Decken acht mehrfach von Silber und Rot geteilte Fähnchen an goldenen Stangen (Siebmacher Band: Souv4 Seite: 56 Tafel: 43-44, Band: OÖ Seite: 27 Tafel: 12, Band: Mä Seite: 227 Tafel: 159). Die ursprünglichen Mansfelder Grafen erloschen 1229 im Mannesstamm, und ihre Besitzungen fielen über weibliche Erbfolge an die Herren von Querfurt, die den Titel übernahmen und den Namen und das Wappen kombinierten. Ab 1246 nannten sie sich nur noch Grafen von Mansfeld. Eigentlich waren die Grafen von Mansfeld reichsunmittelbar. Doch das Problem war Geld. Die wirtschaftliche Grundlage war der Kupferschieferbau, ein lukrativer Bergbau. Doch 1484 waren die Grafen so verschuldet, daß sie ihr Bergregal an die Wettiner abtreten mußten. Damit gerieten sie erstmals in Abhängigkeit. Die Grafschaft war reichsunmittelbar, wurde aber 1580 von Kursachsen (3/5) und Magdeburg (2/5) mediatisiert. Möglich war das, weil das gräfliche Haus so hoch verschuldet war, daß 1566 vom Kaiser eine Kommission zur Schuldenregulierung eingesetzt worden war, und Kurfürst August von Sachsen erwirken konnte, daß Bevollmächtigte aus Kursachsen, Magdeburg und Halberstadt die Zwangsverwaltung übernehmen konnten. 1579 wurde das Gebiet der Grafschaft Mansfeld in zwei Hälften geteilt, eine Hälfte unter sächsischer Zwangsverwaltung, die andere Hälfte unter magdeburgischer, ab 1680 brandenburgischer Zwangsverwaltung. De facto war das eine Übernahme. Die Mittelorter Linie starb 1602 aus, die Hinterorter Linie 1666. Erst als das Haus Mansfeld, das 1594 und 1696 Erhebungen in den Fürstenstand erlebte, mit der Linie Vorderort 1780 insgesamt erlosch, wurden die Besitzungen als erledigte Lehen eingezogen und zwischen Kursachsen und Preußen, letzteres als Nachfolger des Erzbistums Magdeburg, aufgeteilt. Der Besitz in Böhmen fiel an die Fürsten Colloredo, die sich nun Colloredo-Mansfeld nannten. Da der Wappenstein 1981 nur noch ein Fragment war, wurde er vom VEB Denkmalpflege Erfurt ergänzt, aber ohne Kleinod - das fehlt noch heute.

Abb. rechts: Wappen der Burggrafschaft Kirchberg ("Burgkgravschaft Kirchbergk") über der achten Arkade von links. Das Motiv taucht normalerweise nicht in vermehrten ernestinischen Wappen auf. Wir sehen in Silber drei schwarze Pfähle, auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken eine hoher, wie der Schild bezeichneter Hut, der oben mit einem naturfarbenen (grünen) Pfauenfederbusch besteckt ist (Siebmacher Band: ThüA Seite: 11 Tafel: 8, Band: SaA Seite: 84 Tafel: 54). Die Burggrafen von Kirchberg sind eng mit einer anderen hier repräsentierten Herrschaft verbunden, der Herrschaft Kapellendorf, das war sogar ihr ursprünglicher Stammsitz, ehe sie mit der Burggrafschaft Kirchberg belehnt wurden und sich fortan danach nannten. Deshalb ist das Wappen der Herrschaft Kapellendorf auch vom Kirchberger Wappen abgeleitet. Um 1200 gehörte die Familie zu den mächtigsten und einflußreichsten Adelsfamilien in Thüringen. Die Burg Kirchberg, hervorgegangen aus einer ottonischen Kaiserpfalz und im Mittelalter ein wichtiges Herrschaftszentrum, ist heute nur noch eine Ruine auf Jenaer Stadtgebiet auf dem Hausberg, deren restaurierter Bergfried als Aussichtsturm dient. Die Familie errichtete auch die benachbarte Burg Wintberg. Auch die im Westen gelegene Burg Greifenberg gehörte ihnen. Eine Fehde mit der Stadt Erfurt und ein Zerwürfnis mit den Wettinern führten zum Niedergang der Familie: Drei ihrer vier Burgen bei Jena wurden 1304 zerstört. Alle vier Burgen gelangten im 14. Jh. in den Besitz der Wettiner.1331 ging das Lehen der Burg Wintberg an die Grafen von Schwarzburg verloren und kam 1358 an die Wettiner. 1345 kaufte Friedrich der Ernsthafte die Burg Greifenberg. Die Stammburg Kapellendorf mußte 1348 aus Geldnot an die Stadt Erfurt verkauft werden. Die Familie bekam von den Wettinern andere Gebiete als Lehen und verlagerte sich nach Kranichfeld (Oberschloß) und Farnroda (bei Wutha). 1714 erlangten sie die Grafschaft Sayn-Hachenburg, die sie bis 1799 innehatten. Die Burggrafschaft Kirchberg, seit dem 14. Jh. Besitz der Wettiner, war jedoch kein Besitz von Herzog Ernst dem Frommen, sondern sie blieb bis 1918 bei der Linie Sachsen-Weimar.

 

Abb. links: Wappen der Grafschaft Reinstein ("Gravschaft Reinstein") über der neunten Arkade von links. Das Motiv taucht normalerweise nicht in vermehrten ernestinischen Wappen auf. Es handelt sich hierbei nicht um die Grafschaft Reinstein = Regenstein im Harz, auch wenn sich die Wappen sehr ähnlich sehen (jedoch mit 2 Hirschstangen auf dem Helm). Blankenburg und Regenstein sind Territorien und Wappen der Welfen, nicht der Wettiner. Die Wettiner haben nie Regenstein im Harz besessen, das ein halberstädtisches Lehen war. Was wir hier sehen, ist nicht Reinstein, sondern Bieberstein (zu Reinsberg im Landkreis Mittelsachsen). Das Wappen taucht auch als Motiv im Dresdner Fürstenzug auf. Das Wappen ist das der von Bieberstein, in Gold eine rote Hirschstange, auf dem Helm mit rot-goldenen Decken eine rote Hirschstange. Die Vorlage in der Forschungsbibliothek Gotha hat heraldisch unplausible Faben, in Schwarz eine rote Hirschstange, auf dem gekrönten Helm mit schwarz-roten Decken eine aufrechte rote Hirschstange. Diese Familie saß auf Burg Bieberstein über dem Tal der Bobritzsch, zwischen Nossen und Freiberg, verkaufte aber im Laufe des 13. Jh. ihre sächsischen Besitzungen und wandte sich nach Schlesien und in die Niederlausitz, wo sie etliche Besitzungen erwarben, z. B. Friedland, Burg Hammerstein, Forst, Triebel etc. Auf der Burg Bieberstein folgten die nicht mit ersteren verwandten Marschälle von Bieberstein nach. Danach kamen die von Alnpeck, die von Hartitzsch und dann die von Schönberg in den Besitz der mittlerweile zum Schloß ausgebauten Burg. Schon um 1650 wurden die Wappen und Namen verwechselt (beide Familien führen eine Hirschstange im Schild!), und so kam der falsche Name unter das richtige Wappen. Bei der noch zu erfolgenden Farbfassung hat man jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder wählt man die korrekten Regenstein-Farben, damit es zum Schriftzug paßt, dann würde man den historischen Fehler so richtig sichtbar machen. Oder man wählt die korrekten Bieberstein-Farben, dann wäre das Wappen historisch richtig, dann ist der Schriftzug erklärungsbedürftig, man würde jedoch die Galerie nicht mit fremden Federn schmücken. Letztendlich hat man sich damals nicht im Wappen geirrt, sondern in der Beschriftung, denn die Regensteiner führten als Helmzier zwei Hirschstangen, die Biebersteiner nur eine. Da hier nur eine Hirschstange ausgeführt ist als Helmzier, ist klar, daß die Biebersteiner gemeint waren - also muß man bei der Restaurierung auch deren Farben nehmen.

Abb. rechts: Wappen der Herrschaft Tautenburg ("Herrschaft Tautenbergk") über der zehnten Arkade von links. Das Motiv taucht in manchen späten Wappen der Sachsenherzöge auf. Das Wappen der Herrschaft Tautenburg zeigt in Silber fünf bis sechs blaue Schrägbalken, auch 9 oder 11 mal schrägrechts geteilt vorkommend, so wie hier. Die zu blau-goldenen Decken geführte Helmzier besteht aus einem Paar Büffelhörner, sparrenförmig wie der Schild von Blau und Silber mehrfach schräggestreift (Siebmacher Band: Pr Seite: 62 Tafel: 81, Band: OstN Seite: 184 Tafel: 123, Band: SaA Seite: 146 Tafel: 96, Band: ThüA Seite: 19 Tafel: 14). Es gibt auch Darstellungen mit einer goldenen Kugel in den Mündungen. Die Herrschaft Tautenburg mit gleichnamiger Burg, heute eine Ruine, liegt nordöstlich von Jena. Anfangs war es ein Reichslehen, das die Herren von Lobdeburg-Saalburg innehatten. Die Familie der Herren von Tautenburg waren vermutlich Gefolgsleute der Lobdeburger. Danach hatten die Schenken von Vargula (Belehnung 1243) und deren Zweig, die Schenken von Dornburg und Tautenburg, die Herrschaft inne. Die Grafen von Schwarzburg waren 1343 kurzfristig Lehnsherren der Schenken. 1345 unterstellten sich die Schenken der Lehenshoheit der Wettiner, hatten es also als Reichsafterlehen. Der eigentliche Eigentümer war also immer noch das Reich, und es gelang weder den Ernestinern ab 1485 noch den Albertinern nach 1547, die Landeshoheit zu erhalten. Als der thüringische Zweig der Schenken von Tautenburg mit Christian Schenk von Tautenburg am 3.8.1640 erlosch, fiel die Herrschaft als erledigtes Lehen an Sachsen zurück, und zwar an das albertinische Kursachsen, die jetzt das einstige Reichslehen de facto kassierten und in mehrere Ämter aufteilten. 1657-1718 gehörte das Amt Tautenburg zur Sekundogenitur Sachsen-Zeitz. 1815 kam die Herrschaft an Preußen, wurde aber umgehend an Sachsen-Weimar-Eisenach abgetreten. 1822 verwischten die Grenzen endgültig durch die Vereinigung mit dem Amt Bürgel. Das Wappen ist hier ein Anspruch, weil 1547 Tautenburg an die Ernestiner abgetreten werden mußte. Da die Ernestiner den Anspruch und die Hoffnungen jedoch nie aufgegeben hatten, erscheint es unter den anderen Wappen im Hof.

   

Abb.: Wappen der Herrschaft Salza ("Herrschaft Salza") über der elften und letzten Arkade von links. Die südliche Arkadenreihe besitzt eine Arkade mehr als der Nordflügel, weil dort der Altan eine ganze Arkade verstellt. Das Motiv taucht normalerweise nicht in vermehrten ernestinischen Wappen auf. In Schild und Helmzier sehen wir ein gebogenes Ammonshorn - das ist das Wappen, wie es uns beispielsweise von Hermann von Salza (Hochmeister des Deutschen Ordens 1210-1239, und Vertrauter Kaiser Friedrichs II.) bekannt ist, der hatte in Rot ein goldenes Ammonshorn (Berliner Wappenbuch; Böhm: Hochmeisterwappen des Deutschen Ordens), oder ein silbernes Widderhorn in rotem Feld (Siebmacher Band: SchwA Seite: 25 Tafel: 17, ohne Tinktur in Band: SaAE Seite: 18 Tafel: 13). Die Vorlage in der Forschungsbibliothek Gotha zeigt ein silbernes Widderhorn auf rotem Grund. Das Motiv des Ammonshorns bzw. Widderhorns hatte der ehemalige Landkreis Bad Langensalza 1992-1994 (1994 im Unstrut-Hainich-Kreis aufgegangen) in seinem Wappen aufgegriffen: In Rot eine schräglinke Wellenleiste, oben ein silberner Brunnen, unten ein silbernes Widderhorn. Die Brüder Johann, Heinrich, Günther und Friedrich von Salza hatten die Herrschaft Salza mit der Stadt Langensalza und der Dryburg wegen Erbstreitigkeiten ab 1342 teils (1/4) an den Mainzer Kurfürsten Heinrich von Virneburg, teils (3/4) an den Landgrafen von Thüringen, Friedrich II. den Ernsthaften, verkauft und verlegten ihren Sitz in der Mitte des 14. Jh. nach Ufhoven und Döllstädt. In der Thüringer Grafenfehde (1342-1346) eroberte der Landgraf von Thüringen Stadt und Burg. Danach einigte man sich auf gemeinsame Verwaltung und gemeinsamen Besitz von Dryburg und Stadt. 1387 schied Kurmainz aus dem Kondominium aus; die Herrschaft Salza mit Burg und Stadt war fortan ganz Besitz der Wettiner. Nach der Teilung 1485 kam das Amt Salza an die albertinische Linie der sächsischen Herzöge, 1657 an die Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels, 1746 wieder an die kursächsische Hauptlinie. 1815 kam das Gebiet an Preußen. Mit dem Erlöschen der Herren von Salza 1409 fielen die letzten Güter der Familie an die Grafen von Gleichen. Die Abgrenzung zu den noch existierenden Herren von Salza/Saltza, eine andere Familie des Namens, ist durch eine am 17.3.1540 urkundlich durch Kaiser Karl V. bestätigte Erbverbrüderung aller Familien und Linien dieses Namens in Thüringen, im Baltikum, in Schweden, in Rußland und in der Oberlausitz hinfällig; bei dieser Erbverbrüderung wurde auch ein gänzlich anderes Wappen für das neu definierte Gesamtgeschlecht genommen, geviert, Feld 1 und 4: in Rot eine silberne Lilie, Feld 2 und 3: in Silber zwei nach außen gekrümmte goldene Angelhaken Rücken an Rücken. Zwei gekrönte Helme: Helm 1 (rechts): zu rot-silbernen Decken eine silberne Lilie, Helm 2 (links): zu rot-goldenen Decken die zwei goldenen Angelhaken, dazwischen drei Straußenfedern, eine goldene zwischen zwei roten (alter Siebmacher, Siebmacher Band: Pr Seite: 343 Tafel: 397 und Band: Sa Seite: 45 Tafel: 51). Solche kaiserlichen "Zwangsvereinigungen" von Familien gleichen Namens kamen leider vor. Daß man sich hier am Schloß Friedenstein für das Ammonshorn entschied, zeigt die Anknüpfung an die 1409 erloschene Familie. Die Stadtführergilde von Bad Langensalza hat bereits für die Restaurierung und Farbfassung dieses Steines gespendet.

Renovierungsbemühungen

Die Restaurierung aller vorhandenen Wappen ist eine Mammutaufgabe. Pro Wappen sind ca. 500-2500 &euro Wiederherstellungskosten zu kalkulieren, je nachdem, ob ein Anstrich ausreicht oder ob Schriften oder ganze Teile ergänzt werden müssen. Auch müssen Fehler vergangener Renovierungen ggf. korrigiert werden. Im Jahr 1999 begann die Kulturstiftung Gotha mit der Renovierung von neun Wappen im Schloßhof, unterstützt mit einer Fördersumme von 51129 &euro. Es handelte sich um die Wappen der Regalien ("Bannschild"), Markgrafschaft Landsberg, Herzogtum Jülich, Herzogtum Sachsen, Herrschaft Rosenburg, Grafschaft Gleisberg, Herrschaft Plauen, Grafschaft Orlamünde und Grafschaft Gleichen. Diese sind teilweise mittlerweile wegen verblichener Farben schon wieder renovierungsbedürftig und auch teilweise bereits wieder aufgefrischt worden. Der Freundeskreis Kunstsammlungen beteiligte sich bisher an der Finanzierung von 6 Renovierungen und vermittelt einzelne Renovierungen an Sponsoren. JenaKultur übernahm z. B. 2014 die Restaurierungskosten von 2500,- &euro für die Wappen der Burggrafschaft Kirchberg und der Herrschaft Lobdeburg. Helene und Klaus Kleinsteuber aus Gotha finanzierten 2012 die Restaurierung des Wappens des Herzogtums Jülich, ausgeführt von den Steinrestauratoren Stephan Keilwerth aus Gotha und Frank Emig aus Wechmar. Ebenfalls 2012 wurde das Wappen der Herrschaft Eisenberg renoviert, auf Eigeninitiative von Vergoldermeister Christian Seiler und Restaurator Heiko Heise, beide aus Eisenberg, mit Spenden von Landkreis, Stadt und Stadtwerken sowie Privatpersonen. Dr. Wulf Haack finanzierte 2010 die Restaurierung des Wappens für die Herrschaft Apolda. Der Verein für Stadtgeschichte Gotha spendete 2016 die Renovierung des Wappens der Landgrafschaft Thüringen; der Steinmetz Frank Ehmig, selbst Vereinsmitglied, trug seine Arbeit als Spende bei, und die Farbfassung stellte Stephan Keilwerth her. Auch Lottomittel konnten für die Renovierung der Wappensteine gewonnen werden. All diesen engagierten Personen ist die Wiederherstellung zu verdanken, und es gibt noch viel zu tun! Wer Interesse hat, kann in der Photosammlung am besten selbst sehen, wo dringendster Handlungsbedarf besteht - Kontakt über die Schloßverwalterin, Frau Sandra Seeber, oder über den Freundeskreis Kunstsammlungen.

 

Abb. links: Wappen der gefürsteten Grafschaft Henneberg im September 2016, Abb. rechts: das gleiche Wappen im September 2018, ganz frisch restauriert. Der Freundeskreis Kunstsammlungen sowie Brigitte Pohl, Restauratorin für Porzellan bei der Stiftung Schloß Friedenstein, und Matthias Pohl finanzierten die Renovierung. Das verlorengegangene Oberteil des Kleinods wurde von der Restauratorin Andrea Neid aus Elleben (Ilm-Kreis) ergänzt. Die Farbfassung erfolgte durch Michael Bruckschlegel. Die Kosten beliefen sich für dieses Wappen auf 2933,35 &euro.

 

Abb. links: Wappen für die Regalien ("Bannschild") im September 2016, Abb. rechts: das gleiche Wappen im September 2018. Die linke Alt-Fassung war bereits 1999 von der Kulturstiftung Gotha restauriert worden, doch der Anstrich war mittlerweile schon wieder erneuerungsbedürftig geworden.

 

Abb. links: Wappen für die Herrschaft Pleißen im September 2016, Abb. rechts: das gleiche Wappen im September 2018, gerade ganz neu angestrichen. Das Jenaer Ehepaar Irene und Gerd Hantsche finanzierte die Wiederherstellung durch den Restaurator Michael Bruckschlegel. Die Kosten beliefen sich für dieses Wappen auf 2250 &euro.

Spolie im Lapidarium in der Südgalerie

In der Südgalerie lagern etliche Fundstücke von Figuren, Reliefs oder anderen behauenen Steinelementen in Form eines Lapidariums, und alles wartet auf Zuordnung, Konservierung und ggf. Verwendung, aber wenigstens vor Witterung geschützt. Unter diesen Fragmenten befindet sich auch dieser Wappenstein unbekannter Herkunft. Die barocke Kartusche wird von zwei nur teilweise erhaltenen, gestürzten Delphinen flankiert. Es handelt sich aufgrund des Fehlens der Kurschwerter um ein Wappen der ernestinischen Linie Sachsen-Gotha-Altenburg aus der Zeit mindestens nach 1631, es ist zweimal gespalten und fünfmal geteilt, und die meisten Komponenten wurden bereits als Einzelwappen an den Arkaden besprochen.

In genau gleicher Anordnung ist dieses Wappen an Schloß Friedrichsthal im Giebel zu sehen. Ein Wappen mit der gleichen Kombination von Inhalten, aber in leicht unterschiedlicher Anordnung, ist am barocken Triumphbogen des Altenburger Schlosses zu sehen, dort in Farbe.

Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung auf Google Maps: https://www.google.de/maps/dir///@50.9454946,10.7041868,17.25z - https://www.google.de/maps/dir///@50.9457551,10.7043907,192m/data=!3m1!1e3
Johann Heinrich von Falckenstein: Thüringische Chronicka, Erfurt 1738,
https://books.google.de/books?id=92RdAAAAcAAJ
Beschreibung des früheren Bestandes der Wappen: Georg Rathgeber: Beschreibung des Herzoglichen Museums zu Gotha, Gotha 1835,
https://books.google.de/books?id=KtlWAAAAcAAJ - https://books.google.de/books?id=myZkAAAAcAAJ S. 329
Etliche Wappen sind im Sächsischen Stammbuch:
http://digital.slub-dresden.de/fileadmin/data/280736444/280736444_tif/jpegs/280736444.pdf S. 16-17
Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder - die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C. H. Beck Verlag München 7. Auflage 2007, ISBN 978-3-406-54986-1
Prof. Herbert Stoyan, Adel-digital, WW-Person auf CD, 10. Auflage 2007, Degener Verlag ISBN 978-3-7686-2515-9
Hugo Gerard Ströhl, Deutsche Wappenrolle, Reprint von 1897, Komet Verlag Köln, ISBN 3-89836-545-X
Die Herrscher Sachsens: Markgrafen, Kurfürsten, Könige 1089-1918. Hrsg. von Frank-Lothar Kroll. Becksche Reihe, Verlag C. H. Beck 2007, ISBN 978-3-406-54773-7.
Joachim Menzhausen: Kulturgeschichte Sachsens, Edition Leipzig 2007, ISBN 978-3-361-00628-7
Burg Arnshaugk:
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Arnshaugk
von Beichlingen: https://de.wikipedia.org/wiki/Beichlingen_(Adelsgeschlecht)
Grafschaft Beichlingen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Beichlingen
Ort Beichlingen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Beichlingen
Schloß Beichlingen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Beichlingen
Grafen von Orlamünde:
https://de.wikipedia.org/wiki/Orlam%C3%BCnde_(Adelsgeschlecht) - https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_der_Grafen_von_Orlam%C3%BCnde
Grafschaft Weimar-Orlamünde:
https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Weimar-Orlam%C3%BCnde
Victor Lommer: Das Wappen der Grafen von Orlamünde und ihrer Städte Orlamünde, Weimar und Magdala, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichts- und Altertumskunde zu Kahla und Roda, 2. Band, Kahla 1884, S. 416-420
https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00271435
Rudolf Endres: Gafen v. Orlamünde, in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, S. 591 -
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Mansfeld:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mansfeld_(Adelsgeschlecht)
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http://www.harz-saale.de/wordpress/die-grafen-von-mansfeld-und-ihre-herrschaft/
Herren von Querfurt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Querfurt_(Adelsgeschlecht)
Burggrafen von Kirchberg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Burggrafen_von_Kirchberg
Burggrafen von Kirchberg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_von_Kirchberg
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https://www.regionalgeschichte.net/westerwald/staedte-doerfer/orte-h/hachenburg/einzelaspekte/.....gruft-der-burggrafen-489.html
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Burgruine Kirchberg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hausberg_(Jena)#Burg_Kirchberg
Reinsberg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bieberstein_(Reinsberg)
von Biberstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bieberstein_(Adelsgeschlecht)
Burg Bieberstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bieberstein_(Sachsen)
Amt Tautenburg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Tautenburg
Tautenburg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tautenburg
Tautenburg:
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Tautenburg:
https://thueringenwiki.de/index.php?title=Tautenburg
Dryburg:
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G. und H. Schütz: Chronik der Stadt Langensalza und der umliegenden Orte, Deutsches Druck- und Versandthaus Langensalza 1900, S. 267-270
Amt Langensalza:
https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Langensalza
Herren von Salza:
http://saebi.isgv.de/biografie/Salza_(Adelsgeschlecht)
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https://schlossarchiv.de/herren/s/SA/Salza.htm
Herren von Salza:
https://de.wikipedia.org/wiki/Salza_(Adelsgeschlecht)
verschiedene Pressemitteilungen zu Restaurierungserfolgen:
https://gotha.tlz.de/web/badsalzungen/startseite/detail/-/specific/Arkaden-im-Friedensteiner-Schloss-glaenzen-mit-zwei-restaurierten-Wappen-651957155 - https://www.thueringerschloesser.de/en/service/presse/archiv/details.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=89&cHash=ad22ef5e83ce19a5142a81ad43bdc7ca - https://gotha.thueringer-allgemeine.de/web/gotha/startseite/detail/-/specific/Apoldaer-Wappen-an-Schloss-Friedenstein-renoviert-520501329 - https://gotha.thueringer-allgemeine.de/web/gotha/startseite/detail/-/specific/Arkaden-im-Friedensteiner-Schloss-glaenzen-mit-zwei-restaurierten-Wappen-651957155 - http://stadtgeschichte-gotha.de/2016/09/13/thueringer-wappen-wie-neu-verein-fuer-stadtgeschichte-gotha-trug-geld-fuer-die-sanierung-zusammen/ - https://gotha.thueringer-allgemeine.de/web/gotha/startseite/detail/-/specific/Schloss-Friedenstein-liess-mittelalterliche-Wappen-restaurieren-1772713409 - https://gotha.otz.de/web/gotha/startseite/detail/-/specific/Eisenberger-Amtswappen-zurueck-in-Gotha-1660869083
P. Lehfeldt: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft VIII, Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha: Landrathsamtsbezirk Gotha: Amtsgerichtsbezirk Gotha, Jena 1891, S. 66-84
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN632582782/1/LOG_0003/
Roland Krischke, Heiko Laß, Helmut-Eberhard Paulus und Catrin Seidel: Schloß Friedenstein mit Herzoglichem Park Gotha, amtlicher Führer, hrsg. von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Deutscher Kunstverlag, Berlin und München, 3. Auflage 2014, ISBN 978-3-422-02390-1
Heiko Laß: Schloß Friedenstein mit Park in Gotha, in: Höfische Kostbarkeiten in Thüringen, historische Anlagen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, hrsg. von Helmut-Eberhard Paulus, mit Beiträgen von Heiko Laß, Helmut-Eberhard Paulus und Stefan Winghart, Große Kunstführer der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Band 3, Schnell & Steiner Verlag, Regensburg 2007, ISBN 978-3-7954-1840-3, S. 87-100
Klaus Neuenfeld: Streifzüge durch Thüringer Residenzen: Ludowinger - Ernestiner - Henneberger - Reußen - Schwarzburger, 344 S., Verlag: Beier & Beran, 1. Auflage 2012, ISBN-10: 3941171704, ISBN-13: 978-3941171701, S. 119-122
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Udo Hopf für wertvolle Hinweise zu den einzelnen Wappen
Udo Hopf: Serie "Wappen im Schloßhof" in der Thüringischen Landeszeitung TLZ, Folge 1-56, insbesondere die Folgen 23, 53, 19, 42, 41, 22, 45, 20, 39, 55, 26 und 44.

Schloß Friedenstein, Teil 1: Spolien von Schloß Grimmenstein - Schloß Friedenstein, Teil 2:Hofarkaden des Westflügels - Schloß Friedenstein, Teil 3: Hofarkaden des Nordflügels - Schloß Friedenstein, Teil 4: Hofarkaden des Ostflügels - Schloß Friedenstein, Teil 6: der Altan im Nordosteck des Hofes - Schloß Friedrichsthal - Rathaus

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