Bernhard Peter
Historische Graphik:
Otto Hupp: Münchener Kalender 1923

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Michael Faulhaber, ab 1913 Michael von Faulhaber (5.3.1869-12.6.1952), 1910-1917 Bischof von Speyer, 1917-1952 Erzbischof von München und Freising und ab 1921 Kardinal und Kardinalpriester der Titelkirche Sant'Anastasia, ab 1952 Kardinalprotopriester.
Bereits in seiner Zeit als Bischof von Speyer führte er in Rot einen goldenen, siebenarmigen Leuchter, über dem eine silberne Taube schwebt, alles damals noch unter blauem Schildhaupt mit silbernem, durchgehenden Kreuz (Speyer). Als er Bischof von München und Freising wurde, behielt er das persönliche Wappen bei und kombinierte das als Doppelwappen mit dem schwarzen Mohrenkopf in goldenem Feld, dem Symbol des Bistums Freising. Der Mohr ist hier rot gekrönt, außerdem ist der Brustabschnitt vom Künstler mit einer roten Einfassung versehen worden, so als würde es sich um eine aufstellbare Büste handeln. Das Symbol des Leuchters steht für die frühere Tätigkeit Faulhabers als Professor für Altes Testament. Die Taube steht für den Heiligen Geist. Die Devise lautet "VOX TEMPORIS VOX DEI" = die Stimme der Zeit ist die Stimme Gottes. Wir sehen das reichverzierte erzbischöfliche Vortragekreuz mit zwei Querarmen, den bischöflichen Krummstab und den roten Galero mit 2x 15 Fiocchi als Rangzeichen.

Monatsblätter

 
von der Asseburg
In Gold ein sprungbereit gekrümmter schwarzer Wolf, rot gezungt, auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken eine rote, mit einer silbernen Scheibe (Kugel) belegte und oben mit grünen (natürlichen) Pfauenfedern besteckte Säule.
  von Brühl
In Blau ein silberner Sparren, auf dem rot-silbern bewulsteten Helm mit blau-silbernen Decken ein naturfarbener Pfauenfederbusch.
 
von Drachenfels
In Rot ein silberner, feuerspeiender, geflügelter, zweibeiniger Drache mit untergeschlagenem Schwanz, auf dem ungekrönten Helm mit silbern-roten Decken der Drache wie beschrieben wachsend, aber mit roten Flügeln.
  von Droste-Hülshoff
In Silber ein nach rechts gekrümmter fliegender silberner Fisch, auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken eine silberne Fischreuse (Aalreuse).
 
von Enzberg
In Blau ein goldener Fingerring mit rotem Stein, auf dem ungekrönten Helm mit blau-goldenen Decken auf einem roten Kissen ein goldener Fingerring mit rotem Stein.
  von Fürstenberg
In Gold zwei rote Balken, auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Decken zwei goldene Fasanenfedern, jeweils mit zwei goldenen Balken belegt.
 
von Hanstein
In Silber drei (2:1) zunehmende schwarze Mondsicheln, auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken eine silberne Säule, beiderseits in der Mitte mit einer abgewendeten schwarzen Mondsichel besteckt, oben mit schwarzem Hahnenfederbusch.
  von Kuenheim
In Silber ein schwarzer, rot bewehrter und ebenso gezungter Löwe, auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender schwarzer, rot bewehrter und ebenso gezungter Löwe.
 
von Schweinichen
In Rot ein aufspringendes silbernes Schwein, auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsendes silbernes Schwein.
  vom Stein
In Gold eine rote, blau bebutzte Rose, auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender, silbern-schwarz geteilter und rotgezungter Eselsrumpf.
 
von Welser
In silbern-rot gespaltenem Schild eine Lilie in verwechselten Farben, auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein Flug, jeder Flügel silbern-rot gespalten und mit einer Lilie in verwechselten Farben belegt.
  Zorn von Bulach
Rot-golden geteilt, oben ein achtzackiger silberner Stern, auf dem ungekrönten Helm mit rot-goldenen Decken ein goldener Schwertgriff mit Parierstange, auf dem Knauf ein rot-golden geteiltes Schildchen mit einem silbernen Stern oben.

Literatur, Quellen und Links:
Otto Hupp, Münchener Kalender, Jahrgang 1923, Verlagsanstalt, München und Regensburg, 1923

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Die Abb. sind selbst angefertigte Scans historischer, aufgrund ihres Alters gemeinfreier Originale von Otto Hupp.
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