Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 2863
Schluderns / Sluderno (Italien, Region Trentino-Südtirol, Vinschgau)

Die Churburg - Krone des Vinschgaus

Die Churburg (Castel Coira) ist eine imposante Burganlage im Südosten des Ortes Schluderns im Vinschgau, ca. 150 m vom Ortsrand entfernt am Berghang erbaut und ringsum von Obstbaumplantagen umgeben. Die Burg vom Typ einer Höhen- bzw. Hangburg, eine der bedeutendsten Burg- und Schloßanlagen in Südtirol und auch eine der meistbesuchten, besteht aus einer inneren Baugruppe, die einen rechteckigen Loggienhof einschließt und im Osten davon den Bergfried ummantelt, und einem um diese Kernbaugruppe ganz herumführenden äußeren Burghof bzw. Zwinger mit Türmen und teilweise vorhandener randständiger Bebauung im Bereich des äußeren Burghofes. Von Westen her kommend, teilt sich der Zugangsweg, einer führt weit gesetzte Stufen hinauf zum Vorderen Torturm, der andere Weg führt entlang der Nordmauer zum Hinteren Tor. Der Besuchereingang ist das Vordere Tor. Über dem Tor ist ein Vollwappen der Trapp zwischen zwei Gerüsteten als Schildhaltern aufgemalt, doch es ist bis zur Unkenntlichkeit gealtert.

Wenn man die Burg durch den Westeingang betritt, gelangt man in den äußeren Burghof, der mit Katzenkopfpflaster ausgelegt ist. Linkerhand ragt ein Standerker von 1518 in den Hof hinein, ein Anbau an den alten Palas aus dem 13. Jh. Etwa auf halber Strecke wird der Hof durch eine Verbindung zur südlichen Außenmauer überbrückt, dort befindet sich das Baumzimmer. Wenige Meter dahinter sichert der Glockenturm die Südflanke. Vom Burghof aus gelangt man zum Verlies und zur Jakobskapelle. Im Osten ist der äußere Burghof randständig bebaut; es folgen im Gegenuhrzeigersinn Nebengebäude wie die Kastellanswohnung, Getreide- und Vorratsspeicher sowie Backstube und Räucherkammer, die Alte Burgkapelle aus romanischer Zeit und dahinter unten die Stallungen (heute Burg-Laden), obendrüber die ehemalige Futterkammer, jetzt die berühmte Rüstkammer, ein Höhepunkt der Besichtigung. Hier bilden ca. 50 Rüstungen sowie Hieb- und Stichwaffen die weltweit größte private Sammlung dieser Art. An dieses Gebäude grenzt im Norden das Hintere Tor. Dort führt der Alte Wehrgang von der Kernburg zur Rüstkammer, und von dort hat man den besten Blick auf den Bergfried und seinen Hocheingang. An der Nord- und Westseite ist der Zwinger schmal und ohne randständige Bebauung, auf seine wehrtechnische Funktion reduziert. Am Nordwesteck sichert ein Dreiviertel-Rundturm ("Thurndl") die Zwingermauern ab. Ein kleiner Durchlaß am Ende des Zwingers führt wieder auf die Innenseite des Vorderen Tors.

Das Zentrum der Kernburg ist der Bergfried; er ist 28 m hoch, besitzt einen quadratischen Grundriß, hat 8,6 m Kantenlänge und 2,3 m Wandstärke. Er ist 5 Stockwerke hoch; der ursprüngliche Eingang liegt in 8,5 m Höhe. Oben gibt es eine vorkragende Wehrplatte (eine einzigartige wehrtechnische Besonderheit in Tirol) mit Schwalbenschwanzzinnen auf der Brüstung. Früher trug er ein Pyramidendach, das wurde aus Brandschutzgründen (Blitzschlaggefahr) 1892 abgetragen. Der Bergfried ist nicht bei der Besichtigung besteigbar. Früher stand der Bergfried einmal frei, aber heute ist er dicht eingebaut in einen Komplex aus kleineren Räumen. Hier liegt im Westen das Archiv, darüber der Matschersaal (auch Ahnensaal) mit der Gemäldegalerie, hauptsächlich Portraits der Vorfahren der Grafenfamilie und Angehörigen zwischen 1600 und 1800, dazu ausgestellte Prunkuniformen der Familie. Im Südwesten befindet sich das Jakobszimmer (ehemals Speisesaal) mit Hausorgel, Bibliothek, reich verzierter Kassettendecke und Wandmalereien, darunter ein Bilderfries zu den vier Jahreszeiten; es handelt sich um einen der schönsten Räume der Burg. Im Süden liegt die Neue Burgkapelle (Jakobskapelle), und im Osten befindet sich der "Hintere Stock" mit dem Verlies. Um diesen Bereich läuft schützend der Alte Wehrgang.

Weiträumiger und wohnlicher ist der westliche Bereich der Kernburg, wo die Räume rings um den Loggienhof angeordnet sind. Dieser Hof bildet das Herzstück der Burg, und alle Epochen, Romanik, Gotik, Renaissance und Barock, haben zusammengewirkt, um hier ein Gesamtkunstwerk entstehen zu lassen, das aus der außen wehrhaften Burg innen ein wunderschönes Wohnschloß macht. Der Arkadengang im ersten Stock mit seinem Gratgewölbe, den Wand- und Deckenmalereien und den Rundbögen (3 an den Schmalseiten, 5 an den Längsseiten) über individuell gearbeiteten und schmuckvoll gestalteten Säulen und Pfeilern aus weißem Marmor ist der künstlerische Höhepunkt dieses Innenhofes. Man kann deutlich die spätgotischen Säulchen der ersten Ausbauphase von den Hermenpilastern der zweiten Ausbauphase unterscheiden. Der untere Bereich der Wände und die Brüstung sind in den Wappenfarben der Trapp rot-weiß schräggestreift bemalt, eine textile Bespannung imitierend. Im oberen Teil sieht man als Motive Äsop'sche Fabeln, Fabelwesen, Narrenbilder, Tiere mit 24 lateinischen Sinnspruchtafeln und die Genealogie der Burgbesitzer mit Wappen, beginnend mit dem mythischen Stammvater Laurentius von Matsch, aus dessen Brust der gemalte Stamm-Baum entspringt. Er ist mit dem Matsch-Colonna-Wappen gekennzeichnet. Die Laibung neben der tiefen Fensternische an der Südwand trägt das Wappen des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinand II. Die Malereien im Arkadengang wurden erst 1908 freigelegt, nachdem sie im 18. Jh. mit Kalk übertüncht worden waren. Die Gewölbekonsolen tragen Medaillons mit Köpfen der antiken Geschichte. Echte Blumenkübel, Geranienkästen und Kletterpflanzen machen den Hof zum Idyll. Im Westen liegt der "Große Stock" mit der Funktion eines Palas (die Räume dort sind Privatbereich der Familie), im Norden liegen im Erdgeschoß die Küche und daneben die Zisterne in einer Arkadennische. Im zweiten Obergeschoß ist der Umgang noch offener, schlanke Säulen tragen ohne Bogenstellungen den horizontalen oberen Abschluß.

Von Südwesten bis Südosten sind weitere Bereiche etwas weiträumiger mit bis zum Burgweg ("Korbergass") reichenden Mauern abgetrennt, dort liegen der Burggarten und der Amorbrunnen. Das Südwesteck erhebt sich in nennenswerter, verteidigungsfähiger Höhe mit Schießscharten über den Weg, ebenso die südliche Abschlußmauer. Ein langrechteckiger ebener Bereich unterhalb der Zwingermauern ist als Turnierplatz abgegrenzt. Isoliert steht in diesem Bereich ein Rondellturm neben dem Treppenweg zur unteren Gartenpforte. Ganz im Süden steht der rechteckige Taubenturm als äußerste bauliche Einrichtung. Auch die Gartenbereiche sind privat und werden nicht geführt. Als vorgeschobenes Vorwerk findet man zwischen der Burg und dem Ort noch den Turm "Pfaffeneck". Dieser gehörte schon zur ursprünglichen Anlage, wurde in der Mitte des 14. Jh. zerstört und vor 1537 wiederaufgebaut. Später fand er eine Verwendung als Pulverturm, schön außerhalb der Burg gelegen, damit die Burg im Falle einer Explosion keinen Schaden nimmt.

 

Nach dieser Beschreibung werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Churburg: Ihren Namen trägt die Burg nach dem Bistum Chur. Den Namen gibt es in vielen Varianten, so wird sie im Laufe des 14. und 15. Jh. als Churberch, Churberc, Kurberg, Churberg, Churburch, Chorberg, Kurburg, Curberg und Curburg bezeichnet, bis sich die Bezeichnung Churburg durchsetzte. Verteidigungstechnisch ist die Stelle in 983 m NN suboptimal, man kann zwar den steilen Hang im Westen nutzen, aber hinter dem Burghügel steigt der Hang weiter an und erlaubt Beschuß von höhergelegenen Stellen aus. Doch so einfach ist es nicht, hier eine bessere Stelle zu finden, und wie man auch an der ebenfalls von den Bischöfen von Chur erbauten (aber späteren), 6,7 km Luftlinie entfernten Fürstenburg sieht, war es den Bischöfen wichtiger, das Tal zu kontrollieren und dafür eine strategisch gute Position zu haben. Und hier in der Nähe der Churburg stoßen zwei Täler aufeinander, denn sie liegt an der Mündung des Matscher Tals ins Etschtal, und so hatten die Bischöfe eine Kontrollmöglichkeit über alle Aktivitäten in den Tälern und in der Ebene zwischen Laatsch und Spondinig. Genauer gesagt, die Bischöfe wollten die Vögte von Matsch kontrollieren. Die hochfreien Herren von Matsch, seßhaft auf den Burgen Ober- und Untermatsch in einem linken Seitental des Obervinschgaus, mit eigenem Gericht in ihrem freien Eigentum im Matscher Tal, und Besitznachfolger der kurz nach 1170 erloschenen Herren von Tarasp (Besitz im Unterengadin, im Obervinschgau, im Münstertal), waren zwar Ministerialen des Bistums Chur und Vögte der Klöster Marienberg und Müstair, aber sie hatten auch eigene Machtbestrebungen, lagen mehrfach in Fehde mit den Bischöfen und ließen keine Gelegenheit ungenutzt, ihre Macht im Vinschgau auszubauen. Nach einer dieser Fehden, die zugunsten des Bischofs Heinrich IV. von Montfort (gest. 1272) ausging, wurde diesem 1253 in einem Schiedsspruch bzw. Vergleich das Recht zugestanden, an einer beliebigen Stelle seiner Wahl zwischen Cleven/Calven und Laatsch eine Burg zu erbauen. Und dieser suchte sich die Stelle aus, wo das Matscher Tal seinen Ausgang nimmt und wo sich der Stammsitz der Vögte von Matsch befand, um die Machtbestrebungen seiner unsicheren Ministerialen einzudämmen: Er baute ihnen die neue Burg quasi als Trutzfeste direkt vor die Nase, wies sie direkt vor dem Stammsitz in ihre Schranken. Diese erste, vermutlich 1254 begonnene Burg bestand aus dem noch existierenden starken Bergfried, der damals aber frei innerhalb der Umfassungsmauer stand, dem 25 m langen und 11 m breiten Palas im Westen mit zwei Stuben, der Nikolauskapelle und einer alles umschließenden Ringmauer von 120 m Länge und ca. 10 m Höhe, und so etwa blieb es bis zum Ende des Mittelalters. Die Dimensionen dieser Burg entsprechen ihrer Stellung als Dynastenburg. Im Jahre 1259 wird die neuerbaute Burg erstmals als "castrum Churberch" erwähnt, als Bischof Heinrich IV. von Montfort am 21. März in ihr eine Urkunde ausstellt.

Doch die Machtverhältnisse im Vinschgau wandelten sich schon wenige Jahre später. Der strategische Schachzug des Churer Bischofs zur Eindämmung der Expansionsgelüste der Vögte von Matsch hatte nur wenige Jahrzehnte Bestand und Bedeutung und wandelte sich dann ins Gegenteil. Mit Skrupellosigkeit und Diplomatie hatte Graf Meinhard II. von Tirol die weltliche Herrschaft in weiten Bereichen des Besitzes der Bistümer Chur, Brixen und Trient an sich gebracht, und so kam auch das Areal der Churburg hälftig in den Besitz des neuen Landesherrn. Tirolisch war die strategisch wichtige Burg Lichtenberg. Glurns wurde gezielt ausgebaut und lief anderen Siedlungen den Rang ab. Der Landesfürst vergab die Churburg als Lehen an - Ironie der Geschichte - die Vögte von Matsch, die so praktisch ihren Besitz arrondieren und eine starke Burg hinzugewinnen konnten. Tatsächlich war die Vergabe der Churburg als Lehen eine Art Kompensation für anderweitig an Tirol verlorengegangene Rechte. Und die Bischöfe mußten zähneknirschend mitmachen. Egno III. war 1272 der erste Matscher, der auf der Churburg urkundete, und seitdem saßen die Matscher auf der Churburg. Egno und Ulrich III. Matsch bekamen 1331 das Burggelände zur Hälfte vom Bischof von Chur und zur Hälfte vom Tiroler Landesherrn zu Lehen. Die Burg selbst gehörte den Herren von Matsch da bereits ganz, nur das Gelände war Lehen. Aus der Dynastenburg wurde ein Ministerialensitz, und die Vögte von Matsch in der Linie Matsch-Untermatsch (seit 1360 Hauptlinie) verlegten zu einem nicht genau belegten Zeitpunkt ihren Hauptsitz hierher. Der Burgberg blieb ein geteiltes Lehen. Die Bischöfe von Chur zogen sich nach Nordwesten zurück und erbauten als Ersatz die Fürstenburg bei Burgeis, 1292 entsprechend "castrum nostrum Furstenburch" bezeichnet. Mit dem Bau dieser neuen Burg quittierten sie den Verlust der Churburg.

 

1348 gab es einen Rückschlag: Als Parteigänger erst der wittelsbachischen, dann der luxemburgischen Partei wurden sie als Verlierer gezwungen, die bisher ganz oder teilweise zu Eigen innegehabten Burgen Churburg, Tarasp und Untermatsch von Tirol zu Lehen zu nehmen. Ludwig von Bayern-Brandenburg, der zweite Ehemann der tirolischen Erbtochter Margarethe Maultasch, war ihr neuer Lehnsherr. Nur Obermatsch blieb ihre Eigenburg. Damit waren sie das letzte altadelige Geschlecht der Region, das in den Lehensverband der Tiroler Landesherren eingebunden und landsässig wurde. Das war eine empfindliche Einbuße der Stellung. Die Matscher betrieben fortan eine aktive Akquisitionspolitik, um ihr Territorium aus Kosten des Bischofs von Chur auszubauen. Und die Familie nahm noch einen kurzen, letzten Aufschwung, so wurde Ulrich IV. Matsch 1361 Landeshauptmann an der Etsch und Burggraf zu Tirol. Nachdem Tirol an Herzog Rudolf IV. von Habsburg abgetreten worden war, wurden die Vögte von Matsch 1363 Vasallen der neuen Landesfürsten. Genaugenommen ließ der Herzog Ulrich IV. von Matsch gefangensetzen und die Besitzübertragungen an die Vögte "korrigieren", und aus dieser Lage konnte sich Ulrich nur durch den Eintritt in ein Vasallenverhältnis befreien. Es war ein weiterer Stellungsverlust, aber das Leben ging wenigstens weiter, und im Grund war das gar nicht so unvorteilhaft, weil man nun mächtige politische Rückendeckung hatte und neue Handlungsspielräume im Sog der expandierenden Habsburger entdeckte und nun fleißig weitere Lehen sammelte.

Die streitlustigen Herren von Matsch befehdeten sich auch untereinander zwischen einzelnen Familienzweigen, und der Pfaffeneck-Turm, ein unterhalb der Burg stehendes Vorwerk und Teil der Vorburg, sowie das ebenfalls außerhalb stehende Taubenhaus wurden bei einer solchen Fehde zwischen den Familienzweigen Untermatsch und Obermatsch 1357/1358 zerstört. Im 14. und 15. Jh. kam es zu Um- und Erweiterungsbauten an der Burg, aber die Grundstruktur blieb erhalten. Im ausgehenden Mittelalter wurde der Palas aufgestockt und mit einem Zinnenkranz versehen. Die alte zweischiffige Burgkapelle, die dem Nikolaus von Myra geweiht war, wurde 1334 von Bischof Ulrich V. von Chur geweiht; 1388 erfolgte nach einem Umbau eine neuerliche Weihe. Die hälftige Teilung in ein Lehen des Tiroler Landesherren und ein Lehen des Bischofs von Chur blieb bestehen. 1422 gab es bei den Herren von Matsch eine Teilung der Familiengüter, wobei die Churburg mit der Burg Untermatsch an Ulrich VI. Vogt von Matsch fiel. Gaudenz Vogt von Matsch ruinierte Ansehen und Stellung der Familie, und seine politische Mißwirtschaft und die wirtschaftlichen Folgen führten zum Niedergang des Geschlechts. Gaudenz Vogt von Matsch starb 1504 als letzter der Familie. 5 Jahre zuvor war die Churburg im Schwabenkrieg von landesfürstlichen Truppen unter Wolfgang von Hammersbach besetzt worden und wurde gegen die Bündner auf die Probe gestellt, konnte sich aber erfolgreich verteidigen.

 

Mit dem Niedergang der Vögte von Matsch stieg eine andere Familie auf, die aus dem Herzogtum Steier stammenden, landsässigen Trapp. Die Anfangszeit wurde geprägt von lange währenden Erbstreitigkeiten mit den von Polheim. Die Schwester des letzten Matscher, Barbara, hatte Jakob IV. von Trapp geheiratet, und ihre Kinder Jakob V., Jörg und Karl von Trapp beanspruchten das Erbe. Gaudenz von Matsch hatte aber auch noch eine Tochter, und die hatte Erhard von Polheim geehelicht, und jetzt prallten die Ansprüche aufeinander. 1504 gab der Bischof von Chur die Hälfte der Churburg den Trapp zu Lehen. 1517 konnten die Trapp einen entscheidenden Fang machen, der ihnen de facto eine fast uneingeschränkte Herrschaftsgewalt über das Tal gab: Sie bekamen das Gerichtsgebiet Glurns und Mals verpfändet. 1537 wurde endlich das Problem mit den Polheimern durch einen Schiedsspruch beendet: Die Herren von Trapp bekamen nun zur Gänze die Churburg und den ehemals Matscher Besitz im Vinschgau, und die Belehnung damit erfolgte zwei Jahre später. Damit war die Herrschaft vollends gefestigt. 1541 erfolgte die erste landesfürstliche Belehnung der Trapp mit der ganzen Churburg, also auch mit der bisher von den Polheimern beanspruchten anderen Hälfte. Die letztmalige offizielle landesfürstliches Belehnung erfuhren die Grafen Trapp im Jahr 1850. Seitdem ist die Burg freies Eigentum der Familie, die bis heute einen Wohnsitz auf der Burg hat. Im Jahre 1605 wurde das Gericht Matsch der Tiroler Gerichtsbarkeit unterstellt, eine kleine Einschränkung der bisherigen, sorgsam gewahrten Unabhängigkeit.

Unter den Trapp von Matsch, seit 1605 im Reichsfreiherrenstand und seit 1655/1691 im österreichischen Grafenstand mit dem Prädikat "von Matsch", wurde die Burg in zwei Bauphasen (allerspäteste Spätgotik 1510-1544 und Renaissance/Manierismus 1570-1580) zum Renaissanceschloß um- und wohnlich ausgebaut. Als Vorbilder dienten Castel del Buonconsiglio und Schloß Ambras. Die mittelalterlichen, wehrhaften Elemente blieben dabei aber alle bewahrt und erhalten. Große Teile der Ringmauer wurden allerdings verbaut. Die umfassendste Baumaßnahme war der Einbau des Loggienhofes zwischen Palas und Bergfried, wo bis dahin ein offener Hofbereich innerhalb der Mauern war. Weiterhin wurde eine neue Burgkapelle errichtet; sie konnte 1561 geweiht werden. Der Burgplatz wurde im Süden großzügig erweitert und mit einem Turnierplatz und Gartenbereich versehen. Die Räume wurden kunstvoll ausgestattet, auch der Loggiengang erhielt Wandmalereien, alles wurde schöner, gemütlicher, wohnlicher. Im 16. Jh. erhielt die Churburg ihre heutige Gestalt, und da sie danach nie mehr in militärische Konflikte verwickelt war und nie ernsthaft beschädigt wurde, und da sie durchgehend von der Familie bewohnt wurde, hat sie sich in beispiellos gutem und gepflegtem Zustand erhalten.

An einer Außenwand ist unter einem vergitterten Fenster des an den Palas angebauten Standerkers ein auf 1518 datierter, mit Steinmetzzeichen versehener Wappenschild angebracht, auf ihm sehen wir das erste vermehrte Wappen der von Trapp, es ist geviert, Feld 1 und 4: in Gold eine auffliegende, natürliche (schwarze) Trappe (redend Trapp), Feld 2 und 3: in Silber ein zweimal eckig nach unten gezogener, roter Balken (Doppelsturzsparren). Letzteres ist das eigentliche Stammwappen, doch als gevierte Wappen mehr und mehr üblich wurden, ergänzten die Trapp ihr Stammwappen um ein redendes Element im Schild, und ebenso im Oberwappen. Es ist also eine Vermehrung, der kein Hinzuerwerb von Besitz oder Ansprüchen zugrunde liegt.

Das Wappen der von Matsch alleine sehen wir auf einem Türsturz über der Eingangstür zur alten Burgkapelle St. Nikolaus, allerdings in einer Sonderform mit nur einem einzelnen hängenden Flügel. Normalerweise werden in Silber drei (2:1) solcher Flügel geführt, und so ist es auch auf der über dem Schloß wehenden Flagge zu sehen. König Ferdinand I. belehnte die Brüder Trapp 1539 mit den Tiroler Lehen der Vögte von Matsch. Der Wappenbrief, in dem König Ferdinand I. Oswald und Jakob Trapp zusätzlich das Wappen der erloschenen Herren von Matsch verleiht, datiert von 1555 und wird in der Churburg aufbewahrt.

Im Eingangsbereich gegenüber dem Rundbogentor zum Arkadenhof, wo die Besichtigung der Burg ihren Ausgang nimmt, hängt eine große Wappendarstellung der Trapp von Matsch aus farbig gefaßtem Holz. Dort ist das Matscher Erbe heraldisch verarbeitet: Der Schild ist geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Gold eine auffliegende, natürliche (schwarze) Trappe (redend Trapp), Feld 2 und 3: in Silber ein zweimal eckig nach unten gezogener, roter Balken (Doppelsturzsparren), Herzschild: in Silber drei (2:1) blaue hängende Flügel (Matsch). Dazu werden drei Helme geführt, Helm 1 (Mitte): auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein Paar Büffelhörner, hier blau und rot, mit goldenen, in der Mitte verschränkten Bändern (Darstellung variantenreich), Helm 2 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken eine auffliegende natürliche Trappe (redend Trapp), Helm 3 (links): auf dem ungekrönten Helm mit rot-silbernen Decken auf einem niederen roten, hermelingestulpten Hut ein schwarzer Flug (Trappenflug, Stammhelm Trapp). Diese inschriftenlose Wappendarstellung wird von einem Lorbeerkranz umgeben, der an vier Stellen ornamental umfaßt wird.

Weitere Standeserhebungen: Am 25.4.1605 erhielten die Brüder Oswald, Johann, Ferdinand und Ernst Trapp, Erblandhofmeister der Grafschaft Tirol, und ihre Schwestern vom Kaiser zu Prag den Freiherrenstand als "zu Piseyn und Kaldonätsch, Freiherr und Herr zu Churburg und Gamp", das privilegium denominandi (das Recht, sich nach seinen Besitzungen zu benennen), und die Wappenvereinigung mit jenem der Grafen von Matsch (österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel RAA 428.10). Am 3.3.1655 bekamen die Brüder und Vettern Jakob, Johann, Georg und Paul Trapp den Grafenstand als "Trapp zu Pisein, Churburg und Schwanburg, Graf zu Mätsch" (österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 1002.19). Und am 22.7.1691 erhielt Georg Sigmund Trapp Freiherr zu Pisein, oberösterreichischer geheimer Rat, zu Wien den Grafenstand, die Anrede "Hoch- und Wohlgeboren" und eine Wappenbesserung (österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 1002.20).

 

Die meisten photographierbaren Wappen finden wir etwas außerhalb des Kernbereichs, am Taubenturm, und zwar in Form von Wappenfresken. Der Taubenturm gehört zu den zeitlich spätesten Zubauten, und auch wenn er sich architektonisch dem Bestand anpaßt, kann man ihn nicht mehr wirklich zur Wehrarchitektur rechnen, sondern eher zur Lust- und Gartenarchitektur. Im obersten Geschoß enthielt er wirklich einen Taubenschlag; das Hauptgeschoß diente als Gartenpavillon. Die Wandmalereien wurden um 1562/1563 ausgeführt und später renoviert und ergänzt. Über dem talseitigen Fenster ist neben der Sonnenuhr ein großes Allianzwappen angebracht, mit einem geflügelten Engel in rotem Kleidchen und mit schräg über der Brust gekreuzten weißen Bändern dazwischen als Schildhalter. Dieses Wappen gehört nicht zur ursprünglichen Ausstattung, sondern entstand bei einer späteren Renovierung. Der heraldisch rechte Schild ist derjenige der Trapp von Matsch wie beschrieben, wobei allerdings die Trappe verblichen ist und statt der schwarzen Tinktur nur noch rötlichbraun wirkt, der andere ist derjenige der Grafen von Lamberg, geviert, Feld 1 und 4: gespalten, rechts dreimal silbern-blau geteilt, links ledig und rot (Stammwappen), Feld 2 und 3: in Gold eine eigentlich schwarze Bracke mit goldenem Halsband (erloschene von Podwein). Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: FstA Seite: 132 Tafel: 158-161, Band: Un Seite: 356 Tafel: 269, Band: Mä Seite: 66 Tafel: 52, Band: OÖ Seite: 166 Tafel: 50, Band: OÖ Seite: 752 Tafel: 152-153, Krai Seite: 12 Tafel: 11, Band: NÖ1 Seite: 259 Tafel: 133 sowie im Aschaffenburger Wappenbuch, Tafel 81 Seite 199. Zu diesem Wappen gehören zwei Helme, auf dem rechten mit rot-silbernen Decken zwei Büffelhörner, das rechte blau und mit einem silbernen Balken belegt, das linke rot, beide außen mit je 6 natürlichen Pfauenfedern besteckt (Stammkleinod), auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken eine schwarze Bracke mit goldenem Halsband sitzend (erloschene von Podwein). Diese Kombination bezieht sich auf die Ehe zwischen Gotthard Trapp Graf von Matsch (22.10.1864-19.9.1940), dessen Totenschild in der Pfarrkirche St. Katharina hängt, und Julia Maria Theresia Emma Gräfin von Lamberg (6.9.1876-14.9.1954), der Tochter von Hugo Raimund von Graf von Lamberg (1833-1884) und Maria Bertha Gräfin zu Stolberg-Stolberg (1845-1924). Das sind die Großeltern des heutigen Besitzers der Churburg, Johannes Trapp Graf von Matsch. Auf der Rückseite, also der bergseitigen Innenseite steht über der Tür der Vermerk "RENOV MDCCCCV", was zu dem Wappenpaar der Auftraggeber dieser Renovierung im Jahre 1905 paßt; die beiden hatten am 9.1.1895 geheiratet.

Über dem Gesims befindet sich nur ein kleines Fenster, zwei weitere sind darüber nur aufgemalt. Unter dem von 7 Stichkappen getragenen Dachansatz befinden sich fünf weitere Wappenschilde. Derjenige ganz links steht für die von Payersberg (Payrsberg) und Boymont (Boymund), er ist geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Blau einwärts ein silberner Schwan (Payersberg), hier derjenige in Feld 1 mit zwei Köpfen und Hälsen, Feld 2 und 3: geviert, Feld a und d ledig und rot, Feld b und c blau-silbern geschacht (Schwanburg), Herzschild: in Silber ein schwarzer schreitender Stier (Boymont). Die Familie saß zuerst auf Burg Boymont über dem Eppaner Ortsteil Missian. Ab 1244 gehörte der Familie auch die Burg Payrsberg bei Sirmian in der Gemeinde Nals. Seitdem nannten sie sich Herren von Boymont-Payrsberg. Die Schwanburg schließlich liegt ebenfalls in Nals und kam im 14. Jh. an die Familie. 1581 mußte die Schwanburg wegen Verschuldung an die Grafen Trapp verkauft werden, die sich danach zeitweise von Trapp-Schwanburg nannten und auch Wappenelemente in das eigene vermehrte Wappen aufnahmen. Jakob von Boymund zu Payrsberg und Schwanburg, Regimentsrat und Statthalteramtsverwalter der oberösterreichischen Lande wurde am 12.8.1568 zusammen mit seinem Bruder Martin als Freiherr zu Boymund, Payersperg und Schwanburg in den Freiherrenstand erhoben. Man sieht auch, welcher Variation an Schreibweisen die Namen unterworfen waren. Am 1.5.1693 erhielt Paris Franz, Freiherr von Payersperg und Boymund, k.k. Kämmerer und Ober-Landjägermeister des Hochstiftes Passau, zusammen mit seinem Bruder Franz Philipp den Grafenstand als "Graf zu Payrsperg Freiherr von Boymundt, Schwanburg und Niederthor" nebst weiter vermehrtem Wappen und der Anrede "Hoch und Wohlgeboren" (österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 693.18). Zu dem hier abgebildeten Wappen würden drei gekrönte Helme passen, Helm 1 (Mitte): zu schwarz-silbernen Decken ein wachsender schwarzer Stier (Boymont), Helm 2 (rechts): zu blau-silbernen Decken ein silberner Schwan mit erhobenen Flügeln (Payersberg), Helm 3 (links): zu rot-silbernen Decken zwei silberne Schwanenhälse (Schwanburg). Variante: Helm 3 wie Helm 2. Für Schwanburg sind aber zwei Schwanenhälse korrekt, wie man an dem Ansitz Schwanburg auf dem Wappenstein von 1560 gut sehen kann. Die Ähnlichkeit beider Schwanenmotive führte aber zu viel "crossover" bei den Darstellungen. Das Wappen für Schwanburg ist übrigens identisch mit dem der Freien von Vaz, die 1338 im Mannesstamm und endgültig am 4.4.1367 erloschen sind. Für die Verbindung zwischen den Trapp von Matsch und den von Payersberg läßt sich folgende Genealogie finden: Jakob VI. Trapp von Matsch hatte Katharina von Wolkenstein geheiratet, die Tochter von Gotthard von Wolkenstein (-1513) und Anna von Payersberg-Boymont. Jakob VI. war der Vater von Jakob VII., der Regina von Tannberg heiratete (s. u.). Anna gehört damit zu den direkten Vorfahren des heutigen Burgbesitzers.

 

Das zweite Wappen ist dasjenige der Khuen von Belasy, geviert, Feld 1 und 4: silbern-rot geteilt mit einem einwärts gewendeten Löwen in verwechselten Farben (Stammwappen Khuen), Feld 2 und 3: in Rot ein silberner Zinnentorturm mit zwei geöffneten Torflügeln über mehreren Stufen (Niederthor). Zum gräflichen Wappen würden drei Helme passen, Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken auf einem roten Kissen ein rot-silbern geteilter, auf den Hinterbeinen sitzender Löwe (Stammhelm Khuen), Helm 2 (Mitte): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken auf einem roten Flügel (Flug), belegt mit einem silbernen Turm mit geöffnetem, zweiflügeligem Tor (Niederthor), Helm 3 (links): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender Mannesrumpf in rotem Gewand mit rot-silbern gespaltener Zipfelmütze mit silbernen welschen Zinnen, Schleifen oder Maschen an der Oberkante (ebenfalls Niederthor). Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Bay Seite: 14 Tafel: 7, Bö Seite: 129 Tafel: 64, Kro Seite: 88 Tafel: 62, Mä Seite: 57 Tafel: 42, NÖ1 Seite: 227 Tafel: 112, Salz Seite: 30 Tafel: 12, Tir Seite: 9 Tafel: 10 und Un Seite: 306 Tafel: 230. Dieses uradelige Tiroler Geschlecht erlangte am 8.5./21.7.1573 den Freiherrenstand und am 30.10.1630 den erbländischen (bzw. Reichs-) Grafenstand, bestätigt am 27.2.1637 (bzw. am 27.6.1640). Eine Eheverbindung zwischen beiden Familien kam durch Johann Christoph von Trapp Graf von Matsch (26.12.1639-8.10.1706) zustande, welcher Maria Franziska Khuen von Belasy geheiratet hatte, die Tochter von Hans Georg Khuen von Belasy Graf von Lichtenberg und Christina Walpurga Freiin von Rechberg zu Hohenrechberg. Beide sind direkte Vorfahren des heutigen Burgbesitzers.

 

Das dritte Wappen steht für die Grafen von Spaur und Flavon; es ist geviert, Feld 1 und 4: in Silber einwärts ein roter Löwe, der in seinen Pranken einen goldenen Doppelbecher hält (Klein-Spaur/Erbschenk), Feld 2 und 3: blau-silbern geschacht mit einem roten Balken (erloschene von Lichtenberg). Zu diesem Schild würden zwei gekrönte Helme passen: Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken der rote Löwe mit goldenem Doppelbecher wachsend, Helm 2 (links): auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein hermelingestulpter, roter, oben mit einem Kreuzchen besetzter Hut vor zwei schräggekreuzten silbernen Hellebarden, deren Schäfte je nach Quelle silbern, blau oder auch von Silber und Blau geschacht sein können (erloschene von Lichtenberg). Das Wappen wird beschrieben im Siebmacher Band: Tir Seite: 16 Tafel: 18, vgl. auch Band: NÖ2 Seite: 168 Tafel: 73. In dieser Form ist es das Wappen des jüngeren Stammes und davon das der jüngeren Linie (Alt-Spaur). Der kaiserliche Rat Johann von Burgstall auf Alt-Spaur, Flavon, Ober-Valèr und Metz erhielt den Reichsfreiherrenstand am 31.1.1464 zu Wiener Neustadt, und bei der Gelegenheit wurde das gevierte Wappen eingeführt. Das Wappen hat seinen Platz in der direkten Vorfahrenlinie des heutigen Burgbesitzers, denn Leopold von Trapp Graf von Matsch (1765-20.11.1797) hatte Maria Crescentia Gräfin zu Spaur und Flavon (7.8.1769-20.1.1819) geheiratet, die Tochter von Johann Nepomuk Graf von Spaur und Flavon (5.6.1724-23.9.1793) und Maria Anna Gräfin von Wolkenstein-Trostburg (1730-1812). Weitere Standeserhebungen der Familie, auch in anderen Zweigen: Reichsfreiherrenstand 24.9.1546; Reichsgrafenstand 27.6.1637.

 

Als nächstes in der Galerie folgt ein goldener Schild mit einer schwarzen, mit Hermelin aufgeschlagenen Spitzmütze. Das ist das Stammwappen der Herren von Breisach (Breysach, Preysach), wie wir es z. B. am Portal der Burg Katzenzungen in Stein gemeißelt sehen. Die zugehörige Helmzier wäre zu schwarz-goldenen Decken ein wachsender schwarzer Mannesrumpf mit einer Mütze wie im Schild auf dem Kopf. Seine Berechtigung hat dieses Wappen hier, weil Anna Katharina Trapp um 1543 Franz von Breisach auf Katzenzungen geheiratet hatte. Dann folgt als letztes Wappen unter einem goldenen, mit einem schwarzen, golden gekrönten Adler belegten Schildhaupt in Silber zwei rote Löwen, der rechte gewendet, die zwischen sich einen ausgerissenen, grün belaubten Baum mit natürlichem Stamm halten. Das ist das Wappen der Familie Alberti bzw. Alberti-Colico und nimmt Bezug auf zwei Ehen, die des Hans Franz de Alberti und des Nikolaus de Alberti mit Anna Trapp und Katharina Trapp, beide etwa in der Mitte des 16. Jh. Einschlägige Darstellungen in der Fischnaler-Wappenkartei lassen die Löwen noch auf einem grünen Dreiberg stehen. Der Baum wird in anderen Darstellungen als Palme interpretiert. Die beiden hier nicht dargestellten Kleinode wären rechts zu schwarz-goldenen Decken ein schwarzer, golden gekrönter Adler und links zu rot-silbernen Decken ein wachsender roter Löwe mit einem grünen Zweig (Palmzweig) in den Vorderpranken. Im Rietstap ist die italienische Grafenfamilie unter der Schreibweise "Albertis-Collico" gelistet: "coupé, au 1, d'or, à l'aigle de sable, couronnée d'or, au 2, d'argent, au palmier terrassé de sinople, accosté de deux lions affrontés de gueules, rampants contre le fût. Cimiers: 1° l'aigle; 2° un lion issant, tenant une palme".

An der vom Tal aus gesehen linken Schmalseite des Taubenturms sind unter den Stichkappen des Dachansatzes drei weitere Schilde angebracht. Optisch ganz links befindet sich das mit der Jahreszahl 1558 versehene Wappen der von Tannberg, geviert, Feld 1 und 4: in Rot ein den Schildfuß ganz ausfüllender silberner Dreiberg, dessen mittlerer Hügel zu einer bis zum oberen Rand aufsteigenden schmalen Spitze ausgezogen ist, Feld 2 und 3: hier in Silber ein roter Pfahl. Diese in Oberösterreich und im Stift Passau beheimatete Familie erhielt mit den Brüdern und Vettern Georg, Wolfgang, David, Kämmerer der Erzherzöge Rudolf und Ernst, Achaz und Johann Georg von Tannberg am 12.6.1572 von Kaiser Maximilian II. zu Wien eine Bestätigung und Erneuerung des Freiherrnstandes für das Reich und die Erblande und das privilegium de non usu (österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel RAA 419.42). Die Familie ist am 5.12.1720 Franz Adam Freiherr von Tannberg erloschen. Zum Stammwappen werden zwei Helme geführt, Helm 1 (rechts): auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender silberner Mannesrumpf mit rotem Spitzhut, auf dem roten Stulp das Schildbild, an der Spitze eine goldene Krone mit silbernem Federbusch (nach dem Berliner Wappenbuch), Helm 2 (links): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken zwei gestürzte silberne Fische. Im churbayerischen Wappenbuch (BSB Cgm 1508, Image 54) erscheint der Schaft des Hutes silbern und der Stulp ist nicht mit dem Schildbild belegt. Im Scheibler'schen Wappenbuch erscheint der Spitzhut ohne Krone und Federbusch; der wachsende Mannesrumpf ist oben silbern, unten rot bekleidet (nur rot im Berliner Wappenbuch). Im Codex Ingeram: Spitzhut ohne Krone und Federbusch; der wachsende Mannesrumpf erscheint in Silber mit einem roten Herz auf der Brust. Weitere Nachweise: Siebmacher Band: BayA1 Seite: 110 Tafel: 109, Band: NÖ2 Seite: 299 Tafel: 142-143, Band: OÖ Seite: 425 Tafel: 107-108. Das Wappen für Regina von Tannberg taucht auch an den Säulchen im Loggienhof auf; sie war die Ehefrau von Jakob Trapp VII. (1529-1563), und 1558 ist das Jahr, in dem sie geheiratet haben.

 

Der nächste, mit "1501 153(7)" bezeichnete Schild gehört zu den Fuchs von Fuchsberg, er ist geviert, Feld 1 und 4: in Gold ein aufspringender roter Fuchs (Stammwappen der Fuchs von Fuchsberg), Feld 2 und 3: in Schwarz eine goldene Spitze (Jaufenburg; der Besitz wurde 1383 erheiratet). Das Familienwappen wird beschrieben im Siebmacher Band: TirA Seite: 22 Tafel: 4 und Band: Bay Seite: 11, Tafel: 4. Am 31.12.1602 bekam Karl Fuchs von Fuchsberg, kaiserlicher Rat, Tiroler Landmann und Lehensmann, Viertelhauptmann im Burggrafenamt, zu Prag den Freiherrenstand und eine Wappenbesserung durch Vereinigung seines Wappens mit jenem des ausgestorbenen Geschlechtes der Grafen von Hoheneppan und dem der Finckh von Katzenzungen, als "Fuchs von Fuchsberg zu Jaufenburg, Freiherr zu Freudenthal, Lebenberg und St. Valentin" (österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel RAA 127.22). Die Familie erhielt den Reichsgrafenstand am 30.6.1634 unter Kaiser Ferdinand III., und bei der Gelegenheit wurde das Wappen erheblich vermehrt. Zum Wappen würden zwei Helme passen, Helm 1 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein schwarzer Flug, jeder Flügel belegt mit einer goldenen Spitze (Jaufenburg), Helm 2 (links): auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein goldener, rot aufgeschlagener Turnierhut, auf dem ein roter Fuchs sitzt (Stammkleinod), auch mit umgekehrt positionierten Helmen beschrieben, was logischer wäre. Das Wappen taucht auch zweimal an den Säulchen im Loggienhof auf; zwei Ehen entsprechend: Georg Trapp hat 1501 eine Frau aus der Familie geheiratet, und Oswald I. Trapp (1511-) hat 1537 Margret Fuchs von Fuchsberg geheiratet.

Der dritte Schild auf der Schmalseite des Taubenturms zeigt das Wappen der von Neidegg (von Neideck), in Silber hier schräglinksbalkenweise, normalerweise schrägrechtsbalkenweise drei ebenso gelegte, rote Pilgermuscheln (Jakobsmuscheln). Das Wappen wird dargestellt im Berliner Wappenbuch, im Scheiblerschen Wappenbuch (Bayerische Staatsbibliothek Cod. icon. 312 c), Folio 311 und 443, im Siebmacher Band: WüA Seite: 250 Tafel: 141, im Alberti S. 540, Siebmacher I, sowie im Aschaffenburger Wappenbuch Tafel 52 Seite 55 (vermehrtes Wappen). Für das zugehörige Kleinod gibt es mehrere Varianten, im Berliner Wappenbuch ist es zu rot-silbernen Decken ein roter Spitzhut (hoher Hut), auf dem silbernen Stulp die drei roten Muscheln, aus einer goldenen Krone an der Spitze ein silberner Federbusch. Weitere Varianten des Oberwappens sind in der Fischnaler-Wappenkartei gelistet. Das Wappen taucht auch einmal an den Säulchen im Loggienhof auf; für eine der beiden Frauen des Oswald II. Trapp (1542-), der erst 1562 Katharina von Neideck und dann 1567 Ursula von Villingen geheiratet hatte. Insofern wäre die Jahreszahl "15(62)" zu ergänzen.

 

Weitere Wappen sind auf der Bergseite des Taubenturmes angebracht, dort, wo die kleine Außentreppe zum überdachten Eingang hochführt, die kann man während der Burgbesichtigung von oben sehen. Das sind von optisch links nach rechts die Wappenschilde Trapp von Matsch mit dem roten Jerusalemkreuz als Kennzeichen eines Jerusalempilgers darüber (Jakob VII. hatte diese Pilgerreise unternommen, sein Pilgermantel wird in der Burg neben seiner Portraitstatue ausgestellt), Matsch mit drei Helmen Trapp von Matsch, Matsch geviert mit Colonna und der Jahreszahl 1456 (Barbara, Frau von Jakob IV., Heirat 1462), Welsperg mit der Jahreszahl 1497 (Veronika, Frau von Jakob V., Heirat 1492) und Wolkenstein mit den Jahreszahlen 1506 und 1524 (Anna, Frau von Karl, Heirat 1511, und Katharina, Frau von Jakob VI., Heirat 1523). Neben dem Aufgang ist links noch ein großer Wappenschild mit der auffliegenden Trappe als redendes Wappen der von Trapp aufgemalt, rechts das rote Jerusalemkreuz, das ebenfalls an Jakob VII. Trapp Graf von Matsch erinnert, der diesen Turm hat erbauen lassen. Die östliche Schmalseite hat weitere Wappen, links beginnend mit dem der von Trauttmansdorff und der Jahreszahl 1546. Die anderen sind wegen der hohen Bäume nicht einzusehen.

Auch in der Burg selbst findet man reichlich Heraldik. Besonders schön sind die ganzen Wappen an den Säulchen der Arkaden des ersten Obergeschosses rings um den Loggienhof, die die Genealogie der Familie aufspannen, insgesamt 16 einzelne Wappenschilde. Wenn wir in der Nordwestecke beginnen, folgen nacheinander die Wappen 1.) Trapp, 2.) Matsch (Jakob VI. von Trapp heiratete 1462 Barbara Matsch), 3.) Trapp, 4.) Welsperg (Jakob V. Trapp von Matsch heiratete 1492 Veronika von Welsperg), 5.) Trapp von Matsch, 6.) Wolkenstein (Jakob VI. Trapp von Matsch heiratete 1523 Katharina von Wolkenstein), 7.) Trapp von Matsch, 8.) Fuchs von Fuchsberg (für Georg Trapp von Matsch und seine 1501 geehelichte Frau), 9.) Trapp von Matsch, 10.) Wolkenstein (Karl Trapp von Matsch hatte 1511 Anna von Wolkenstein geheiratet), 11.) Trapp von Matsch, 12.) Fuchs von Fuchsberg (Oswald I. Trapp von Matsch hat 1537 Margret Fuchs von Fuchsberg geheiratet), 13.) Trapp von Matsch, 14.) Tannberg (Jakob VII. Trapp von Matsch hat Regina von Tannberg geheiratet), 15.) Trapp von Matsch, 16.) Doppelwappen Villingen und Neidegg (Oswald II. Trapp von Matsch hat 1562 Katharina von Neidegg und 1567 Ursula von Villingen geheiratet). Insgesamt erzählen diese Wappen die Genealogie von 1462 bis 1567, womit die in zwei Bauphasen entstandenen Arkaden und Stützen zugleich ihre Datierung erfahren.

Weitere Wappendarstellungen im Inneren der Burg sind (alle ohne Abb.):

Die Churburg wird seit Jahrhunderten ununterbrochen von der Familie bewohnt. Aktueller Burgbesitzer ist Johannes Jakob Graf Trapp (11.6.1946-) zu Churburg, Matsch und Kirchberg, seit 2016 Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies. Er ist der Sohn von Oswald Graf Trapp (17.9.1899-2.3.1988), vermählt 1928 in Trebitsch mit Marie Leopoldine (Mimi) Gräfin Bossi-Fedrigotti (5.8.1907-21.6.2005), Ehrendame des Souveränen Malteserritterordens und später Ratsdame des Sternkreuzordens in Österreich. Graf Johannes hat Cecily de la Fontaine und d'Harnoncourt-Unverzagt, Comtesse d'Harnoncourt geheiratet; das Paar hat drei Kinder, und der Erstgeborene hat wiederum drei Kinder. Die Familie hat in der Burg ihre Privaträume (Räume im "Großen Stock", dem alten Palas im Westen des Innenhofes), die sie bei ihren Aufenthalten nutzt und die nicht Teil der Besichtigungsrunde sind.

Die berühmte Rüstkammer wurde von den Trapp von Matsch angelegt, und zwar noch zu Zeiten, als man erst die halbe Burg als Lehen besaß: 1516 hatte Kaiser Maximilian I. die Burg besucht, er selber war begeisterter Sammler und Förderer der Rüstkunst. Angeblich sprang bei diesem Besuch der Funke der Begeisterung über, so daß auch die Herren von Trapp das Sammeln begannen. Es sind aber auch ältere Stücke aus der Zeit der Herren von Matsch in der Sammlung zu sehen, so z. B. eine rindslederne, grün und weiß bemalte Hörner-Helmzier aus der Mitte des 14. Jh., eine um 1360/1370 in Mailand angefertigte Rüstung (Harnisch, Hundsgugel mit Absteckvisier, Bruststück, Armzeug und Handschuhe) für Vogt Ulrich IV. von Matsch (-1402), eine übergroße Mailänder Rüstung aus der Mitte des 15. Jh. für den sehr groß gewachsenen Ulrich IX. von Matsch (1408-1481), eine um 1480/1485 hergestellte Innsbrucker Schaller für Gaudenz von Matsch (-1504) und ein Mailänder Feldharnisch für Galeazzo von Arco (gest. 1482) aus der Zeit um 1445/1450 (kam erst später in die Sammlung). Gaudenz von Matsch ist sogar mit zwei Harnischen vertreten, vor 1487 angefertigt, also bevor er in Ungnade gefallen ist. Die meisten Stücke stammen allerdings aus der Trapp-Zeit; Prunkstück ist die Innsbrucker Rüstung von ca. 1540 für Jakob VI. Trapp von Matsch zu Pferde, mit Schutz für das Pferd inklusive. Weiterhin ist Jakob VI. mit einem Innsbrucker Turnierharnisch von 1529 vertreten. Auch der Harnisch von Jakob VII. aus dem Jahre 1553 befindet sich in der Sammlung, mit eingraviertem Wappen. Eines der spätesten Stücke ist ein Trapp-Harnisch aus der Zeit um 1620/1630, entweder für Jakob IX. oder Georg V. Anfang des 19. Jh. gingen einige Stücke der Sammlung verloren, aber insgesamt ist die Sammlung in großartiger Erhaltung und Vollständigkeit erhalten geblieben und legt heute nicht nur von der Kunstfertigkeit Mailänder und Innsbrucker Plattner ab, sondern auch von der Sammelkultur der Familie. Früher befand sich die Sammlung in der Rüstkammer östlich des Bergfriedes, aber der Raum war zu klein und nicht repräsentativ. Der heutige Aufbewahrungsort im Raum über den Stallungen, dem ehemaligen Futterhaus, wurde 1888/1889 von Gotthard Graf Trapp gestaltet.

Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung auf Google Maps: https://www.google.de/maps/@46.6635861,10.588552,19z - https://www.google.de/maps/@46.6635585,10.5886486,178m/data=!3m1!1e3
Webseite der Churburg:
https://www.churburg.com/ - Rundgang: https://www.churburg.com/rundgang/ - Geschichte: https://www.churburg.com/geschichte/ - nicht zugängliche Privaträume: https://www.churburg.com/portfolio/privatraeume/ - Führungsrundgang: https://www.churburg.com/besucherinformationen/#tour
Churburg auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Churburg - https://it.wikipedia.org/wiki/Castel_Coira
Churburg auf Südtirolerland:
https://www.suedtirolerland.it/de/highlights/burgen-schloesser/churburg/
Churburg auf Südtirol-Tirol:
https://www.suedtirol-tirol.com/sehenswuerdigkeiten/churburg/
Helmut Stampfer: Churburg, Wohnkultur und Rüstkammer, Reihe "Burgen" des Sudtiroler Burgeninstituts, Verlag Schnell & Steiner, 2. Auflage 2015, 72 S., ISBN-10: ? 379542156X, ISBN-13: ? 978-3795421564
Churburg in Burgenwelt:
http://www.burgenwelt.org/italien/churburg/object.php
von Trapp in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Trapp_(Adelsgeschlecht)
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Wappen Matsch in der Fischnaler-Wappenkartei:
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Wappen Khuen von Belasy in der Fischnaler-Wappenkartei:
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Wappen Niederthor in der Fischnaler-Wappenkartei:
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Khuen von Belasy auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Khuen_von_Belasy
Wappen Spaur in der Fischnaler-Wappenkartei:
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Wappen Neidegg in der Fischnaler-Wappenkartei:
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Wappen der Fuchs von Fuchsberg in der Fischnaler-Wappenkartei:
http://wappen.tiroler-landesmuseen.at/index34a.php?id=&do=&wappen_id=12875&sb=fuchsberg&sw=&st=&so=&str=&tr=99 - http://wappen.tiroler-landesmuseen.at/index34a.php?id=&do=&wappen_id=12865&sb=fuchsberg&sw=&st=&so=&str=&tr=99
neuere Genealogie der Familie:
http://www.thepeerage.com/p11573.htm#i115723
österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel RAA 428.10
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=2723838
österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 1002.19
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=4327888
österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 1002.20
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=4327889
österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 693.18
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=4386237
österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel RAA 419.42
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=2723401
österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel RAA 127.22
https://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=2239552
Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Residenzforschung, hrsg. von der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Band 15. IV, Grafen und Herren, Teilband 2, hrsg. von Werner Paravicini, bearbeitet von Jan Hirschbiegel, Anna Paulina Orlowska und Jörg Wettlaufer, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7995-4525-9, S. 981-994 -
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Wappen der von Breisach in der Fischnaler-Wappenkartei:
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Wappen Alberti in der Fischnaler-Wappenkartei:
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Herrn Andreas Janka ein herzliches Dankeschön für die Identifizierung des Alberti-Wappens und Details zu den familiären Verbindungen
Leo Andergassen: Churburg, Geschichte, Gestalt und Kunst, Verlag Schnell und Steiner, Bozen 2007, 80 S., ISBN-10: 3795408571, ISBN-13: 978-3795408572

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