Bernhard Peter
Historische Graphik:
Otto Hupp: Münchener Kalender 1898

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Das Königreich Bayern
Königlich-bayerisches Wappen in der 1835-1919 gültigen Fassung. In dieser Form ist es eine Schöpfung von König Ludwig I. gemäß der Verordnung vom 18.10.1835
. Diese Form des königlich-bayerischen Wappens symbolisierte zum ersten Mal die verschiedenen Stämme und Regionen Bayerns und war zugleich Ausdruck des offiziellen Titels: König von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Bayern, Franken und in Schwaben. Der Veldenzer Löwe erinnert daran, daß die in Bayern regierende Linie letztendlich die Linie Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld ist, und genau zu deren ehemaligem Herrschaftsgebiet gehörte Veldenz. Der Schild ist geviert mit Herzschild, Feld 1: In Schwarz ein goldener, rot gekrönter Löwe (Pfalz am Rhein), Feld 2: von Rot und Silber mit drei aufsteigenden Spitzen geteilt, Franken, sog. Fränkischer Rechen, Feld 3: von Silber und Rot fünfmal schräglinks geteilt und mit einem goldenen Pfahl belegt, ehemalige Grafschaft Burgau, steht für die Gebiete in Schwaben, Feld 4: in Silber ein blauer Löwe, golden bewehrt und golden bekrönt, Grafschaft Veldenz, Herzschild: von Silber und Blau schräg gerautet (Bayern, Haus Wittelsbach). Auf dem Schild eine königliche Krone, Schildhalter zwei königlich gekrönte goldene und rotgezungte Löwen. Unten klein die drei Schildchen für die Wittelsbacher, die Pfalz am Rhein und für das Erzamt.

Monatsblätter

 
von Blücher
In Silber zwei rote Schlüssel pfahlweise gestellt, die Bärte nach außen und oben gekehrt, auf dem ungekrönten Helm mit silbern-roten Decken zwei schräggekreuzte Schlüssel, die Bärte nach außen und oben gerichtet.
  von Giech
In Silber zwei aufrecht gestellte rote Schafscheren nebeneinander, auf dem ungekrönten Helm mit rot-silbernen Decken zwischen zwei rot-silbern geteilten Büffelhörnern ein rot gewandeter, gekrönter Frauenrumpf wachsend, mit goldenem Haar.
 
von Königsegg
Von Rot und Gold schräg gerautet, auf dem gekrönten Helm mit golden-roten Decken ein roter Straußenfederbusch.
  von der Leyen
in Blau ein silberner Pfahl, auf dem ungekrönten Helm mit blau-silbernen Decken ein wachsender, silberner, rotgezungter Rüdenrumpf (Brackenrumpf) mit goldenem Halsband mit Ring zwischen einem blauen, mit silbernen gestürzten Lindenblättchen bestreuten Flug.
 
Marschall von Pappenheim
Drei Reihen silbern-blauer Eisenhutfeh, auf dem ungekrönten Helm mit silbern-blauen Decken ein wachsender Rumpf einer Mohrin, silbern gekleidet, golden gekrönt. Hinter dem Schild eine Fahne an einer Lanze mit goldenem Schaft, das Tuch schwarz-silbern geteilt miz zwei schräggekreuzten roten Schwertern. Gewöhnlich wird dieses Erbamt im Schild dargestellt, nicht separat auf einer Fahne.
  "Pless" (Fehler, eigentlich ist das das Stammwappen der schlesischen von Hochberg, späteren Fürsten von Pless)
Geteilt, oben in Silber ein blauer Dreiberg, unten in drei Reihen von Rot und Silber geschacht, auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken eine silberne (eigentlich rote), golden bebutzte und grün gestielte Blume (eigentlich eine Rose) zwischen zwei gebogenen, gestürzten silbernen Fischen mit roten Flossen, die außen jeweils mit drei Straußenfedern besteckt sind, einer silbernen zwischen zwei roten.
 
von Pückler
In Gold Kopf und Hals eines schwarzen, rotbewehrten und ebenso gezungten Adlers, auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender schwarzer Adler mit rotem Schabel und ebensolcher Zunge und mit erhobenen Flügeln.
  von Rechteren
in Gold ein rotes, durchgehendes Kreuz, auf dem ungekrönten Helm ein niedriger goldener Hut mit rotem Aufschlag, oben besteckt mit zwei Straußenfedern, rechts einer goldenen, links einer roten.
 
"Wied" (Fehler, eigentlich ist das das Stammwappen der Herren von Runkel, später drittes gräfliches Haus zu Wied)
In Silber mit zwei roten Pfählen ein rechtes blaues Obereck, auf dem ungekrönten Helm mit silbern-roten Decken ein silberner Zinnenturm (hier mit zwei Zinnenkränzen, einem unten und einem oben).
  von Salm
Iin Rot zwei pfahlweise gestellte, gekrümmte, mit dem Rücken einander zugewandte Salme, bewinkelt von vier (1:2:1) goldene, widergekreuzten Kreuzchen, auf dem ungekrönten Helm mit rot-silbernen Decken auf einem roten, hermelingestulpten flachen Turnierhut zwei silberne, gestürzte Salme.
 
von Schönborn
In Rot auf drei silbernen Spitzen ein schreitender goldener Löwe mit blauer Krone.auf dem ungekrönten Helm mit silbern-roten Decken der rotgezungte Löwe mit blauer Krone und aufgeschwungenem Schweife sitzend zwischen zwei gänzlich roten Büffelhörnern.
  von Schönburg (Schönburg-Glauchau)
Dreimal rot-silbern schräggeteilt (schrägrechts geteilt), auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen bzw. silbern-roten Decken ein dreimal rot-silbern schräggeteilter Flug, rechts schräglinks und links schrägrechts.

Literatur, Quellen und Links:
Otto Hupp, Münchener Kalender, Jahrgang 1898, Verlagsanstalt, München und Regensburg, 1898

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Die Abb. sind selbst angefertigte Scans historischer, aufgrund ihres Alters gemeinfreier Originale von Otto Hupp.
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