Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 2600
Stadt Weitra (Waldviertel, Niederösterreich)

Schloß Weitra

Schloß Weitra steht am südlichen Rand der von Norden nach Süden am Hang ansteigenden Altstadt auf einem Granitfelsen jenseits des Hofgrabens und oberhalb des Felsabbruches zum Weidenbach. Der wuchtige, vorne dreigeschossige, hinten fünfgeschossige Renaissance-Komplex bildet ein schräg auf den Verlauf der Befestigungsmauer gesetztes Rechteck von 84 m Breite und 40 m Tiefe. Der Zugang erfolgt von Norden her, wo in der Mitte der Längsseite ein Turm über dem Portal errichtet ist. Der Durchgang führt in einen Innenhof von 34 m Breite und 21 m Tiefe. In der Mitte des Hofes steht ein achtseitiger Renaissancebrunnen. Dieser an den Schmalseiten von dreistöckigen Arkaden gesäumte Hof wird heute von vier riesigen modernen Plastikschirmen überdacht. Die nach Westsüdwesten und Ostnordosten gerichteten Schmalseiten des Schlosses besitzen je vier Zwerchgiebel. Die Schmalseiten des Innenhofes besitzen je zwei Zwerchhäuser mit geschweiften Giebeln über den Arkadengängen. Strukturell besteht die Dachlandschaft also aus vier parallelen, hintereinander gestaffelten Dächern, von denen die äußeren durchgehen und die beiden inneren für den Innenhof unterbrochen werden, mit jeweils Gräben zwischen den einzelnen Dachabschnitten. Der stadtseitig mittig stehende, 35 m hohe Turm bekam seinen reduzierten Abschluß mit Balustrade nach einem Brand im Jahre 1747, bei dem der Zwiebelhelm verlorenging. Die geschweiften Volutengiebel sind ebenfalls eine nach Dachbränden in den Jahren 1747 und 1757 vollzogene bauliche Anpassung an den Zeitgeschmack, so bauchig hätte man sie nie in der Renaissance ausgeformt. Im Osten des Schlosses ist innerhalb der ehemaligen Befestigungen ein Bastei-Garten angelegt, jenseits desselben liegen Wirtschaftsgebäude und Meierhof. Der Wirtschaftskomplex besitzt stadt- und feldseitig Toranlagen. Die vielen, nicht besonders verteidigungstechnisch sinnvoll angebrachten Zinnen und Schießscharten der Vorwerke dienen nur bedingt der Verteidigung, weit mehr haben sie repräsentative Funktion. Vom Schloßkomplex mit seinen Vorwerken gingen beiderseits die die Altstadt umfassenden Stadtmauern aus, die noch teilweise erhalten sind.

Ein bauzeitlicher Wappenstein ist im Innenhof angebracht, welcher der Familie Rumpf von Wulroß (auch: zum Wielross) zuzuordnen ist. Der Schild ist geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Gold ein roter sechszackiger Stern (Stammwappen Rumpf), Feld 2 und 3: silbern-rot im Kleeblattschnitt hier schräglinksgeteilt (ausgestorbenes Geschlecht Kletzl), Herzschild: in Silber ein schwarzer Stier mit goldenen Hörnern. Dazu werden drei gekrönte Helme geführt: Helm 1 (Mitte): zu schwarz-silbernen Decken ein wachsender schwarzer Stier mit goldenen Hörnern, Helm 2 (rechts): zu rot-goldenen Decken ein goldener Flug, jeder Flügel mit einem roten Stern belegt, Helm 3 (links): zu rot-silbernen Decken ein wachsender schwarzer und rotgezungter Bär mit silbernem Halsband, eine goldene Lanze mit silberner Spitze und roter Quaste haltend. Das entspricht dem zu Prag ausgefertigten Diplom vom 1.8.1578 für Wolf Rumpf zum Wielross, kaiserlicher Oberstkämmerer.

Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: FstA Seite: 232 Tafel: 298. Dort gibt es zwei Abweichungen beim freiherrlichen Wappen von 1578: 1.) Feld 2 und 3 haben im Siebmacher eine Schrägrechtsteilung, auf dem Stein im Schloß jedoch eine Schräglinksteilung. 2.) im Siebmacher hat der Stern sieben Zacken, am Schloß nur sechs. Zur Entwicklung des Wappens: Zuvor gab es ein Diplom vom 9.6.1526, darin fehlten der Herzschild und Helm 1. In diesem zu Speyer ausgefertigten Dokument für Martin Rumpf wird die Wappenvereinigung mit dem der erloschenen von Kletzl (auch: Kreuczl) vollzogen. Als nächstes folgt das Diplom von 1578 mit Wappenbesserung (Herzschild und dritter Helm) wie oben beschrieben, als der Begünstigte in den Freiherrnstand erhoben wurde. Am 14.6.1731 erhielt Franz Ignaz Freiherr von Rumpf, kaiserlicher Oberst, zu Wien den Titel eines mailändischen Grafen (Conte).

Exkurs 1: Das Wappen der Freiherren von Rumpf ging an die von Rosenberg und wurde anläßlich deren Grafenstandserhebung 1648 in deren vermehrtes Wappen aufgenommen. Die letzte Familienangehörige der von Rumpf war die Mutter der Großmutter des Johann Andreas Graf von Rosenberg (7.9.1600-14.1.1667), der am 2.8.1633 den Freiherrenstand und  am 8.10.1648 in den Grafenstand erhoben war. In das Rosenberg-Wappen kamen dabei die Felder Rumpf und Kletzl als Felder 3 und 4 im gevierten Wappen mit Herzschild Rosenberg hinzu, ebenso die Kleinode auf Position 4 und 5 von insgesamt 5 Helmen.

Exkurs 2: Es gab ein weiteres Diplom vom 26./28.3.1708 mit substantiellen Abweichungen, aber für eine andere Familie des gleichen Namens: Heinrich Wilhelm Rumpf, kaiserlicher Resident am schwedischen Hof zu Stockholm, bekam damals eine Adelsbestätigung mit dem Prädikat "von" und einer verwursteten Version des freiherrlichen Wappens von 1526: Die Farben von Feld 1 und 4 sind invertiert, der Stern nur fünfzackig, die Farben von Feld 2 und 3 sind auf golden-schwarz gewechselt, und es gibt nur einen Helm mit dem wachsenden Stier zu komplett rot-goldenen Decken. Daran stimmt eigentlich nichts mit dem echten Rumpf-Wappen überein, weder die Inhalte noch die Familienzugehörigkeit.

Dieser Wappenstein steht also für Wolf bzw. mit vollständigem Namen Wolfgang Siegmund Rumpf von Wulroß bzw. zum Wielross (1536-1606), den Sohn von Wilhelm Rumpf von Wulroß. Die aus Kärnten stammende Familie war erst im 15. Jh. in den Ritteradel aufgestiegen, aber Wolf Rumpf sollte den größten Aufstieg überhaupt in der Familie schaffen, aber auch einen jähen Fall. Er begann seine Karriere als Gesandter in Spanien und Portugal, als er die beiden am spanischen Hof weilenden Habsburger-Sprößlinge, die Brüder Rudolf und Ernst, begleitete. Im Kielwasser von Rudolf, dessen Mutter Maria von Spanien war, machte Wolf Rumpf Karriere: Als jener als Rudolf II. den Thron bestiegen hatte, wurde Wolf Rumpf Geheimer Rat und Obersthofkämmerer. In seine Zuständigkeiten fielen die Verwaltung der kaiserlichen Sammlungen und Privatangelegenheiten, die Verleihung von Titeln und Wappen sowie Petitionen, Eingaben und Gnadengesuche. 1591 wurde er Obersthofmeister, verlor das Amt aber wieder, erhielt es jedoch 1594 zurück. Damit stand er de facto an der Spitze des ganzen Hofes und war einer der mächtigsten Männer im Staate und einer der engsten Vertrauten des Kaisers.

Kaiser Rudolph II. (1552-1612, regierte 1576-1612 als Kaiser) hatte 1582 seinem Vertrauten die Herrschaft Weitra geschenkt, mit Nachlaß von 40 000 fl. Gnadengeldern, die darauf verschrieben waren. Weitra gehörte einst den Kuenringern, wurde aber von Kaiser Rudolf I. nach einer Adelsrevolte eingezogen, später aber wieder von seinen Söhnen an die Kuenringer als Lehen vergeben. Zeitweise hatten die Habsburger die Herrschaft Weitra auch verpfändet. Dort stand eine von Hadmar II. von Kuenring gegründete Burg, die in den Hussitenkriegen einiges abbekommen hatte, aber von Baumeister Hans Saphoy wiederhergestellt worden war. Aber die reparierte Burg paßte einfach nicht mehr in die Zeit und konnte dem gestiegenen Repräsentationsbedürfnis nicht mehr entsprechen. Wolf Rumpf ließ 1590-1606 von dem italienischen Architekten und Festungsbaumeister Pietro Ferrabosco das Renaissance-Schloß in regelmäßigen, symmetrischen Formen auf rechteckigem Grundriß erbauen. Die eigentliche Bauleitung vor Ort führte der aus Flandern stammende Baumeister Anton de Moys durch, welcher durch den Neubau des Linzer Schlosses bekannt ist. Es sind keine Reste des Burgbaus des 13. Jh. mehr zu erkennen. Weitra lag zwar abgelegen im Waldviertel, war aber eine der reichsten Herrschaften der Region. Als mächtigster Mann im Hofstaat konnte er seinen Besitz durch Hinzuerwerb der Herrschaften Hirschberg, Haßlau, Gräfenschlag und Kaltenbach arrondieren.

Kaiser Rudolph II. war als Herrscher nicht ganz einfach. Er war psychisch labil, schwach und in seinen letzten Jahren de facto nicht regierungsfähig. Depressionen, Wirklichkeitsflucht, Agoraphobie und Verfolgungswahn prägten seine Beziehungen zur Außenwelt immer mehr, von der er sich mehr und mehr zurückzog. Gegen 1598 verschlimmerten sich seine Psychosen, vermutlich kam zu den Depressionen noch eine Form von Schizophrenie. Nur Wolf Rumpf hatte noch Zugang zum Kaiser, wenn er wieder eine psychotische Phase durchlebte. Aber irgendwann wurde Rudolph so mißtrauisch selbst gegen seine engsten Mitarbeiter, daß selbst sein Jugendfreund nicht davon ausgenommen blieb, sondern immer wieder mit haltlosen Vorwürfen und Verdächtigungen überschüttet wurde. Es wurde so schlimm, daß Wolf Rumpf 1599 selbst um seine Entlassung bat. Er wurde zunächst als Oberstkämmerer, 1600 auch von all seinen anderen Ämtern enthoben und mußte auf kaiserliche Weisung Prag verlassen. Wolf Rumpf ist in Wien in der Augustinerkirche begraben.

Wie es mit der Herrschaft und dem Schloß Weitra weiterging, verrät uns das Wappen über dem Eingangsportal: Wolf Rumpf hatte in erster Ehe kinderlos geheiratet (Name unbekannt), danach in zweiter Ehe Anna Maria Gräfin Arco (ebenfalls kinderlos). Sie wurde von ihm testamentarisch zur Alleinerbin bestimmt. Anna Maria heiratete nach dem Tod ihres Mannes wiederum zum zweiten Mal, Friedrich IV. von Fürstenberg-Heiligenberg (9.5.1563-8.8.1617), für den es auch wiederum die zweite Ehe war, denn jener war zuerst mit Elisabeth von Sulz verheiratet, der Tochter des Grafen Alwig von Sulz. Friedrich IV. von Fürstenberg-Heiligenberg war der Sohn von Joachim von Fürstenberg-Heiligenberg (25.1.1538-21.10.1598) und Gräfin Anna von Zimmern (1545-1602). Im schenkte Maria Anna am 28.8.1607 ihr Erbe, die Stadt, die Herrschaft und das Schloß. Sie selbst verstarb am 7.9.1607. Da Maria Annas zweite Ehe nur kurz und kinderlos war, ging der Besitz an ihre Stiefkinder aus Friedrichs erster Ehe, die Grafen Wilhelm, Egon VIII. und Jakob-Ludwig von Fürstenberg.

Der Hauptzugang in der Mitte der Nordfront ist eine repräsentative Toranlage mit Fahrtor in der Mitte und mit flankierenden Nebenpforten (heute verschlossen). Die bis auf das moderne Wappen schmucklose Torblende ist kraftvoll rustiziert. Die Rollen der ehemals vorhandenen Zugbrücke sind noch in ihren Schlitzen zu erkennen. Übrigens gibt es aus repräsentativen Gründen im Süden eine analoge Toranlage - das Tor endet jedoch in neun Meter Höhe und ist funktionslos. Die südliche Toranlage wurde nur aus Gründen der architektonischen und konzeptionellen Symmetrie errichtet.

Das Wappen des seit 1664 reichsfürstlichen Hauses Fürstenberg über dem stadtseitigen Haupteingang des Schlosses zeigt innerhalb eines silbern-blauen Wolkenbordes (BIumeneck) in Gold einen roten, blau bewehrten Adler (Familienwappen Fürstenberg), belegt mit einem gevierten Herzschild, Feld 1 und 4: in Rot eine silberne Kirchenfahne mit drei Hängeln (Grafschaft Werdenberg), Feld 2 und 3: in Silber ein schrägrechter schwarzer Stufenbalken (Grafschaft Heiligenberg). Um den Schild ist die Collane des Ordens vom Goldenen Vlies gelegt. Das Ganze wird umgeben von einem aus einem Fürstenhut herabfallenden, beiderseits hochgerafften, außen roten und mit goldenen Fransen versehenen, innen mit Hermelin gefütterten Wappenmantel.

Träger des Ordens vom Goldenen Vlies waren seit 1617 Wratislaus I. Graf von Fürstenberg (31.1.1584-10.7.1631), seit 1721 Froben Ferdinand Maria, gefürsteter Landgraf zu Fürstenberg (6.8.1664-4.4.1741), seit 1739 Joseph Wilhelm Ernst, Fürst zu Fürstenberg (13.4.1699-29.4.1762) aus der Stühlinger Linie, seit 1767 Karl Borromäus Egon I. Prinz zu Fürstenberg (7.5.1729-11.7.1787), seit 1803 Joachim Egon, Landgraf zu Fürstenberg-Weitra (22.12.1749-26.1.1828), seit 1836 Karl Egon II., 5. Fürst zu Fürstenberg (28.10.1796-22.10.1854), seit 1852 Friedrich Karl Johann Nepomuk Egon, Landgraf zu Fürstenberg-Weitra (26.1.1774-4.2.1856), seit 1865 Karl Egon III., 6. Fürst zu Fürstenberg (4.3.1820-15.3.1892), seit 1867 Maximilian Egon I., Fürst zu Fürstenberg (29.3.1822-27.7.1873, Sekundogeniturlinie), seit 1869 Johann Nepomuk Joachim Egon, Landgraf zu Fürstenberg-Weitra (21.3.1802-10.1.1879), seit 1892 Emil Egon, Prinz zu Fürstenberg (12.9.1825-15.5.1899), seit 1900 Maximilian Egon II., Fürst zu Fürstenberg (13.10.1863-11.8.1941), seit 1920 Karl Emil, Prinz zu Fürstenberg (16.2.1867-21.2.1945), und seit 1974 Joachim Egon, 10. Fürst zu Fürstenberg (28.6.1923-9.7.2002). Dazu kommen noch mehrere Familienmitglieder aus der Zeit, bevor Weitra an die Fürstenberger kam.

Ein weiteres Fürstenberg-Wappen ist oberhalb des Tores zum Wirtschaftshof angebracht, dessen Zinnen von wildem Wein überrankt werden. Inhaltlich ist das Wappen identisch mit dem über dem Haupttor, nur die Farben sind von der Sonne ausgeblichen. Auch dort ist die Ordenskette des Ordens vom Goldenen Vlies angebracht.

Ein drittes Fürstenberg-Wappen ist über der durch die Wirtschaftsgebäude hindurchführenden Tordurchfahrt auf der Außenseite angebracht. Es ist älter als die beiden zuvor beschriebenen, in Stein gehauen und nicht farbig gefaßt. Eine Kartusche mit Rocaille-Ornamenten und einer Krone als oberem Abschluß ist mit einem Vollwappen mit drei Helmen belegt. Der Schildinhalt ist identisch mit den obigen Angaben. Helm 1 (Mitte): auf einem roten, golden bequasteten Kissen ein silberner Fellballen (Fellkugel, Pelzüberzogene Kugel, Pelzkugel, Pelzballen, Stammkleinod), Helm 2 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken eine rote, verzierte Inful (Grafschaft Werdenberg), Helm 3 (links): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender, silberner und rotgezungter Brackenrumpf, das Ohr mit einem schwarzen, schrägrechten Zickzackbalken oder Stufenbalken belegt. Prunkstücke und Orden fehlen hier.

 

Die beschriebenen drei Kleinode lassen sich erheblich besser an einer gemalten Darstellung im Innenhof des Wirtschaftsbereiches nachvollziehen, genau gegenüber jenseits der Durchfahrt auf der Nordseite des Gebäudes, wo rechts daneben der Eingang zur "Landgraf Fürstenberg'schen Forst- und Güter-Direction" liegt. Als Schildhalter dienen zwei auf einer Konsole stehende, grün-rot gekleidete Engel mit goldenen Palmzweigen in den Händen. Ein Wappenmantel ergänzt die Prunkstücke.

Das Schloß mußte sich im Dreißigjährigen Krieg bewähren, es widerstand mit seinen Befestigungen und seiner Artillerie. Zunächst war das Schloß in Besitz der Linie Fürstenberg-Heiligenberg. Als diese 1716 erlosch, kam der Besitz in Weitra 1744 an Landgraf Ludwig von Fürstenberg (-1759) aus der Stühlinger Linie, welcher die Linie der Landgrafen von Fürstenberg-Weitra begründete. Sein älterer Bruder war Fürsten Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg-Stühlingen (13.4.1699-29.4.1762), der 5. regierende Fürst des Hauses. Die Landgräfliche Linie Fürstenberg-Weitra war zunächst eine 1755 gegründete Subsidiallinie. 1759 spaltete sich die Linie zu Weitra in eine zu Weitra und eine zu Taikowitz.

Gegenwärtiger Besitzer ist Johannes Eduard Egon Prinz zu Fürstenberg (15.4.1958-) aus der schwäbischen Hauptlinie, der jüngste Sohn von Fürst Joachim Egon, 10. Fürst zu Fürstenberg (28.6.1923-9.7.2002). Prinz Johannes wurde mit drei Jahren 1961 von seinem kinderlosen Großonkel in Weitra adoptiert. Nach Studien in Forstwirtschaft übernahm Prinz Johannes 1978 Schloß und Gut. Seit 1755 ist die Linie in Weitra mit dem zusätzlichen Titel eines Landgrafen versehen. Prinz Johannes, vermählt mit Stephanie Heiden und Vater dreier Kinder, machte das Schloß, das nach 1945 durch sowjetische Besatzungstruppen völlig verwüstet und ausgeplündert worden war, nach der 1994 im Rahmen der hier stattfindenden Landesausstellung erfolgten Renovierung der Öffentlichkeit sowohl als Museum als auch für kultureller Veranstaltungen wie dem Schloß-Weitra-Festival im Innenhof oder dem Garnisonsball zugänglich.

Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung auf Google Maps: https://www.google.de/maps/@48.6993692,14.8938703,19z - https://www.google.de/maps/@48.6993692,14.8938703,174m/data=!3m1!1e3
Informationstafel am Schloß
Liste der Baudenkmäler in Weitra:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgeschützten_Objekte_in_Weitra
Siebmachers Wappenbücher wie angegeben
Schloß Weitra auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weitra
Schloß Weitra:
http://www.schloss-weitra.at/page.asp/1271.htm
Schloß Weitra auf NÖ-Burgen:
http://noeburgen.imareal.sbg.ac.at/result/burgid/2355
Schloß Weitra auf Ebidat:
http://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=1931
Schloß Weitra auf Burgen Austria:
http://www.burgen-austria.com/archive.php?id=547
Schloß Weitra im Austria-Forum:
https://austria-forum.org/af/Heimatlexikon/Schloss_Weitra
Wehrbauten in Österreich:
http://www.wehrbauten.at/noe/niederoesterreich.html?/noe/weitra_b/weitra.html
Wolf Rumpf auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Rumpf
Felix Stieve: Wolfgang Siegmund Rumpf zum Wülroß, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 29, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 668 f.  
https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Rumpf,_Wolfgang_Siegmund
Kaiser Rudolf II.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_II._(HRR)
Träger des Ordens vom Goldenen Vlies:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ritter_des_Ordens_vom_Goldenen_Vlies
Webseite des Hauses Fürstenberg:
https://haus-fuerstenberg.de/
das Haus Fürstenberg:
http://www.schloss-weitra.at/page.asp/1272.htm
Burgen, Stifte und Schlösser des Waldviertels,Geschichte, Kultur, Wanderziele, Gastronomie, hrsg. v. ARGE Burgen, Stifte und Schlösser des Waldviertels, St. Pölten und Wien 1994, II, S. 100 ff.
Georg Clam-Martinic, Österreichisches Burgenlexikon. Linz 1992, S. 207
Erwein H. Eltz, Wolfgang Katzenschlager, Arno Strohmeyer (Hrsg.): Schloß Weitra, Artstetten 1996
Walter Pongratz, Gerhard Seebach: Burgen und Schlösser Litschau - Zwettl - Ottenschlag - Weitra, Niederösterreichs Burgen und Schlösser III/1 (Birken-Reihe), Wien 1971, S. 49 ff.

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